Anze Lanisek feiert in Ruka seinen zweiten Sieg in Folge und baut seine Gesamtführung weiter aus. Nach dem Abbruch des Finaldurchgangs kann auch Andreas Wellinger über sein bislang bestes Saisonergebnis jubeln.
Mit einem Sprung auf die Bestweite von 142 Metern sicherte sich Anze Lanisek den Sieg beim ersten von zwei Einzelspringen an diesem Wochenende im nordfinnischen Ruka. Der Slowene, der bereits vor drei Tagen in Falun triumphiert hat, setzte sich in nur einem Durchgang mit insgesamt 141 Punkten gegen den überraschend starken Ren Nikaido aus Japan durch, der auf 141 Meter (136,4 P.) kam und damit erstmals auf dem Podest gelandet ist. Dritter wurde mit Domen Prevc (132,5 m; 128 P.) ein weiterer Skispringer aus Slowenien.
Wind und Anlauf-Probleme: Zweiter Durchgang abgebrochen
Schon zu Beginn des langen Skisprungtages war allen Beteiligten klar, dass es kein einfacher Wettkampftag werden würde: Nachdem das Training und die Qualifikation schon am Freitag wegen schwieriger Bedingungen abgesagt und am Samstagmittag nachgeholt werden mussten, haben sich die äußeren Bedingungen an der Rukatunturi-Schanze nicht maßgeblich verbessert.
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Neben dem wechselhaften Wind sorgte auch die Anlaufspur im Verlauf des Finaldurchgangs für Probleme – nach nur acht Springern sah sich die Jury dann gezwungen, den Finaldurchgang abzubrechen und nur den ersten Wertungsdurchgang zu werten.
„Es war den ganzen Tag ein Kampf. Schon zum Ende des ersten Durchgangs hatten wir vermehrt Probleme, dass der Wind immer unstabiler war. Am Ende war es dann die Kombination aus Wind und Schneeregen, der es den Athleten besonders schwer gemacht hat. Wir haben versucht, den Neuschnee aus der Anlaufspur zu fegen, weil wir konstant an Geschwindigkeit verloren haben. Aber das wäre nicht mehr fair gewesen – doch zum Glück hatten wir einen Durchgang“, begründete FIS-Renndirektor Sandro Pertile.
Wellinger deutlich verbessert – auch Paschke in den Top Ten
Der Bundestrainer freute sich am Ende vor allem über die positive Entwicklung von Andreas Wellinger: Der Olympiasieger von 2018 konnte sich nach seinem Ausscheiden in Falun unter der Woche deutlich verbessert präsentieren – mit 127,5 Metern belegte er als bester DSV-Skispringer des Tages den siebten Platz. „Er ist heute gut gesprungen, das hat er wirklich gut gemacht“, analysierte Horngacher in der ‚ARD‘.
Neben Wellinger landete auch Pius Paschke als Neunter unter den Top Ten, die Felix Hoffmann als Elfter diesmal nur knapp verpasst hat. Zumindest leicht verbessert präsentierte sich auch Karl Geiger, der mit 119 Metern und Rang 27 zumindest im Finale hätte teilnehmen dürfen.
Raimund mit Windpech ausgeschieden
Überraschend nach dem ersten Durchgang ausgeschieden ist hingegen Philipp Raimund, der bei seinem Versuch auf 120 Meter mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen hatte und nur 32. wurde. „Es hat sich nicht besonders gut angefühlt, muss ich sagen. Mir hat es den linken Ski so dermaßen weggedrückt, dass es mich runter gepresst hat. Für die Jury ist es unendlich schwer, vor allem hier in Ruka“, analysierte der 25-Jährige in der ‚ARD‘: „Natürlich ist etwas Frust dabei, das ist klar. Aber ich muss das einfach abhaken.“
Im Gesamtweltcup baut Lanisek seine Führung mit seinem zweiten Sieg in Folge weiter aus: Der Slowene liegt nun 86 Punkte vor seinem Landsmann Domen Prevc, mit einem Rückstand von 90 Zählern ist Ryoyu Kobayashi aus Japan Dritter. Obwohl diesmal ohne Weltcuppunkte geblieben, bleibt Raimund als Achter bester Deutscher der Gesamtwertung.
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Für Sonntag ist der zweite Wettkampf in Ruka für 14:50 Uhr angesetzt, bereits um 9 Uhr (beides MEZ / alles live bei skispringen.com) steht dann die Qualifikation auf dem Programm – dann hoffentlich wieder bei besseren äußeren Bedingungen.
Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

Sicher wirken einige Skispringer weniger sympathischer als andere. Man kennt aber niemanden und daher sollten wir uns mit negativen Kommentaren zurückhalten. Andreas Wellinger hat viel erreicht und dafür hat er großen Respekt verdient.
Da gebe ich euch völlig recht – man darf ja seine subjektive Ansicht haben und bestimmte Springer mögen oder eben nicht (ich zum Beispiel finde Stefan Kraft unsympathisch), aber ich finde es einfach schwierig, unter jedem Artikel Beleidigungen und haltlose Behauptungen über Wellinger zu lesen, besonders dann wenn es eben kein guter Wettkampf von ihm war. Er hat niemandem etwas getan und von mir aus darf ihn jeder unsympathisch finden, aber das ist zu viel
Wie ich bereits insistierte: Es sind alles Menschen, die ihre Form von Arbeit machen und ich unterstelle: bestmöglichst. Halt mal mehr, mal weniger erfolgreich. Aber es steht uns insbes. als Nichtfachleute nicht zu, über anderer Arbeit den Stab zu brechen, zumal wenn nur aus Sympathie. Gegenwärtige oder frühere Springer sind Fachleute; wir sind Laien. Daher haben die Leute zunächst eines verdient: Respekt. Ansonsten hilft nur: mitmachen, bessermachen. (Aber beim Fußball sind ja auch alle SchiRi oder Bundestrainer…)
Schön komisch, dass sich bisher noch niemand von diesen unqualifizierten Leuten gemeldet haben, die nichts anderes können als (insbesondere über Wellinger) zu meckern
Dann gebe ich Ihnen mal was Sie wollen: er hatte heute Glück in der Lotterie,andere wie Raimund hatten Pech.Hätte er diese Bedingunen gehabt,wär er höchstwahrscheinlich auch ausgeschieden und das ist kein Bashing,sondern ein rein sportlicher Fakt,auch wenn Ihnen das nicht passt.Und ja, ich mag ihn nicht und das muss ich auch nicht.
@Schanzenrejord: ganz einfach , die negativen Kommentare zu Herrn Wellinger werden nicht mehr angezeigt. ich mag ihn nicht,aber das muss ich auch nicht.Mir sind die erfolglosen Finnen tausendmal lieber und symphatischer,ist halt meine persönliche Wahrnehmung. Ich bin als Deutsche nicht vetpflichtet ihn zu mögen.
Das es „menschelt“, ist normal, aber auch wichtig, dass es objektiv bleibt. (Ich z.B. mag ihn, andere ggf. nicht. Ist aber subjektiv.) Deswegen sollte man sich jedem zunächst fair und entspannt gegenüberstellen. Auf jmd. verbal einprügeln ist definitiv nicht der richtige Weg!