Skifliegen im AllgÀu

Kamil Stoch fliegt in Oberstdorf zum ersten Saisonsieg

Kamil Stoch feiert beim letzten von drei Skifliegen an diesem Wochenende seinen ersten Saisonsieg. Im Schneetreiben von Oberstdorf tun sich die deutschen Skispringer um Markus Eisenbichler schwer. Ryoyu Kobayashi fĂ€llt im Finale zurĂŒck.

Lange musste Kamil Stoch in diesem Winter darauf warten, so oft war er kurz davor. Doch erst jetzt, beim 19. Einzelspringen dieser Saison sicherte sich der polnische Superstar seinen 32. Weltcupsieg, den ersten der aktuellen WM-Saison.

Beim letzten von drei Skiflug-Weltcups am langen Wochenende von Oberstdorf erzielte Stoch mit FlĂŒgen auf 214,5 und 227,5 Meter insgesamt 413,2 Punkte und setzte sich damit gegen den Russen Evgeniy Klimov (220,5 und 223,5 m; 407,9 P.) durch. Mit Dawid Kubacki (207 und 228,5 m; 405,4 P.) folgte ein weiterer Springer der an diesem Tag bĂ€renstarken polnischen Mannschaft.

Kobayashi fĂ€llt im Finale zurĂŒck

Zur Halbzeit deutete noch alles auf den nĂ€chsten Sieg von Ryoyu Kobayashi hin. Der 22-jĂ€hrige Japaner lag nach dem ersten Durchgang vor ĂŒber 9.000 Zuchauern in FĂŒhrung. Im Finaldurchgang ließ Kobayashi mit 206 Metern aber Federn, fiel auf den neunten Platz zurĂŒck.

Eisenbichler fĂ€llt zurĂŒck, Freitag und Wellinger enttĂ€uschen

Markus Eisenbichler ist es beim dritten Skifliegen des Wochenendes nicht gelungen, an die starken Leistungen der Vortage anzuknĂŒpfen. Zur Halbzeit noch mit dem sechsten Platz in Lauerstellung gelegen, fiel der Siegsdorfer mit 206,5 Metern im Finaldurchgang noch auf den zehnten Platz zurĂŒck. „Heute war ich wirklich platt. Ich bin froh, wenn ich jetzt Zuhause regenerieren kann“, sagte Eisenbichler nach drei anstrengenden Flug-Tagen.

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Weitere Weltcuppunkte sammelten aus der deutschen Mannschaft nur Stephan Leyhe (17.), Martin Hamann (29.) und Lokalmatador Karl Geiger (30.). Olympiasieger Andreas Wellinger hat den Finaldurchgang mit schwachen 184 Metern und Platz 31 denkbar knapp verpasst. FĂŒr Constantin Schmid (42.) und Richard Freitag (48.) war bereits nach der im Vorfeld durchgefĂŒhrten Qualifikation Schluss.

Vancura sorgt fĂŒr Schrecksekunde

FĂŒr eine echte Schrecksekunde hat Tomas Vancura gesorgt. Der 22-jĂ€hrige Tscheche stĂŒrzte unmittelbar nach dem Schanzentisch ab, prallte in das Oberstdorf-Logo bei etwa 80 Metern auf den Aufsprunghang. Vancura hatte aber GlĂŒck im UnglĂŒck, blieb unverletzt und stand unter dem Beifall der Zuschauer im Auslauf schnell wieder auf eigenen Beinen.

Tande meldet sich zurĂŒck

Trotz RĂŒckenproblemen meldete sich Daniel-AndrĂ© Tande beim Skifliegen erfolgreich in der Weltspitze zurĂŒck. Mit 203,5 und 226 Metern und dem fĂŒnften Platz erzielte der 25-jĂ€hrige Norweger sein bislang bestes Saisonergebnis.

