Raw Air in Lillehammer

Raw Air: Kamil Stoch gewinnt Qualifikation in Lillehammer

Kamil Stoch springt auch in Lillehammer in seiner eigenen Liga: In der Qualifikation für den nächsten Wettbewerb der „Raw Air“-Tour setzt sich der Pole deutlich gegen Kubacki und Johansson durch. Die deutschen Skispringer enttäuschen.

Kamil Stoch bleibt der dominierende Skispringer bei der „Raw Air“-Tour. Der dreimalige Olympiasieger aus Kamil Stoch dominierte die Qualifikation am Montagabend in Lillehammer und deklassierte die Konkurrenz einmal mehr deutlich.

Der Pole hat noch nicht einmal einen idealen Absprung erwischt, segelte der Konkurrenz mit der klaren Tagesbestweite von 139,5 Metern aber in beeindruckender Manier davon. Auf der Olympiaschanze von 1994 erzielte Stoch insgesamt 153,3 Punkte und setzte sich damit deutlich gegen Landsmann Dawid Kubacki (131,5 m; 136,4 P.) und den Norweger Robert Johansson (131 m; 136,3 P.) durch.

DSV-Skispringer verlieren den Anschluss

Alle sieben DSV-Skispringer haben sich für den Wettbewerb qualifiziert, doch keiner von ihnen konnte im Kampf um die vorderen Plätze mitmischen. Einzig der Oberstdorfer Karl Geiger dürfte mit 128 Metern und einem elften Platz noch zufrieden sein. Der in der „Raw Air“-Gesamtwertung am aussichtsreichsten platzierte Andreas Wellinger kam nicht über 124,5 Meter und den 22. Platz hinaus. Als Gesamt-Achter bleibt der Ruhpoldinger damit bester Deutscher, der Rückstand auf den dominierenden Stoch ist inzwischen aber deutlich angewachsen.

» Liveblog-Nachlese: So lief die Qualifikation in Lillehammer

Teamkollege Richard Freitag belegte nach starken Trainingsleistungen als zweitbester Deutscher mit 122 Metern nur den 19. Platz. Auch David Siegel (25.), Markus Eisenbichler (27.), Stephan Leyhe (28.) und Andreas Wank (36.) sind am Dienstag startberechtigt.

Prevc überraschend stark, Kraft Sechster

Mit Andreas Stjernen als Vierter präsentierte sich neben Johansson ein weiterer Norweger stark, wenngleich die Mannschaft von Alexander Stöckl weniger dominant aufgetreten ist als zuletzt am Holmenkollen.

Der Slowene Peter Prevc machte mit 132 Metern und dem fünften Platz deutlich, dass er seinen Aufwärtstrend fortsetzt. Hinter dem vor zwei Jahren noch dominierenden Skispringer landete Vorjahressieger Stefan Kraft als bester Österreicher auf dem sechsten Platz. Auch Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer (9.) landete wieder unter den Top Ten.

Ein kleines Erfolgserlebnis feierte der Bulgare Vladimir Zografski, der noch vor Schlierenzauer den achten Platz belegt hat.

Hilde qualifiziert für letzten Wettkampf

Den letzten Wettkampf seiner Karriere wird Tom Hilde am Dienstag bestreiten. Der 30-jährige Norweger, der im Vorfeld angekündigt hatte, seine Karriere im Rahmen der „Raw Air“-Tour zu beenden, hat sich mit 117,5 Metern und Platz xxx für den ersten Wertungsdurchgang qualifiziert. Bei den weiteren Wettkämpfen in Trondheim und Vikersund wird Hilde nicht mehr am Start sein, weil Norwegens Cheftrainer Alexander Stöckl hierfür keine nationale Gruppe nominieren darf.

22 der insgesamt 72 Athleten wurden in der Qualifikation aussortiert. Neben den Nowegern Joacim Oedegaard Bjoereng (55.), Andreas Granerud Buskum (57.) und Joakim Aune (58.) erwischte es auch den Österreicher Daniel Huber (54.).

Stoch zieht davon

Kamil Stoch konnte mit der Qualifikation seinen Vorsprung in der „Raw Air“-Gesamtwertung weiter ausbauen, liegt nach sechs von insgesamt 16 Wertungssprüngen mit insgesamt 835,1 Punkten vor Johansson (811,6) und Forfang (787,5).

» Alle Termine im Überblick: Raw Air wird in Lillehammer fortgesetzt

„Raw Air“ wird am Dienstag mit dem Einzelspringen in Lillehammer fortgesetzt. Um 16 Uhr startet zunächst der Probedurchgang, um 17 Uhr (alles live bei skispringen.com) folgt der zweite Einzel-Wettkampf der Tour.

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Über Marco Ries 504 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

19 Kommentare

  1. Top Kamil wieder den Rest sowas von deklassiert. Bei gleichen Bedingungen ist er einfach nicht zu schlagen in Moment. Ich dachte die Österreicher wären wieder da?

  2. Bravo Kamil !

    Enttäuscht bin ich von den Ösis… sie finden den „Anschluss“ einfach nicht,sogar zum Jubiläum. 😀

    Der Rest sind nur Statisten

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