Domen Prevc tut sich beim dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck schwer und liegt nach dem ersten Durchgang nur an vierter Stelle. Vorne liegen punktgleich Stephan Embacher und Ren Nikaido. Das Finale jetzt live!
Die Vierschanzentournee ist in Österreich angekommen: Nach den deutschen Stationen Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen ist der berühmte Bergisel in Innsbruck traditionell die dritte Station der Tournee. Im Kampf um den Gesamtsieg war es in der Vergangenheit oft eine der entscheidenden Schanzen.
Denn die berühmte Schanzenanlage oberhalb der Tiroler Landeshauptstadt gilt als besonders tückisch: Obwohl es die kleinste der vier Tournee-Schanzen ist, erleben die Athleten auch aufgrund der häufig schwierigen Windbedingungen oft massive Punktverluste oder -gewinne. Speziell für die deutschen Skispringer gilt der Bergisel seit vielen Jahren als „Schicksalsberg“.
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Sportlich richtet sich der Blick in bei der dritten Station der 74. Vierschanzentournee aber vor allem auf Domen Prevc: Nach Siegen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen hat sich der Slowene in eine ausgezeichnete Ausgangslage gebracht und darf weiter vom Vierfach-Triumph träumen – ein Kunststück, das bislang nur Sven Hannawald, Kamil Stoch und Ryoyu Kobayashi gelungen ist.
Doch in der Qualifikation am Samstag hat sich der slowenische Überflieger eine erste schwäche erlaubt: Bei schwierigen Windbedingungen kam Prevc nicht über 112 Meter und den 30. Platz hinaus. Gut denkbar also, dass der Schicksalsschanze diesmal auch beim aktuellen Top-Favoriten zuschlägt.
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Doch der 26-Jährige kann zumindest auf seine gute Ausgangsposition hoffen: Zur Halbzeit führt er die aktuelle Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 35 Punkten vor Qualifikationssieger Jan Hörl an. Einen so großen Vorsprung nach zwei von vier Springen gab es zuletzt vor 21 Jahren, als Janne Ahonen 2004/2005 die Tournee dominiert und später auch gewonnen hat. Überhaupt gab es in der 73-jährigen Geschichte der Vierschanzentournee nur zweimal einen größeren Vorsprung zur Halbzeit.
In der Qualifikation am Samstag hat es sich schon angedeutet, dass vor allem die Gastgeber aus Österreich dem Slowenen gefährlich werden könnten: Immerhin hat Hörl mit seinen 128 Metern die Qualifikation nicht nur gewonnen, sondern gleich einen Vierfachsieg von Team Österreich angeführt. Direkt hinter ihm belegten Stefan Kraft, Stephan Embacher sowie Titelverteidiger Daniel Tschofenig die Plätze zwei bis vier.
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Die deutschen Skispringer haben in der Qualifikation hingegen noch nicht geglänzt, haben aber immerhin eine gute Ausgangslage für eine Top-Platzierung in der Gesamtwertung: Das neue Führungsduo des DSV mit Felix Hoffmann und Philipp Raimund belegt nach den beiden deutschen Stationen in der Gesamtwertung die Plätze vier bzw. sechs.
Neben ihnen haben sich aus der Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher mit Pius Paschke, Karl Geiger und Andreas Wellinger aber auch die anderen drei Athleten für das dritte Springen der Tournee qualifiziert. Doch speziell Andreas Wellinger musste in der Qualifikation lange zittern, rückte am Ende auch aufgrund des überraschenden Ausscheidens des inzwischen abgereisten Marius Lindvik aus Norwegen noch in den ersten Durchgang, in dem er im K.o.-Duell mit Stefan Kraft auf einen besonders starken Gegner trifft.
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Überhaupt verspricht der K.o.-Durchgang gleich mehrere Duelle, in denen Spannung garantiert ist: Top-Favorit Prevc muss nach seinem Quali-Patzer gegen Valentin Foubert ran, der zuletzt schwächelnde Geiger muss im Duell mit Sandro Hauswirth aus der Schweiz bestehen.
Um 12 Uhr startet zunächst der Probedurchgang, bevor um 13:30 Uhr die Einzel-Wettbewerb folgt. Neben dem Liveblog an dieser Stellen haben Sie bei skispringen.com auch die Möglichkeit, alle Sprünge im FIS Live-Ticker zu verfolgen.

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