Olympische Winterspiele in Pyeongchang

Olympia: Karl Geiger glänzt im letzten Training auf der Großschanze

Foto: GEPA

Karl Geiger überrascht am zweiten Trainingstag auf der Großschanze und setzt sich im Duell um den letzten Olympia-Startplatz erneut gegen Stephan Leyhe durch. Auch Gregor Schlierenzauer muss zuschauen. Kamil Stoch unterstreicht seine Favoritenrolle.

Mit 135,5 Metern startete Karl Geiger besonders erfolgreich in den zweiten Trainingstag auf der Großschanze in Pyeongchang. Zwei Tage vor der Olympia-Entscheidung ließ der Oberstdorfer die internationale Konkurrenz hinter sich, setzte sich im ersten Trainingsdurchgang gegen den Polen Kamil Stoch durch. Entscheidend im Kampf um den letzten Startplatz bei der Einzel-Entscheidung am Samstag waren dann aber die folgenden Sprünge: Mit 133,5 und 136 Metern ließ Geiger auch im zweiten und dritten Trainingsdurchgang am Donnerstagabend (Ortszeit) seinen teaminternen Konkurrenten Stephan Leyhe hinter sich. Der Willinger muss nach einem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen erneut Geiger den Vortritt lassen und bleibt bei den Olympischen Winterspielen vorerst in der Zuschauerrolle.

Geiger war hingegen in gleich zwei von drei Trainingsdurchgänge der beste deutsche Starter. Daneben unterstrich aus der deutschen Mannschaft auch Richard Freitag seine Medaillenambitionen. Nachdem sich der Sachse auf der Normalschanze noch mit dem neunten Platz zufrieden geben musste, machte er mit konstant starken Sprüngen und den Plätzen drei, zwei und fünf in den drei Trainingsdurchgängen auf sich aufmerksam.

Wellinger lässt noch Luft nach oben

Der frisch gekürzte Olympiasieger auf der Normalschanze, Andreas Wellinger, ließ auch am zweiten Trainingstag noch Luft nach oben. Erst im dritten Trainingsdurchgang gelang knackte der 22-Jährige die 130-Meter-Marke und wurde damit Siebter, seine beste Platzierung an diesem Tag.

Norweger erneut stark

Neben den deutschen Skispringern sowie den Polen um Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch sind es die Norweger, die man bei den letzten beiden olympischen Entscheidungen im Skispringen auf der Rechnung haben muss. Robert Johansson und Johann Andre Forfang verzichteten nach einem starken Trainingsauftritt gestern auf weitere Sprünge, dafür setzte Andreas Stjernen auf Ausrufezeichen. Mit 136 Metern entschied der 29-Jährige den dritten Trainingsdurchgang für sich.

Schlierenzauer und Fannemel schauen zu

Neben Stephan Leyhe gehen weitere Athleten anderer Nationen bei der Einzel-Entscheidung auf der Großschanze leer aus: In der österreichischen Mannschaft traf es Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer, der nach dem zweiten Trainingstag von Cheftrainer Heinz Kuttin aussortiert wurde. Auch Anders Fannemel (Norwegen), Piotr Zyla (Polen), Timi Zajc (Slowenien), Daiki Ito (Japan), Vojtech Stursa (Tschechien) und Eetu Nousiainen (Finnland) bleiben ohne Startplatz.

Am Freitag steht in Pyeongchang die Qualifikation für die Einzel-Entscheidung auf der Großschanze auf dem Programm. Um 12:15 Uhr startet zunächst der Probedurchgang, um 13:30 Uhr (MEZ / alles live bei skispringen.com) stellen sich die Athleten dann der ersten Ausscheidung.

Über Marco Ries 508 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

8 Kommentare

  1. @Yvonne: Im Probedurchgang spielt die Haltung keine Rolle, es gibt keine Haltungsnoten. Der Unterschied bei Stoch und Freitag ergibt sich aus der Windkompensation – Stoch hatte weniger Aufwind und somit weniger Abzüge….

  2. Das solle jetzt nicht heißen das man Stoch bevorzugt aber ich verstehe nicht ganz gerade ist Stoch im Training 130,5 m gesprungen und ist 3. Richard Freitag ist 130m gesprungen ist letztlich 9. Geworden wo ist da die Relation, klar Wind , Gate und Landung Spielen eine rolle doch das ist schon ein extrem Unterschied und nein ich heule nicht rum ich will nur verstehen was diesen großen Unterschied ausmacht

  3. Schlierenzauer hat einfach nicht die Zeichen erkannt und ist nicht am Zenit zurückgetreten.
    Jetzt schafft er es nicht mal ins Team nominiert zu werden.

    Er gehört in den Continental-Cup. Selbst da würde er nicht gewinnen.

  4. Wen will er denn da rauslassen? Leyhe war jetzt von 6 Sprüngen immer unter den Top 10, Geiger hat auch 2 starke raus gehauen. Eisei ist immer für einen Top 5 Sprung gut und Welle/Freitag sind gesetzt. Harte Entscheidung.

    • Vielleicht kam er aber auch mit der Normalschanze besser zurecht.
      Da hatte er konstant bessere Leistungen gezeigt

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