In Sachen Flutlicht in Innsbruck ist der Durchbruch geschafft: Am Rande des dritten Tournee-Springens am Bergisel verkündet der ÖSV eine Einigung bei der Finanzierung. Eine Vierschanzentournee der Frauen soll es bald geben.
Der internationale Skisprungsport steht vor einem historischen Wendepunkt: Wie im Rahmen des dritten Springens der Vierschanzentournee in Innsbruck bekanntgegeben wurde, scheint der Weg für eine Vierschanzentournee der Frauen endgültig frei.
Nach jahrelangen Diskussionen und Verhandlungen zwischen den beteiligten Verbänden und der Politik gelang nun der entscheidende Durchbruch bei der Finanzierung einer Flutlichtanlage für die Bergiselschanze. Damit wird die letzte technische Lücke geschlossen, die einer vollständigen Integration der Frauen-Wettbewerbe bislang im Wege stand.
4,8 Millionen Euro: Kosten werden verteilt
Die Realisierung des Projekts ist für die Saison 2026/2027 geplant. Das Ziel ist es, die Premiere passend zum 75. Jubiläum der Traditionsveranstaltung zu feiern. Die Gesamtkosten für die neue Beleuchtungsanlage belaufen sich auf rund 4,8 Millionen Euro. Die Finanzierung wird dabei auf mehrere Schultern verteilt: Jeweils ein Drittel übernehmen der Bund und das Land Tirol, während die Stadt Innsbruck und der Österreichische Skiverband (ÖSV) das verbleibende Drittel zu gleichen Teilen beisteuern.
Die politische Ebene wertet die Einigung als bedeutendes Signal für den Spitzensport. Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler betonte die gesellschaftliche Relevanz dieses Schrittes. „Das sind fantastische Neuigkeiten. Die Integration der Frauen-Wettkämpfe in das Programm der Vierschanzentournee ist gelebte Gleichstellung im Spitzensport. Dass Bund, Land, Stadt und Verband hier gemeinsam an einem Strang ziehen, zeigt, dass Frauensport heute endlich den Stellenwert einnimmt, den er verdient“, so Babler.
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Auch auf regionaler Ebene wird die Entscheidung begrüßt. Für Landeshauptmann Anton Mattle ist die Modernisierung der Schanze ein logischer Schritt, um das Niveau des Wahrzeichens zu halten. Er sieht in der Maßnahme einen historischen Fortschritt für den Sportstandort Tirol. „Mit der Flutlichtanlage am Bergisel schließen wir die letzte Lücke innerhalb der Vierschanzentournee. Der Bergisel und seine Schanze sind echte Wahrzeichen und identitätsstiftend – mit der Modernisierung heben wir dieses Niveau nochmals an. Dem Tourneespringen im Januar 2027 könnte dann bereits ein Licht aufgehen“, erklärte Mattle.

ÖSV-Generalsekretär Scherer: Weg zur Frauen-Vierschanzentournee „sollte frei werden“
Für den ÖSV bedeutet das grüne Licht für die Flutlichtanlage vor allem organisatorische Sicherheit und die Wahrung einer starken Marke. Generalsekretär Christian Scherer hob hervor, dass der Name Vierschanzentournee auch für die Frauen erhalten bleibt, sofern die klassische Reihenfolge der Orte eingehalten wird.
„Mit dem Flutlicht am Bergisel sollte der Weg für die Frauen-Vierschanzentournee endlich frei werden. Das ist ein Gewinn für den Skisprungsport, für die Athletinnen und für die gesamte Tournee“, so Scherer.
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Der Weltverband FIS signalisierte ebenfalls bereits seine Unterstützung. Renndirektor Sandro Pertile bestätigte am Rande der Wettbewerbe in Innsbruck, dass man sich zeitnah nach den Olympischen Winterspielen mit allen Beteiligten zusammensetzen werde, um die Details und notwendigen Anpassungen im Reglement zu fixieren. Die Einigung gilt als Grundstein, um die Damen ab dem kommenden Jubiläumsjahr fest in das Programm aufzunehmen.

