Norweger überrascht in der Vorausscheidung

„Raw Air“: Johann Andre Forfang gewinnt Qualifikation in Lillehammer

Mit dem Sieg in der Qualifikation für das erste Einzelspringen der Raw-Air-Tour sichert sich Johann Andre Forfang die Gesamtführung. Aus der deutschen Mannschaft landet nur Constantin Schmid in der Vorausscheidung unter den Top Ten.

Mit einem Sprung auf 137 Meter sicherte sich Johann Andre Forfang den Sieg in der Qualifikation zum Start der Raw-Air-Tour in Norwegen. Der Norweger erzielte auf der Olympiaschanze von 1994 in Lillehammer insgesamt 126,3 Punkte und setzte sich damit gegen Stefan Kraft aus Österreich durch, der auf 131 Meter (125,6 P.) kam. Den dritten Platz belegte mit Manuel Fettner (136 m; 125,3 P.) ein weiterer Skispringer aus Österreich.

Mit dem Qualifikationssieg übernimmt Forfang gleichzeitig die Gesamtführung der Raw-Air-Tour – denn neben den beiden Wertungssprüngen in den Einzel-Wettbewerben fließen auch die Qualifikationsdurchgänge in die Gesamtwertung ein.

Bei der in diesem Jahr wegen der Umbaumaßnahmen in Trondheim und der bevorstehenden Skiflug-WM in Vikersund verkürzten Ausgabe der Tour geht es um insgesamt 60.000 Euro, die zusätzlich zu den üblichen Weltcupprämien ausgeschüttet werden. Alleine der Gesamtsieger erhält zusätzlich 35.000 Euro.

DSV-Team qualifiziert: Nur Wellinger muss zittern

Die deutsche Mannschaft hat ihr Mindestziel erreicht und sich geschlossen für den ersten der insgesamt drei Wettbewerbe qualifiziert, die in die Raw-Air-Wertung einfließen. Als bester DSV-Skispringer belegte Constantin Schmid mit starken 131,5 Metern einen guten fünften Platz.

Bei teils schwierigeren Bedinungen mussten Karl Geiger (14.), Severin Freund (20.), Markus Eisenbichler (23.) und Stephan Leyhe (46.) vom Bakken, die sich aber ebenfalls für den Wettbewerb am Donnerstag qualifiziert haben.

Einzig Andreas Wellinger (50.), der für den zuletzt formschwachen Pius Paschke in die Mannschaft gerückt ist, musste mit 120,5 Metern um den Einzug in den Wettbewerb zittern. Am Ende profitierte der Olympiasieger von 2018 auch von Peter Prevc, der im Vorfeld positiv auf das Coronavirus getestet und ebenso wie Roman Koudelka nicht an den Start gegangen ist.

Österreich mannschaftlich stark

Hinter Fettner belegte Kamil Stoch den vierten Platz und führte damit ein starkes Mannschaftsergebnis der Polen an, die auch durch Dawid Kubacki (6.) und Piotr Zyla (11.) vorne vertreten waren.

Aus mannschaftlicher Hinsicht den besten Eindruck hinterlassen haben aber die Österreicher, die zu dritt unter den Top Ten gelandet sind: Neben Kraft und Fettner überzeugte auch Daniel Huber als Siebter. Nach einem starken Training Federn lassen musste hingegen Halvor Egner Granerud, der punktlich mit Cene Prevc aus Slowenien den achten Platz belegt hat.

» Event-Übersicht: Zeitplan & Infos zur „Raw Air“ in Lillehammer

Am Donnerstag steht um 14:30 Uhr zunächst der Probedurchgang auf dem Programm, bevor es ab 16 Uhr (alles live bei skispringen.com) wieder um wichtige Weltcuppunkte geht.

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Über Marco Ries 770 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

7 Kommentare

  1. Wie Wellinger nur um Wettkampf weil Prevc nicht gestartet ist? Aber hier wurde doch von ein paar Leuten getönt,dass er besser als Paschke ist… da habe ich aber nix davon gesehen.Paschke wäre auch net schlechter gewesen.

    • Verstehe nicht warum man nicht Justin lisso mal eine Chance gibt. Der war in seinen Weltcup Auftritten wirklich gut und war jetzt auch echt besser als Wellinger im coc. Im Gegensatz zu Wellinger hätte der gute Chancen auf einen zweiten Durchgang.

      • Glaube kaum dass Lisso Chancen auf den zweiten Durchgang hätte war im COC meistens Mittelmaß, jetzt einmal vierter geworden. Der ist viel zu inkonstant und war in Garmisch 43. Ich glaube dem lag einfach nur die Titisee Schanze.

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