Mannschaftlich eindrucksvoll prĂ€sentierten sich vor allem die polnische Mannschaft – nicht nur mit Sieger Stoch und dem drittplatzierten Kubacki. Auch Piotr Zyla als Vierter sowie Jakub Wolny als Sechster landeten weit vorne. Stefan Kraft folgte als bester Österreicher auf dem siebten Platz.

Im Gesamtweltcup bleibt Ryoyu Kobayashi mit 1380 Punkten unangefochten an der Spitze. Dahinter zieht Stoch (929) an Kraft (917) vorbei und ist nun erster Verfolger des dominierenden Japaners.

» Alle Termine im Überblick: Weltcup-Kalender 2018/2019 (Herren)

Der Weltcup der Skispringer wird am kommenden Wochenende mit einem Team- und einem Einzelspringen im finnischen Lahti fortgesetzt. Bereits am Freitag stehen das offizielle Training sowie die Qualifikation auf dem Plan.

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Über Marco Ries 869 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegrĂŒndet. Studiert an der UniversitĂ€t Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist und Autor (u.a. das Buch „UnnĂŒtzes Skisprungwissen“).

14 Kommentare

  1. Die Form eines Springers ist wie eine Sinuskurve. Eisenbichler und Kobayashi sind in der selben Phase, dh. sie erreichen Höhen und Tiefen zur gleichen Zeit.
    Der König Eisenkamil befindet sich dagegen in Gegenphase, so dass er gewinnen kann, wenn Kobayashi schwÀcher ist.

  2. zu Heidiconny: Ihr habt ja gelesen, dass der angefeindete Kommentar gar nicht von ihr stammt. Der Kommentar um 19.13 ist offenbar eine FĂ€lschung.

  3. Super endlich unser Kamil!!! Gratulation an die ganze polnische Mannschaft!!! Und natĂŒrlich Stefan Horngacher!!! Hoffe das er noch lange Zeit uns erhalten bleibt!!!

  4. Kamil, herzlichen GlĂŒckwunsch zu deinem triumphalen Erfolg. Du bist trotz Kobayashi immer noch der Beste. Wurde auch langsam Zeit fĂŒr einen Sieg.

  5. Kamil dziekuje czekalem wraz zmoja zona na to co dzisiaj zrobiles,lezka w oku mi sie zakrecila a jednoczesnie jestem z tego dumny.Bez zadnej teatralnosci cieszysz sie swoja wygrana.Podarowales nam znowu jedna cudowna godzine.Jeszcze raz dziekujemy. Twoi wierni kibice Teresa i Genek.Naszym zdaniem (tego jestesmy w 100% pewni)jestes najlepiej skaczacym stylowo skoczkiem.Jestes najlepszym Polskim Ambasadorem.Jeszcze raz dziekujemy.Serdeczne pozdrowienia

  6. Diesmal klapte es fuer DE MANSCHAFT nicht besonders,trotzdem sehr schoene Wochenende auch fuer Euch in Oberstdorf.Ich freue mich fuer unsere pol.Manschaft.Danke skispringen.com.

  7. Kamil Stoch verdient gewonnen. Überhaupt gute Leistung der polnischen Mannschaft. Die Deutschen hatten heute leider kein so grosses GlĂŒck. Eisenbichler hatte ein tolles Wochenende. Man kann nicht immer auf dem Podest landen, das zum heutigen Springen. Er hat ja selbst im Interview gesagt, dass er „platt“ wĂ€re. Gute Erholung der ganzen deutschen Mannschaft.

  8. Wieder einmal vielen Dank fĂŒr die Berichterstattung! Ein spannender Wettbewerb, Vancura hat fĂŒr einen Schock gesorgt, aber es ist ja Gott sei Dank glimpflich fĂŒr ihn abgelaufen.

  9. Herzlichen GlĂŒckwunsch an König Kamil! Ein sehr verdienter Sieg fĂŒr den König des Skispringens! Wir mĂŒssen jetzt alle feiern und uns freuen!! Auch das deutsche Team hat alles gegeben, fĂŒr mehr reicht es einfach nicht, trotzdem zufrieden sein!

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