Weltcup in Italien

Kobayashi gewinnt Qualifikation in Val di Fiemme, Eisenbichler disqualifiziert

Foto: Newspower

Auch nach der Vierschanzentournee läuft es für Ryoyu Kobayashi wie am Schnürchen: Der junge Japaner dominiert den Qualifikationstag im italienischen Val di Fiemme. Markus Eisenbichler wird nach starkem Training disqualifiziert.

Ryoyu Kobayashi kann nahtlos an seine starke Form von der Vierschanzentournee anknüpfen. Fünf Tage nach seinem überragenden Vierfach-Triumph beim Top-Event zum Jahreswechsel ist der Japaner auch im „normalen“ Weltcup der überragende Skispringer.

Mit einem Sprung auf 134,5 Meter sicherte sich Ryoyu Kobayashi am Freitagabend den Sieg in der Qualifikation für das erste von zwei Einzelspringen an diesem Wochenende. Der 22-Jährige erzielte im italienischen Val di Fiemme insgesamt 146,5 Punkte und setzte sich damit gegen Stefan Kraft (132 m; 142,7 P.) und Dawid Kubacki (132 m; 141,6 P.) durch.

Eisenbichler disqualifiziert, Leyhe bester Deutscher

„Ich möchte die positive Energie aus der Tournee mit nach Italien nehmen und dort an meine zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen“, hatte sich Markus Eisenbichler im Vorfeld des Wochenendes als Ziel gesteckt. Zumindest im Training hat der 27-jährige Siegsdorfer das mit der Bestweite eindrucksvoll in die Tat umgesetzt. Doch nach der Qualifikation folgte dann der Schock bei der Materialkontrolle: Disqualifikation wegen zu großen Sprunganzugs.

» Liveblog-Nachlese: So lief die Qualifikation in Val di Fiemme

Mit 127,5 Metern hätte der Siegsdorfer als bester Deutscher den siebten Platz belegt. So startet Stephan Leyhe nach 126 Metern und dem achten Platz als aussichtsreichster deutscher Starter in das erste Weltcup-Wochenende nach der Tournee. Hinter dem Willinger belegte Karl Geiger aus Oberstdorf den neunten Platz.

Wellinger tastet sich heran

Olympiasieger Andreas Wellinger tastet sich nach einer weitgehend enttäuschenden Vierschanzentournee wieder näher an die Weltspitze heran, mit 125,5 Metern belegte er den 14. Platz der Vorausscheidung. Auch David Siegel (24.) und Richard Freitag (30.) sind am Samstag startberechtigt.

Stoch kann Lücke nicht schließen

Robert Johansson hat sich von Beginn an gut zurechtgefunden auf der Schanzenanlage in den Dolomiten, auf der erstmals seit der WM 2013 wieder internationale Wettbewerbe auf Weltcup-Ebene ausgetragen werden. Er belegte als bester Norweger den vierten Platz. Direkt dahinter folgte Kamil Stoch, der sich weiterhin schwertut, die Lücke zur absoluten Weltspitze zu schließen.

Roman Koudelka aus Tschechien belegte den sechsten Platz. Mit Anze Semenic (7.) und Timi Zajc (10.) landeten auch zwei slowenische Skispringer unter den besten Zehn.

Kasai profitiert von Eisenbichler-Disqualifikation

Insgesamt 59 Skispringer aus 14 Nationen haben für die erste Vorausscheidung des Wochenendes gemeldet. Die deutsche Mannschaft verzichtet in Val di Fiemme darauf, das volle Startkontingent von sieben Athleten auszuschöpfen. Nicht am Start ist Constantin Schmid, der sich stattdessen auf die Junioren-WM in Lahti vorbereitet.

Prominentester Ausfall war der Norweger Anders Fannemel, der nicht über Platz 53 hinaus gekommen ist. Auch Japans „Oldie“ Noriaki Kasai (50.) war eigentlich schon ausgeschieden – bis kurz nach dem letzten Springer der Ausscheidung eben Eisenbichler disqualifiziert wurde.

» Alle Termine im Überblick: Weltcup-Kalender 2018/2019 (Herren)

Am Samstag findet in Val di Fiemme das erste Einzelspringen an diesem Wochenende statt. Um 15 Uhr startet zunächst der Probedurchgang, um 16 Uhr (alles live bei skispringen.com) folgt der Wettbewerb.

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Über Marco Ries 536 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

14 Kommentare

  1. Es ist schon arm wenn man fehlende Technik durch einen illegalen Anzug ausgleichen möchte. Ab und an ein guter Sprung, das reicht eben nicht für die Weltspitze, im Mittelfeld (eher hinteres Mittelfeld ab Platz 10) ist er sehr gut aufgehoben. So eine Dominanz wie Kobayashi und Stoch letzte Saison bleibt für das deutsche Team unerreichbar.

  2. Ich glaub ich spinne der ist kein Betrüger …. Eisei ist es diesmal passiert es passiert fast in jedem springen das der eine oder der andere nach den springen disqualifiziert wird. Mein Gott dann spring doch selber. Und Außerdem heißt der junge Mann den ich mag EISENBICHLER….

  3. Wir Deutsche haben in dieser Saison keinen Siegspringer, das muss man nüchtern konstatieren.
    Total enttäuscht bin ich von Richard Freitag, die Trainingssprünge immer relativ gut, sobald die Kameras an sind
    ist es leider vorbei.
    Wie ich schon am Anfang der Saison geschrieben hatte, wenn er nicht gut reinkommt dann kommt er gar nicht mehr rein. Das ist das Resümee der letzten Jahre.
    SEHR SCHADE !

    • Wenn du nichts vom Skispringen und den dazu gehörenden Vorschriften verstehst,dann unterlasse doch bitte deine dummen Kommentare.
      Du gehörst für mich genauso disqualifiziert dafür..

    • Erstens sollte man die Namen kennen und zweitens wenn man die hier unqualifizierten Kommentare liest, wirds einen schlecht. Eisenhauer Game Over Du solltest besser überlegen was Du schreibst. Mach es besser.

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