Sommer-Grand-Prix

Polnische Skispringer feiern Heimsieg in Wisla

Die polnischen Skispringer starten mit einem überlegenen Heimsieg und Rekord-Vorsprung in den Sommer-Grand-Prix. Beim ersten Teamspringen in Wisla lässt das Quartett um Kamil Stoch die deutsche Mannschaft hinter sich. 

Die polnischen Skispringer sind ihrer Favoritenrolle zum Auftakt des Sommer-Grand-Prix gerecht geworden. Vor mehreren tausend Zuschauern an der Adam-Malysz-Schanze in Wisla sorgten vor allem die starken Leistungen von Piotr Zyla und Gesamtweltcup-Sieger Kamil Stoch für einen viel umjubelten Heimsieg. Das polnische Quartett, außerdem bestehend aus Maciej Kot und Dawid Kubacki erzielte bei Sonnnschein und bestem Skisprung-Wetter am Samstagabend insgesamt 1073,3 Punkte und setzte sich damit gegen Deutschland (Karl Geiger, Stephan Leyhe, Andreas Wellinger, Richard Freitag; 1002 P.) und Norwegen (Halvor Egner Granerud, Marius Lindvik, Johann Andre Forfang, Robert Johansson; 998,1 P.) durch.

Die Gastgeber führten das Feld schon nach dem ersten Durchgang mit deutlichem Vorsprung vor Deutschland und Norwegen an. Am Ende standen 71,3 Punkte Vorsprung – Rekord.

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Die weitesten Sprünge des Tages gingen auf das Konto der Mannschaft von Cheftrainer Stefan Horngacher: Kamil Stoch legte im ersten Durchgang starke 135 Meter vor, sein Teamkollege Piotr Zyla sprang als Schlussspringer sogar noch einen Meter weiter.

Karl Geiger wieder bester DSV-Skispringer

Dass sich die deutsche Mannschaft am Ende einer spannenden Entscheidung den zweiten Platz vor Norwegen verteidigen konnte, lag maßgeblich an der erneut starken Leistung von Karl Geiger. Der Oberstdorfer, der am Vortag schon überraschend Dritter der Qualifikation wurde, erzielte mit 131 Metern den weitesten Sprung im Finale.

Noch deutlich Luft nach oben gelassen hat hingegen Andreas Wellinger. Der Olympiasieger von Pyeongchang musste sich mit Weiten von 120 und 123 Metern zufrieden geben.

Kraft und Schlierenzauer lassen Meter liegen

Hinter den drittplatzierten Norwegern folgte die Mannschaften aus Slowenien (Tilen Bartol, Bor Pavlovcic, Tomaz Naglic, Timi Zajc; 945,4 P.) und Japan (Yumu Harada, Naoki Nakamura, Yukiya Sato, Junshiro Kobayashi; 924,9 P.) auf den Plätzen vier und fünf.

Mehr ausgerechnet hat sich die österreichische Mannschaft (Andreas Kofler, Gregor Schlierenzauer, Michael Hayböck, Stefan Kraft; 923,4 P.), die nicht über den sechsten Platz hinauskam. Beim ersten Wettkampf unter Leitung des neuen Cheftrainers Andreas Felder offenbarten vor allem Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer und der in den vergangenen Jahren beste Österreicher Stefan Kraft noch einige Schwächen.

Finnland und Kasachstan scheiden aus

Weitere Punkte für die Nationenwertung sammelten außerdem Schweiz (Luca Egloff, Gregor Deschwanden, Andreas Schuler, Killian Peier; 885,7 P.) und Tschechien (Lukas Hlava, Vojtech Stursa, Cestmir Kozisek, Roman Koudelka; 806,1 P.) auf den Positionen sieben bzw. acht.

Die Mannschaften aus Finnland (Antti Aalto, Andreas Alamommo, Eetu Nousiainen, Jarkko Määttä; 361,8 P.) und Kasachstan (Nikita Devyatkin, Alexey Korolev, Sabirzhan Muminov, Sergey Tkachenko; 272,2 P.) sind nach dem ersten Durchgang ausgeschieden.

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Am Sonntag folgt in Wisla das erste Einzelspringen der Saison. Um 16:30 Uhr startet zunächst der Probedurchgang, um 17:30 Uhr (alles live bei skispringen.com) folgt der Wettkampf.

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