Deutlicher Sieg vor Aigro

Jason Colby verteidigt US-Titel auf der Großschanze – Alexa Brabec gewinnt bei den Frauen

Foto: imago / GEPA pictures

Jason Colby verteidigt in Lake Placid seinen US-Titel auf der Großschanze. Bei den Frauen triumphiert die Kombiniererin Alexa Brabec mit großem Vorsprung.

Jason Colby bleibt die Nummer eins im US-Skispringen. Mit Sprüngen auf 131 und 126,5 Meter gewann der 20-Jährige am Samstag auf der Großschanze in Lake Placid (HS 128) mit 329 Punkten und wiederholte damit seinen Titelgewinn aus dem Vorjahr. Den zweiten Platz belegte der Este Artti Aigro (125 und 122 m; 309,6 P.), der eng mit der US-Mannschaft zusammenarbeitet und damit Teil der Konkurrenz war. Die offizielle Silbermedaille ging an den drittplatzierten Tate Frantz (120 und 112,5 m; 282,5 P.), Bronze an Henry Loher (118 und 115, 280, P.).

Bei den Frauen setzte sich Alexa Brabec (123 und 115,5 m; 251,0 P.) vor Annika Malacinski (115 und 103 m; 216,6 P.) und Josie Johnson (115,5 und 102 m; 212,2 P.) durch.

Colby mit der weitesten Weite des Tages

Schon im ersten Durchgang machte Colby klar, wer in Lake Placid der Favorit ist. Seine 131 Meter waren die größte Weite des Wettbewerbs, auch im Finale ließ er mit 126,5 Metern nichts mehr anbrennen. Am Ende betrug sein Vorsprung auf Aigro 19,4 Punkte, auf Frantz sogar 46,5 Punkte.

Erst im September hatte Colby in Rasnov als erster US-Amerikaner ein Springen des Sommer-Grand-Prix gewonnen, nachdem er dort am Vortag bereits Zweiter geworden war. Auch im vergangenen Winter war er der beste US-Amerikaner, mit 147 Punkten beendete er den Gesamtweltcup als 35.

Kevin Bickner, mit zweimal 113 Metern Fünfter, folgte vor Niklas Malacinski, der im ersten Durchgang mit 127,5 Metern die zweitgrößte Weite gezeigt hatte, im Finale aber zurückfiel. Arthur Tirone, Sawyer Graves, Eli Larkin und der Kanadier Mitchell Penning komplettierten die Top Ten.

Die US-Meisterschaften werden am Sonntag in Lake Placid mit den Titelentscheidungen auf der Normalschanze fortgesetzt. Dort gehen Tate Frantz und Alexa Brabec als Titelverteidiger an den Start, Colby hatte im Vorjahr hinter Frantz Platz zwei belegt.

Auch interessant: Domen Prevc sorgt in Klingenthal für einen spektakulären Sprung – doch am Ende steht für den Slowenen eine bittere Disqualifikation. Noch schwerer wiegt eine weitere Konsequenz, die ihn bis in die neue Weltcup-Saison begleiten wird.

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