Vor Grand-Prix-Finale: ÖSV-Adler im Windkanal

Stefan Kraft bei der Suche nach der idealen Anfahrtsposition im Windkanal. Foto: Kotlaba

Wenige Tage vor dem Finale des Sommer-Grand-Prix in Hinzenbach und Klingenthal bereiten sich die österreichischen Skispringer im Windkanal vor. Cheftrainer Heinz Kuttin sieht vor dem Winter aber noch einen langen Weg vor sich.

Wenige Tage bevor der Sommer-Grand-Prix mit den letzten beiden Wettbewerben im österreichischen Hinzenbach (30.09.-01.10.2016) und im deutschen Klingenthal (02.10.2016) zu Ende geht, bereiteten sich die österreichischen Skispringer im Windkanal auf die neue Saison vor. Im Klimawindkanal der RTA in Wien wird normalerweise an den aerodynamischen Anforderungen von Zügen geforscht, diesmal stand aber die richtige Flugposition von Kraft, Hayböck und Co. im Mittelpunkt.

Spezialtraining vor dem Heimspringen

Neben viel Flugzeit bestand bei Windgeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern auch die Möglichkeit, das eine oder andere Detail in Hinblick auf die anstehende WM-Saison zu testen. Zudem nutzte die Mannschaft von Cheftrainer Heinz Kuttin die Möglichkeit für ein Abschlusstraining in Hinzenbach, wo sich in wenigen Tagen die internationale Weltelite der Skispringer misst.

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„Wir haben mit dem Tag im Windkanal noch einmal ein Spezialtraining eingeschoben. Vielleicht hat das ja die letzten Prozent gebracht, damit es für mich mit dem ersten Stockerlplatz in Hinzenbach klappt“, sagte Michael Hayböck vor seinem Heimspringen. Stefan Kraft, mit Platz acht bester Österreicher der Grand-Prix-Gesamtwertung: „Die Flüge im Windkanal sollten uns wieder einen weiteren Schritt zum optimalen Flugsystem gebracht haben.“

Zwölf Skispringer in Hinzenbach am Start

Neben Kraft und Hayböck schickt der Österreichische Skiverband beim Heimspringen in Hinzenbach zehn weitere Athleten an den Start. Cheftrainer Kuttin nominierte neben den aktuell besten Österreichern auch Manuel Fettner, Markus Schiffner, Clemens Aigner, Philipp Aschenwald, Andreas Kofler, Clemens Leitner, Max Steiner, Ulrich Wohlgenannt, Janni Reisenauer und Daniel Huber.

Kuttin: „Arbeit ist noch lange nicht beendet“

„Hinzenbach ist ein würdiger Vertreter als Sommer-Grand-Prix-Veranstalter. Die Energie-AG-Arena ist für das österreichische Skispringen enorm wichtig um die Ausbildung und die Weiterentwicklung der jungen Talente in der Region Oberösterreich für die Zukunft zu sichern“, erklärte Heinz Kuttin am Dienstag. „Sportlich gesehen, sind wir mit dem bisherigen Sommer recht zufrieden. In der ersten Wettkampf-Periode haben sich unsere Top-Springer sehr gut präsentiert. Mit Clemens Aigner und Markus Schiffner konnten auch zwei Newcomer für Platzierungen in den Top Ten sorgen. Einige Steine haben wir bereits ins Rollen gebracht, die Arbeit ist aber noch lange nicht beendet.“

Über Marco Ries 403 Artikel

Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

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