Ehemaliger Vierschanzentournee-Sieger

Thomas Diethart schwer gestürzt – Intensivstation!

Foto: GEPA

Thomas Diethart ist beim ersten Schneetraining in Ramsau am Dachstein schwer gestürzt. Der ehemalige Vierschanzentournee-Sieger liegt nun auf der Intensivstation. Beim Österreicher wurden u.a. eine Gehirneinblutung sowie eine Lungenquetschung diagnostiziert.

Schock im Lager der österreichischen Skispringer: Im Rahmen des ersten Schnee-Vorbereitungskurses der Continentalcup- sowie FIS-Cup-Mannschaften in Ramsau am Dachstein verlor Diethart kurz nach dem Absprung die Kontrolle über sein Flugsystem und krachte auf den Vorbau der Schanzenanlage.

Wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Mittwoch mitteilte, sei der Vierschanzentournee-Sieger der Saison 2013/2014 kurz bewusstlos gewesen und und mit dem Rettungshubschrauber ins Diakonissenkrankenhaus Schladming eingeliefert worden. Dort wird der 25-Jährige auf der Intensivstation überwacht. Sein Zustand sei laut Mitteilung des Verbands aber „nicht besorgniserregend“.

Gehirneinblutung und Lungenquetschung

Bei einer ersten Untersuchung wurde eine schwere Gehirnerschütterung mit leichter Einblutung ins Gehirn, eine Lungenquetschung, starke Abschürfungen und eine Rissquetschwunde im Gesicht diagnostiziert. Diethart sei inzwischen bei Bewusstsein, werde aber mindestens bis Donnerstag unter intensiver Beobachtung bleiben.

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Am Donnerstag soll eine weitere CT-Untersuchung erfolgen. Danach wollen die Ärzte über das weitere Vorgehen entscheiden.

Für Diethart ist es bereits der zweite schwere Sturz. Ende Februar 2016 stürzte der Niederösterreicher schwer und zog sich schwere Gesichtsverletzungen sowie Prellungen an Wirbelsäule, Lunge und Niere zu. Zuletzt sprang Thomas Diethart seiner früheren Form hinterher und startete lediglich im FIS-Cup.

Über Marco Ries 508 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

10 Kommentare

  1. ….und ich wünsche ihm dass er zur Erkenntnis gelangt dass Schispringen doch nicht das Richtige für ihn ist – so Leid es mir tut – aber nach zwei so schweren Stürzen – und vorher keine Leistung – ( Sieger der Vierschanzen 2014 bleibt er) …aber auf jeden Fall wünsche ich ihm eine gute Besserung –

    • Er ist offensichtlich verunsichert. Er muss einfach wieder Freude am Skispringen haben und darf sich nicht zu viele Gedanken machen. Dann gehts oft von alleine.

  2. Als Skisprungfan bin ich tief erschüttert, bin mit guten Gedanken bei Thomas, es ist und bleibt eine Risikosportart, Fehler im Sprungsystem und Windeinflüsse können fatale Folgen haben.
    Dir Thomas eine gute Gesundung innerlich wie äusserlich !!!

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