Starker Schneefall lässt in Sapporo keinen regulären Wettkampf zu – doch Nika Prevc nutzt die schwierigen Bedingungen auch in einem Durchgang. Beim ihrem zweiten Sieg verpasst Selina Freitag das Podest knapp.
Mit einem Sprung auf 139,5 Meter sicherte sich Nika Prevc auch beim zweiten Weltcup in Sapporo den Sieg. Da der Wettbewerb nach nur einem Durchgang gewertet wurde, reichten der Slowenin 134,5 Punkte zum Erfolg vor der Kanadierin Abigail Strate, die auf 128,5 Meter (129,2 P.) kam. Dritte wurde die Norwegerin Heidi Dyhre Traaserud mit 135 Metern (124,6 P.).
Nur ein Durchgang nach Absagen
Bereits im Vorfeld hatte sich abgezeichnet, dass der Wettkampf unter besonderen Umständen stattfinden würde. Wegen anhaltenden Schneefalls und wechselhaften Windbedingungen war schon die Qualifikation im Vorfeld abgesagt worden, sodass alle gemeldeten Athletinnen startberechtigt waren.
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Während des Wettbewerbs verschlechterten sich die Bedingungen weiter, sodass die Jury nach dem ersten Durchgang den Abbruch beschloss und auf einen Finaldurchgang verzichtete.
Maruyama nur Zwölfte: Prevc baut Vorsprung aus
„Ich habe noch nie so viel Schnee gesehen“, sagte Prevc nach ihrem Weltcupsieg an diesem Wochenende und bereits dem 13. dieser Saison. Im Gesamtweltcup baut sie ihren Vorsprung auf die zweitplatzierte Nozomi Maruyama auf bereits 486 Zähler aus, auch weil die Japanerin in ihrer Heimat nicht über den zwölften Platz hinausgekommen ist.
Drei Deutsche in den Top Ten: Freitag vor Reisch
Die deutschen Skispringerinnen haben im Schneegestöber den erhofften Podestplatz auch am zweiten Wettkampftag verpasst, waren aber mit immerhin gleich drei Skispringerinnen in den Top Ten vertreten.
Selina Freitag belegte mit einem Sprung auf 124,5 Meter als beste DSV-Skispringerin den vierten Platz und verpasste das Podium um nur 3,6 Punkte. Direkt hinter ihr folgte ihre erneut starke Teamkollegin Agnes Reisch mit 131 Metern auf dem fünften Platz.
Katharina Schmid landete mit 119 Metern auf Rang neun und schaffte ebenfalls den Sprung in die Top Ten. Juliane Seyfarth kam unter schwierigen Bedingungen nicht über Platz 28 hinaus. Anna Hollandt (31.) und Emely Torazza (42.) erlebten einen gebrauchten Wettkampf und blieben damit ohne Weltcuppunkte.
Japanerinnen erneut ohne Podest
Die Gastgeberinnen mussten sich auch im zweiten Wettbewerb mit Nebenrollen begnügen: Während Maruyama die Top Ten verpasst hat, konnte sich Sara Takanashi im Vergleich zum Vortag steigern und wurde Achte.
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Fortgesetzt wird der Weltcup am kommenden Wochenende in Willingen, wo – ebenso wie für die Männer – dann die letzten Wettkämpfe im Vorfeld der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina auf dem Programm stehen.
Auf der Mühlenkopfschanze findet bereits am Freitag ein Mixed-Teamspringen statt, bevor am Samstag und Sonntag zwei weitere Einzel-Wettbewerbe ausgetragen werden.

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