Ich gebe Felix Wolf und Thomas Hoellensteiner Recht.
Bei allem Respekt gegenüber dem Frauen-Skispringen, ich halte die Organisation einer Vierschanzentournee der Frauen in der selben Zeit wie der Vierschanzentournee der Männer für einen Fehler.
Hier die Gründe:
1) Der Level des Frauen-Skispringens kann was das Nievau angeht, mit dem der Männer nicht mithalten. Man sieht es u.a auch an der Technik der Sprünge der Frauen. Es sieht alles so viel verkrampfter aus.
2) Logistik -> bis jetzt konnte man im Falle schlechterer Verhältnisse, das Springen auf spätere Uhrzeiten verschieben. Wie soll das jetzt geregelt werden, wo das Programm so eng werden wird?
3) VST der Frauen raubt Sendeplatz der traditionellen und objektiv gesehen viel spannenderen VST der Männer. Zwangsläufig wird jetzt aufgrund des Frauenspringens, viel weniger über die Vierschanzentournee der Männer (die einzige Championslegaue im Skispringen) berichtet werden müssen.
Ich betone es nochmal, ich habe an sich nichts gegen das Frauen-Skispringen. Aber mir gefällt nicht dieses unverständliche Lancieren des Frauenspringens um jeden Preis, koste es was es wolle und selbst wenn die traditionelle Vierschanznentournee dadurch an Rang und Attraktivität verlieren soll.
@ Schanzenrekord
Ich bedauere, dass Sie die Meinungspluralität negieren.
Frauenverfeindleiche Hetze, zum wiederholten mal hier, ist keine Meinung!
Das ist keine Meinung, das ist Diskriminierung. Da hat @Marcel völlig recht. Wieso sollten Frauen nicht springen dürfen, nur weil sie Frauen sind? Das wäre genauso, wie alle schwarzen Springer (wenn es welche im Weltcup gäbe) oder Springer bestimmter Nationen auszuschließen
Ich bin nicht gegen das Skispringen der Frauen. Es sollte nur nicht parallel zum Männer-Skispringen am selben Ort stattfinden. So wie es beispielsweise auch beim Ski Alpin der Fall ist. Dann wird niemandem die Show gestohlen und jeder kann sich aussuchen, was er schauen möchte. Ich war lediglich über die Steuersumme pikiert, die Tirol und der österreichische Staat für das Flutlicht ausgeben. Es gibt auch die tollen Schanzen Villach, Hinzenbach etc. Da könnte man Geld sparen und für die Fans des Männerspringens bliebe alles bei den traditionellen Uhrzeiten.
@Marcel: Gegen jene Vorwürfe verwahre ich mich auf das Schärfste. Das ist üble Nachrede und nach §186 StGB strafbar. Nur mal ein Denkanstoß, bevor Sie mir so etwas unterstellen.
Hier die Duden-Definition für Hetze:
Gesamtheit unsachlicher, gehässiger, verleumderischer, verunglimpfender Äußerungen und Handlungen, die Hassgefühle, feindselige Stimmungen und Emotionen gegen jemanden, etwas erzeugen
Legen Sie doch gerne da, inwiefern ich das erfülle.
Allen einen schönen Tourneeabschluss in Bischofshofen!
Sehe ich anders, wenn sie den Paragraphen zitieren und durch lesen was sie schreiben sehe ich genau dies. Mehr gibt es meiner Sicht dazu nicht zu sagen. Auch freue mich morgen auf das Finale der Männer.
Traurig…
Von Steurgeld werden Traditionen mit Füßen getreten. Wie viele wollen denn wirklich die Vierschanzentournee der Frauen sehen? Man legt sie krampfhaft mit der der Männer zusammen, um ihr ein höheres Renommee zu bescheren…
Echte Fans des Männer Skispringens werden darauf jedoch nicht hereinfallen!
Eine sehr gute und längst überfällige Nachricht!
