Erstes Podest für Freitag

Silvester-Tournee: Tages- und Gesamtsieg für Eva Pinkelnig in Ljubno – Erstes Weltcup-Podium für Selina Freitag

Foto: Jure Makovec / Ljubno FIS Ski Jumping World Cup Women (Facebook)

Mit ihrem dritten Tagessieg macht Eva Pinkelnig ihren Gesamtsieg bei der Silvester-Tournee perfekt. Selina Freitag bejubelt ihren ersten Weltcup-Podestplatz, große Sorgen macht sich der Tross hingegen um Ursa Bogataj.

Eva Pinkelnig heißt die Gesamtsiegerin der 2. Silvester-Tournee. Mit ihrem dritten Tagessieg im vierten Springen krönte sich die Österreicherin zur besten Springerin der Tournee. 93,5 und 89,5 Meter bescherten ihr 253,4 Punkte und damit ihren siebten Weltcupsieg. Zweite wurde die Siegerin des Vortages, Anna Odine Stroem aus Norwegen, mit 91,5 und 88 Metern und 250,4 Punkten. Auf Rang drei und damit erstmals im Weltcup auf dem Podest landete DSV-Skispringerin Selina Freitag mit zwei Mal 88,5 Metern und 246 Punkten.

„Ich bin überwältigt vom Ereignis und der ganzen Unterstützung, die mich erreicht. Die letzten Tage waren sehr intensiv, haben aber auch sehr viel Spaß gemacht“, sagte sie überglücklich nach dem Springen. Vierte wurde die Kanadiern Alexandria Loutitt, die damit ihr bestes Karriereergebnis einstellte. Teamkollegin Abigail Strate, die ebenfalls bei zwei vierten Plätzen steht, sprang als Achte ebenfalls unter die Top Ten. Mit Nika Kriznar und Ema Klinec auf den Positionen fünf und neun landeten ebenfalls zwei Springerinnen aus dem slowenischen Team, das sichtbar unter Druck stand, in den Spitzenrängen.

Große Sorge um Ursa Bogataj

Überschattet wurde der Wettkampf von einem schweren Sturz von Ursa Bogataj. Die slowenische Sportlerin des Jahres 2022 sprang im ersten Durchgang auf 89,5 Meter und stürzte bei der Ausfahrt so schwer, dass sie nicht aufstehen konnte. Zunächst wurde sie mit einer Trage abtransportiert und mit Verdacht auf einer Verletzung im linken Knie in ein Krankenhaus in Ljubljana gebracht, wie der slowenische Rundfunk ‚RTV Slovenija‘ berichtete. Bereits in der Qualifikation verzichtete die Polin Nicole Konderla auf ihren Start, da sie laut eigener Aussage an wiederkehrenden Schmerzen am rechten Schienbein leidet.

Lara Malsiner aus Italien lag nach dem ersten Durchgang noch auf Rang drei, musste sich nach einem etwas schwächeren zweiten Sprung mit Rang sechs zufrieden geben, was dennoch ihr bestes Saisonergebnis war. Anna Rupprecht konnte als Siebte ihre derzeit gute Form wieder unter Beweis stellen. Sara Takanashi war einmal mehr beste Japanerin und wurde Zehnte. Katharina Althaus tat sich erneut etwas schwerer als erwartet und kam nicht über Rang 14 hinaus, Luisa Görlich belegte Platz 22. Mit Sara Marita Kramer (16.), Chiara Kreuzer (17.) und Jacqueline Seifriedsberger (23.) sprangen drei weitere ÖSV-Springerinnen in die Punkte.

Schweiz punktet doppelt

Grund zur Freude gab es für das kleine Schweizer Team, denn erstmals sprangen sowohl Sina Arnet (27.) als auch Emely Torazza in die Top 30. Für Torazza waren die zwei Weltcuppunkte für Rang 29 die ersten in ihrer Karriere. Einen kuriosen Abschluss ihrer persönlichen Silvester-Tournee legte derweil Daniela Haralambie hin: Die Rumänin kam zum vierten Mal in den vier Springen über die Lucky Loser weiter und wurde 20.. Mit Ajda Kosnjek (37.) und Nika Krasovic (42.) fuhren zwei Sloweninnen ihre besten Weltcupergebnisse ein, wenngleich sie keine Punkte holen konnten.

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Für ihren Gesamtsieg erhielt Eva Pinkelnig 20.000 Schweizer Franken Preisgeld und eine goldene Eule als Trophäe. Sie ist nach Sara Marita Kramer, die die Premiere der Silvester-Tournee im vergangenen Jahr gewann, nun die zweite österreichische Gesamtsiegerin.

Weiter geht es für die Damen dann ab dem 6. Januar in Sapporo. Auf der Großschanze der Olympischen Spiele 1972 stehen am Freitag die Qualifikation sowie am Samstag und Sonntag je ein Einzelspringen an (alles live bei skispringen.com).

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Über Luis Holuch 385 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und auch die Continentalcup-Finals in der Nordischen Kombination.

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