Während die Top-Skispringer um Granerud, Forfang und Lindvik nahezu chancenlos sind, geht der norwegische Meistertitel am Samstag in Oslo überraschend an einen Außenseiter. Die Entscheidung fällt in nur einem Durchgang.
Mit einem Sprung auf 98 Meter sicherte sich Isak Andreas Langmo (98 m; 132,6 P.) auf der Normalschanze in Oslo den norwegischen Meistertitel. Silber ging an Sindre Ulven Joergensen (101 m; 130,3 P.), Bronze an Adrian Thon Gundersrud (94,5 m; 128 P.). Die Entscheidung fiel in nur einem Wertungsdurchgang, weil der zweite aufgrund des zunehmenden Windes abgesagt werden musste.
Granerud, Forfang und Lindvik deutlich zurück
Die bekannten Namen spielten im Kampf um den Titel hingegen keine Rolle: Titelverteidiger Halvor Egner Granerud, früherer Gesamtweltcup-Sieger, landete bei 89,5 Metern und kam damit nicht über den fünften Platz hinaus. Johann Andre Forfang wurde Neunter, Marius Lindvik Zwölfter.
Auch die übrigen Kaderspringer blieben weit zurück: Kristoffer Eriksen Sundal wurde nur 18., Benjamin Oestvold nur 29.
Dabei hatte Joergensen den weiteren Sprung gezeigt, er landete drei Meter weiter als Langmo bei 101 Metern. Bei gleicher Luke und identischen Haltungsnoten waren am Ende vor allem die Windbedingungen bzw. entsprechenden Kompensationspunkte ausschlaggebend.
Akershus gewinnt Team-Titel
Bereits am Freitag hatte Akershus den Teamtitel geholt. Das Quartett mit Sindre Ulven Joergensen, Halvor Egner Granerud, Adrian Thon Gundersrud und Marius Lindvik setzte sich mit insgesamt 1262,1 Punkten gegen Soer-Troendelag (Bendik Jakobsen Heggli, Alvin Le, Jo Roemme Mellingsaeter, Isak Andreas Langmo; 1244,2 P.) und Oslo (Leonard Fageraas, Sindre Nilsen Nicolai, Kristoffer Eriksen Sundal; 1141,5 P.) durch.
Das Einzel der Frauen wurde wegen des starken Windes auf Sonntag verschoben. Dann soll am Midtstubakken in der norwegischen Hauptstadt auch noch ein Mixed-Wettbewerb stattfinden.

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