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WM-Favoritin Maren Lundby: „Herausforderung annehmen und attackieren“

Foto: GEPA

Neun Siege aus 17 Weltcup-Springen, ein komfortabler Vorsprung im Gesamtweltcup und eine absolute Top-Form machen Maren Lundby zur großen Favoritin bei der WM in Seefeld. Bei skispringen.com spricht die Norwegerin über ihre Vorbereitung und Ziele.

Sie hat mehr als die Hälfte der Weltcup-Skispringen in dieser Saison gewonnen und im Gesamtweltcup die Führung inne – kein Wunder also, dass Maren Lundby als Top-Favoritin für die Weltmeisterschaft in Seefeld gilt. Was sie so stark macht, wie sie in dieses Großereignis geht und was sie sich vorgenommen hat, hat die Norwegerin skispringen.com-Redakteur Luis Holuch im Exklusiv-Interview nach dem Weltcup in Oberstdorf verraten.

Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch, Maren! Zwei Schanzenrekorde und der Doppelsieg in Oberstdorf. War es ein perfektes Wochenende für Dich?

Maren Lundby: Vielen Dank! Ja, das war ein perfektes Wochenende. Gerade der Wettkampf am Sonntag war großartig, es gab viele weite Sprünge. Es hat wirklich großen Spaß gemacht, in Oberstdorf auf der Großschanze zu springen. Und nun freue ich mich auf die Weltmeisterschaft in Seefeld.

Das ist genau das Stichwort. Wie sieht denn nun Deine Vorbereitung aus?

Lundby: Wir haben ja nun eine Woche Zeit und werden sie nutzen für einige Trainingssprünge aber auch Regenerationsphasen. Diese Mischung wird gut passen, schließlich waren wir jetzt auch einige Wochen permanent unterwegs.

„Wir haben lange dafür gekämpft, aber nicht damit gerechnet“

In Seefeld geht es ja für Euch zunächst mit dem Team-Wettkampf los. Hast Du erwartet, dass es dieser Wettkampf doch noch ins Programm schafft oder warst Du auch überrascht?

Lundby: Nein, keineswegs. Für mich kam das auch sehr überraschend. Wir haben zwar lange dafür gekämpft, aber nicht damit gerechnet, dass das noch passieren wird. Aber es war eine großartige Nachricht. Ich bin sehr glücklich darüber und verspüre große Vorfreude auf diesen Wettkampf. Und ich denke, wir als Team haben durchaus eine Chance auf eine Medaille.

Würdest Du denn sagen, dass Du Dir in jedem Wettbewerb in Seefeld Chancen auf eine Medaille ausrechnest?

Lundby: Ja, das würde ich schon sagen. Voraussetzung dafür ist, dass wir und ich natürlich auch immer die besten Sprünge abrufen. Im Einzel sowieso, aber auch im Damen-Team und auch im Mixed-Team.

Du wirst ja nicht müde zu betonen, dass Dich insbesondere die Leistungen der deutschen Springerinnen stark machen und Du am Wettkampf wächst. Ist das alleine Dein Erfolgsrezept oder gibt es da noch mehr?

Lundby: (schmunzelt) Puuuh, schwierige Frage. Also es ist auf jeden Fall ein großer Teil, dieser Wettstreit macht mich schon besser. Aber ich bringe sicherlich auch gute Eigenschaften mit: Ich kann am Schanzentisch richtig pushen und auch in der Luft mit guter Aerodynamik Weite erzeugen. Wenn das alles passt, habe ich eine gute Flugkurve – das sind meine Stärken.

„Ich bin in Seefeld noch nie gesprungen“

Kennst Du denn die Schanze in Seefeld?

Lundby: Nein, ich bin dort noch nie gesprungen. Aber es sollte eine Normalschanze sein. (lacht)

(lacht) Das hoffe ich doch mal!

Lundby: (lacht) Sie wird wohl keine ganz großen Besonderheiten haben. Wie bei jeder neuen Schanze werde ich die Herausforderung annehmen, mich auf die Schanze einschießen und attackieren. Und dann sehen wir, wofür es reichen wird.

Herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg in Seefeld!

Über Luis Holuch 66 Artikel
Ist seit Kindesbeinen an sport- und skisprungverrückt. Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig.

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