Skispringen mit Flutlicht am Bergisel. Was sind das für Zeiten? Wie sehr kann man Traditionen verschandeln und mit Füßen treten? Sehr erbärmlich und das alles für das achso geliebte Frauen Skispringen. Ohne Worte…
P.S. Gott sei Dank von österreichischen und nicht von meinem Steuergeld bezahlt.
Erbärmlich ist einzig und alleine ihr Kommentar, unglaublich sowas, moderiert hier niemand? Und ja man kann eine Meinung haben, aber nicht so!
Hältst du seine Meinung nicht aus? Wie läufts bei dir zuhaus? Nachrichten und Meinungen die nicht gewünscht sind werden gelöscht und gemeldet. Gabs das nicht schon das ein oder andere Mal in der dt. Geschichte?!
Ich bedauere jeden Menschen, der Ihnen je begegnen muss
Blödsinn, aber frauenfeindliche Hetze ist keine Meinung! Das ist nur erbärmlich um bei der Ausdrucksweise zu bleiben!
Ich kann mich nur unter deinem Kommentar unterschreiben.
Ich war gestern am Bergisel im Stadion vor Ort. Die Schanze und das Springen bei natürlichem Tageslicht und den beschneiten Gipfeln der Alpenpanorama, das ist das was die Atmosphäre von Berigisel ausmacht !! Echt unvergesslich der Eindruck!
Und jetzt zu hören, dass das dem objektiv gesehen, viel weniger attraktivem als auch nievaumäßig dem Männerspringen start nachstehendem Frauenspringen weichen soll, kommt mir wie der größte Blö.sinn der Geschichte dieses Sports vor.
Das mindert nur den Rang dieser grandiosen Veranstaltung nur, welche die Vierschanzentournee bisher war.
Ab kommendem Jahr statt auf den Skisprungforen von den tollen Leistungen der Skispringer in der Vierschanezntournee zu lesen oder Beiträge im Fernsehen zu sehen, werden wir mit Beträgen zum Thema Vierschanzentournee der Frauen bombaridert. Die wahre Champions League dieses Sports wird somit durch das zweit- oder drittklassige Springen der Frauen völlig überschattet werden!
Es ist in etwa so, als ob man zur gleichen Zeit und in gleichen Stadien die Fußball-wm der Männer und die der Frauen organisieren würde. Statt Interviews, Analysen der wahren Stars wie Ronaldo, Messi zwischen den Spielen bewundern zu können, würden wir gezwungen sein, Beiträge über die Spiele der Fußballerinnen anzusehen. Super Entwicklung. Jeder wahre Fußballfan springt schon vor Freude. Genauso wir, wahre jahrelange Skisprungfans springen vor Freude auf die Veirschanezntorunee der Frauen. 🙁
Was sind das für Zeiten in denen man sich über sowas aufregt? Flutlicht am Bergisl ist schon seit fast 10 Jahren Thema und auch gut so, dass es endlich kommt. so können Wettkämpfe zeitlich entschärft und ohne Druck durchgeführt werden.
Und zum Thema Tradition: Regst du dich auch darüber auf, dass kaum mehr auf Normalschanzen gesprungen wird oder nicht mehr Parallel? Wie kann man diese Traditionen nur mit den Füßen treten, Mensch…… (Achtung Ironie)
Und dann gibt es auch noch welche, die meinen nicht mal mehr im V-Stil, sondern im H-Stil zu springen. Mensch unsere guten alten Traditionen….
Früher war doch einfach alles besser. Frauen dürften nicht springen. Es gab keine richtigen Kontrollen und es gab auch keine Regelung bezüglich der Skilänge in Relation zur Körpergröße und zum Gewicht. Und vor allem Windregelung. Da sind einfach noch richtige Männer gesprungen und mussten Glück mit dem Wind haben. Das waren noch richtig gute Zeiten. (Achtung Ironie)
Also mal ehrlich: Diese hohle und frauenfeindliche Scheiße ist echt nicht mehr zu ertragen. Es ist doch schön, dass vor allem den Zuschauern vor Ort mehr geboten wird und auch die Frauen ihre Tournee bekommen. Für mich eine willkommene Neuerung, die rein objektiv nichts negatives mit sich bringt.