DSV-Quartett wird Zweiter

Polen dominiert zum Auftakt des langen Willingen-Wochenendes

Mit beeindruckenden Vorsprung gewinnen die polnischen Skispringer das letzte Teamspringen vor der WM. Zum Start des Willingen-Wochenendes tun sich die deutschen Skispringer zunächst schwer, landen am Ende aber doch noch auf dem Podium.

Mit einem eindrucksvollen Sieg beim Mannschaftsspringen tanken die polnischen Skispringer Selbstvertrauen für die anstehende WM in Seefeld. Zum Auftakt der Generalprobe im nordhessischen Willingen sicherte sich die Mannschaft von Cheftrainer Stefan Horngacher mit deutlichem Vorsprung den Sieg.

Das Team mit Piotr Zyla, Jakub Wolny, Dawid Kubacki und Kamil Stoch ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Sieg aufkommen. Mit insgesamt 979,4 Punkten setzte sich das Quartett auf der Mühlenkopfschanze gegen die Mannschaften aus Deutschland (Karl Geiger, Richard Freitag, Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe; 900,2 P.) und Slowenien (Anze Semenic, Peter Prevc, Jernej Damjan, Timi Zajc; 874 P.) durch.

Richard Freitag leitet Aufholjagd ein

Die deutsche Mannschaft ist vor 13.100 Zuschauern zunächst enttäuschend in das letzte Weltcup-Wochenende auf heimischem Boden gestartet. Ohne Olympiasieger Andreas Wellinger, der nach einem schwachen Trainingssprung nur Zuschauer war, ließ ausgerechnet Deutschlands größter Hoffnungsträger Markus Eisenbichler mit 115 Metern im ersten Durchgang wertvolle Punkte liegen.

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Im Finaldurchgang war es dann Richard Freitag, der mit 141,5 Metern Wiedergutmachung leistete und nach Platz vier zur Halbzeit noch eine Aufholjagd ein. „Der zweite Sprung hat schon mehr Spaß gemacht. Ich muss versuchen, jetzt daran anzuknüpfen“, so Freitag im Anschluss.

Auch der Oberstdorfer Karl Geiger sowie Leyhe präsentierten sich im Finale dann stärker und machten den zweiten Platz hinter den dominierenden Polen perfekt. „Es war ein solides Teamspringen, allerdings waren mehrere Mannschaften heute nicht ganz auf der Höhe“, urteilte Bundestrainer Werner Schuster.

Norwegen schrammt am Podium vorbei

In Abwesenheit von Daniel-André Tande und Andreas Stjernen, die am vergangenen Wochenende im finnischen Lahti gestürzt waren, schrammte die norwegische Mannschaft hauchdünn am Podium vorbei. Das Quartett mit Halvor Egner Granerud, Thomas Aasen Markeng, Johann Andre Forfang und Robert Johansson landete mit einem Rückstand von nur 0,8 Punkten hinter Slowenien auf dem vierten Platz.

Team Japan, zur Halbzeit noch aussichtsreich an zweiter Stelle gelegen, belegte den fünften Platz. Die am vergangenen Wochenende noch dominierenden Österreicher kamen in der Besetzung Philipp Aschenwald, Daniel Huber, Michael Hayböck und Stefan Kraft nicht über den sechsten Platz hinaus. Weitere Punkte in der Nationenwertung sammelten außerdem die Schweiz (7.) und Tschechien (8.).

Die Teams aus Finnland und Russland sind nach dem ersten Durchgang ausgeschieden.

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Noch am Freitagabend findet in Willingen die Qualifikation für die beiden Einzelspringen am Samstag und Sonntag statt. Am Samstag geht es um 15 Uhr zunächst der Probedurchgang auf dem Plan, um 16 Uhr (alles live bei skispringen.com) folgt dann der Einzel-Wettbewerb.

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Über Marco Ries 581 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

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