Dichter Nebel und vor allem wechselhafter Wind sorgen für Schwierigkeiten zum Auftakt des Weltcup-Wochenendes in Willingen: Mit nur 0,6 Punkten Vorsprung sichert sich das slowenische Mixed-Team mit den Prevc-Geschwistern den Sieg knapp vor Deutschland.
Die slowenische Mannschaft sicherte sich den Sieg beim zweiten Mixed-Teamspringen der diesjährigen Weltcup-Saison. Das Quartett mit Nika Vodan, Timi Zajc, Nika Prevc und Domen Prevc erzielte am Freitagabend in Willingen insgesamt 295,4 Punkte und setzte sich in einer knappen Entscheidung mit nur 0,6 Zählern Vorsprung gegen die deutschen Gastgeber durch, die mit Anges Reisch, Karl Geiger, Selina Freitag und Philipp Raimund 294,8 P.) erzielt hat. Das japanische Quartett (Sara Takanashi, Ren Nikaido, Nozomi Maruyama, Ryoyu Kobayashi; 277,8 P.) belegte dahinter den dritten Platz.
Nur ein Durchgang: Raimund mit langer Wartezeit
Schon früh an diesem Tag war klar, dass es kein einfacher Wettkampf zum Auftakt des langen Skisprungwochenendes an der Mühlenkopfschanze werden würde: Im Laufe des Tages hat sich dichter Nebel an der Schanze breit gemacht, doch vor allem die enorm wechselhaften Windbedingungen haben während des Wettbewerbs dann für längere Verzögerungen und Probleme gesorgt.
Mit am deutlichsten hat das Philipp Raimund zu spüren bekommen, der gleich viermal den Startbalken verlassen und deutlich über zehn Minuten auf seinen Sprung warten musste. „Ich spüre meine Beine nicht mehr“, sagte der 25-Jährige direkt nach seinem Sprung auf 121 Meter in die Fernsehkameras.
Deutschland zunächst in Führung
Zu diesem Zeitpunkt lag die deutsche Mannschaft vor heimischem Publikum noch überraschend in Führung. Nachdem Agnes Reisch bei schwierigen Windbedingungen vom Bakken musste, sorgten vor allem Karl Geiger und Selina Freitag mit 125 und 132 Metern für einen zwischenzeitlich durchaus komfortablen Vorsprung. Doch bei den zunehmend schwierigeren Bedingungen hatte am Ende Raimund im Duell mit dem frisch gekürten Skiflug-Weltmeister Domen Prevc das Nachsehen, der auf 128,5 Meter kam und seiner Mannschaft damit den Sieg gesichert hat.
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Der erste Durchgang mit Start um 16:10 Uhr hat sich dann deutlich über eineinhalb Stunden bis fast 18 Uhr gezogen – kein Wunder also, dass sich die Jury daraufhin entschieden hat, den zweiten Durchgang abzusagen und nur diesen einen zu werten.
Österreich deutlich am Podest vorbei
Die österreichischen Skispringer hatten bei der Windlotterie hingegen ein weniger glückliches Händchen und haben den erhofften Podestplatz mit deutlichem Rückstand als Vierter klar verpasst. Während Schlussspringer Stefan Kraft trotz ebenfalls langer Wartezeit am Anlauf auf starke 133 Meter kam, hatte vor allem Lisa Eder zuvor zu kämpfen und landete schon nach 104,5 Metern. Auch Daniel Tschofenig ließ mit 117 Metern wertvolle Punkte liegen.
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Die Mannschaft von Cheftrainer Andreas Widhölzl landete damit aber noch vor den Norwegern, die sich bei der Olympia-Generalprobe dieses Wettkampfformats mit dem fünften Platz zufrieden geben mussten. Vor allem Johann Andre Forfang blieb mit nur 96,5 Metern trotz schwieriger Verhältnisse deutlich hinter den Erwartungen.
Die Teams aus Frankreich und Finnland belegten die Plätze sieben bzw. acht. Die US-Amerikaner hätten nach dem neunten Platz einen zweiten Durchgang hingegen verpasst.
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Am Samstag tragen die Skispringerinnen zuerst ihr ersten von zwei Einzelspringen an diesem Wochenende ab 13:15 Uhr aus. Die Männer sind um 16 Uhr an der Reihe und tragen bereits um 11:45 Uhr (alles live bei skispringen.com) ihren Qualifikationsdurchgang aus.
Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

Čast, kjer si čast zasluži
čestitke za zmago
si in vedno boš najboljši
PS: Bitte dann kein Windlotteri beim Qlympia