Kubacki feiert Heimsieg

European Games 2023: Philipp Raimund gewinnt Bronze auf der Großschanze

Foto: Tobias Reetz / Team Deutschland

Vor heimischem Publikum gewinnt Dawid Kubacki mit dem Großschanzen-Einzel in Zakopane das letzte Springen bei den European Games 2023. Wie schon am Vortag gibt es für Deutschland eine Bronzemedaille zu bejubeln.

Besser hätten die Skispringen bei den European Games 2023 für die polnischen Gastgeber kaum enden können: Dawid Kubacki sicherte sich am Samstagabend mit Sprüngen auf 139 und 134,5 Metern und 279,1 Punkten die letzte Goldmedaille, die in dieser Disziplin vergeben wurde. Auf dem Weg zum Heimsieg überholte er im Finale noch den bis dato führenden Jan Hörl. Der Österreicher kam auf 140 und 130 Meter und 273 Punkte und landete damit auch im zweiten Einzel der Woche auf dem Silberrang. Bronze bejubelte derweil DSV-Skispringer Philipp Raimund, der 138 und 132,5 Meter und 271,8 Punkte erzielte.

Während Team Deutschland also mit zwei Bronzemedaillen die European Games abschloss, musste Normalschanzen-Sieger Daniel Tschofenig mit Rang vier vorliebnehmen. In den Top Ten landeten mit Piotr Zyla (Siebter) und Aleksander Zniszczol (Zehnter) zwei weitere Polen, mit Marius Lindvik und Robert Johansson auf den Plätzen fünf und acht die beiden besten Norweger. Anze Lanisek wurde als Sechster einmal mehr bester Slowene, während Fatih Arda Ipcioglu aus der Türkei mit Rang neun für die größte Überraschung sorgte.

Nicht nur der Türke Ipcioglu überrascht

Gregor Deschwanden wurde zwar erneut bester Schweizer, konnte als Elfter aber nicht an seine starke Leistung von der Normalschanze anknüpfen, auf der er noch Bronze holte. Ein starkes Resultat erzielte derweil der Ukrainer Yevhen Marusiak mit Rang 13. Der drittbeste Österreicher Manuel Fettner fiel als 15. wenig auf, selbiges galt für den drittbesten Deutschen Constantin Schmid auf Platz 19. Umso bemerkenswerter war dagegen der Auftritt von Felix Hoffmann, der sich im Finale von Rang 28 auf 17 vorkämpfen konnte.

Auch anderen Springern gelang eine ähnliche Aufholjagd: Die größte gelang Laniseks Teamkollegen Timi Zajc mit 134,5 Metern und 13 Plätzen von Rang 27 auf 14. Eetu Nousiainen kämpfte sich mit 135 Metern von Platz 30 auf 18 vor. Einen etwas kleineren Sprung nach vorne legte sein Landsmann Niko Kytösaho mit acht Plätzen von 29 auf 21 hin. Umgekehrt verlor sein Teamkollege Vilho Palosaari im Finale neun Positionen und wurde so 30.. Ähnlich viel verloren Luca Roth und Artti Aigro (Estland) mit acht Plätzen, wodurch sie 26. und 27. wurden. Lokalmatador Kamil Stoch fiel von Platz 22 auf 29 zurück.

Kein Finale für Kos und Müller

Keinen zweiten Sprung gab es hingegen für Lovro Kos, der als einziger Slowene schon nach dem ersten Durchgang ausschied. 0,3 Punkte fehlten ihm als 31. zum Weiterkommen. Auch die Österreicher mussten in Person von Markus Müller (33.) einen Ausfall verkraften. Umso überraschender kam dagegen Hektor Kapustik aus der Slowakei ins Finale. Mit 125 und 126,5 Metern wurde der 16-Jährige starker 23. und toppte damit noch die Leistung seiner Landsfrau Tamara Mesikova, die im Frauen-Einzel tags zuvor 30. geworden war.

Die nächsten Sommerskispringen auf Weltklasseniveau steigen am 29. und 30. Juli im französischen Courchevel. Auf der Olympiaschanze von 1992 finden sowohl für die Frauen als auch für die Männer die beiden ersten Einzel im Rahmen des Sommer-Grand-Prix statt (alles live bei skispringen.com).

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Über Luis Holuch 526 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und die Continentalcup-Finals der Nordischen Kombination.

7 Kommentare

  1. Schön, dass Kubacki wieder zurück ist! Schade nur, dass man von diesen Wettbewerben, außer hier, gar nichts mitbekommt.

    • Freund:
      Jeder Sieg oder auch gute Platzierungen geben aber auch Selbstvertrauen und mentale Stärke für andere Wettbewerbe…

  2. Mit welcher Begründung ist Constantin Schmid eigentlich noch im A-Kader? Da gäbe es bestimmt welche die genauso gut sind.

    • Constantin hatte eine gute Saison letzten Winter. Deutlich besser als die davor! Damit ist er einer der wenigen deutschen Weltcupspringer mit Aufwärtstendenz, die ‚Neuen‘ mal nicht eingerechnet.

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