Am berühmten Holmenkollen

„Raw Air“: Marius Lindvik lässt Eisenbichler in Oslo hinter sich

In einem hoch spannenden Finale setzt sich Lokalmatador Marius Lindvik gegen Markus Eisenbicher durch. Der DSV-Adler fällt im Finale am berühmten Holmenkollen in Oslo hinter dem DSV-Adler zurück und jubelt über einen Heimsieg.

Mit Sprüngen auf 129 und 131 Meter sicherte sich Marius Lindvik den Sieg beim zweiten Einzelspringen der Raw-Air-Tour. Der Lokalmatador aus Norwegen erzielte am Samstagnachmittag am berühmten Holmenkollen in Oslo insgesamt 270,4 Punkte und setzte sich damit gegen Markus Eisenbichler durch, der zweimal auf 130 Meter (268,8 P.) kam. Den dritten Platz belegte mit Robert Johansson auf 128,5 und 131 Metern (267,7 P.).

Nach dem ersten Durchgang sah es noch danach aus, als könnte Eisenbichler seinen ersten Saisonsieg in der norwegischen Hauptsadt feiern. Vor rund 4.000 Zuschauern am berühmten Holmenkollen führte der Siegsdorfer das Feld zur Halbzeit vor Daniel-André Tande und Marius Lindvik an. Doch bei zunehmend schwierigeren Bedingungen hat sich Eisenbichler schwergetan und ist ebenso wie die beiden Norweger zurückgefallen.

Horngacher kritisiert Haltungsnoten

„Er hätte es schaffen können, wenn er den Telemark besser gemacht hätte“, analysierte Bundestrainer Stefan Horngacher im ‚ZDF‘ und erklärte weiter: „Er hat eine 52,5-er Note als Haltungsnote bekommen, das ist viel zu wenig für 130 Meter. Daran muss er noch ein bisschen arbeiten, dann kann er auch gewinnen.“

Neben Eisenbichler ist auch Karl Geiger, nach dem ersten Durchgang noch auf Platz 14 gelegen, als Siebter unter den Top Ten gelandet. Weitere Weltcuppunkte haben außerdem Severin Freund (19.), Andreas Wellinger (25.) und Constantin Schmid (26.) gesammelt.

Aus der deutschen Mannschaft ist einzig Stephan Leyhe nach dem ersten Durchgang ausgeschieden, der mit 118,5 Metern nicht über den 44. Platz hinausgekommen ist.

Norweger mannschaftlich überragend

Vor heimischem Publikum – neben norwgischen angesichts des Ukraine-Kriegs auch mit zahlreichen Ukraine-Flaggen ausgestatteten Fans – waren die Norweger auch aus mannschaftlicher Hinsicht das beste Team: Hinter Sieger Lindvik und dem drittplatzierten Johansson hat Daniel-André Tande als Vierter das Podium nur hauchdünn verpasst.

Weitere Top-Ten-Platzierungen feierten außerdem Fredrik Villumstad als Neunter sowie Johann Andre Forfang als Zehnter. Überraschend stark präsentierte sich auch der 20-jährige Norweger Benedik Jakobsen Heggli, der bei seinem Debüt im Weltcup mit Platz 20 erste Punkte erzielt hat.

Cene Prevc belegte als bester Skispringer aus Slowenien den fünften Platz vor Vierschanzentournee-Sieger Ryoyu Kobayashi aus Japan (6.).

» Event-Übersicht: Zeitplan & Infos zur „Raw Air“ in Oslo

Zum Finale der in diesem Jahr verkürzten Ausgabe der „Raw Air“ folgt am Sonntag um 14 Uhr zunächst die Qualifikation. Die letzten beiden Sprünge als Teil des finalen Wettbewerbs, die ebenfalls in die Gesamtwertung einfließen, starten danach ab 15:45 Uhr (alles live bei skispringen.com).

Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

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Über Marco Ries 768 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

11 Kommentare

  1. Zu urmel: So ein Blödsinn, wohl schlechter Verlierer, was ?
    Der Norweger hat sogar Kraft bessere Noten gegeben als seinen Landsleuten und im 1. Durchgang auch Eisenbichler besser bewertet als Lindvik.
    Wo soll da der Betrug sein ?
    Eisenbichlers zweiter Sprung war ja wirklich keine Augenweide, wacklig in der Luft, unsicher beim Aufsprung und der Ausfahrt.
    Das haben die meisten anderen Kampfrichter auch so gesehen.
    Also fair bleiben, auch wenn dein Wunschkandidat berechtigt nicht gewonnen hat.

  2. Ja, bei aller Anerkennung für alle Skispringer, der norwegische Punktrichter scheint aus Prinzip den deutschen Springer nicht mehr als 16,5 gegeben zu haben. Andere, deren Flug erstens nicht so weit ging und insges. nicht so sauber war, gab er 17,5 und 18. Schon merkwürdig…..hoffe, der ist heute nicht dabei oder es wurde mit ihm darüber gesprochen. Aber Hauptsache, es kommen alle gut runter.

  3. Ich habe immer an die norwegische Fairness geglaubt. Nach dem heutigen Springen muß man von gezieltem Betrug dieses Punktrichters ausgehen. Der DSV sollte seine Mannschaft zurückziehen, wenn dieser Betrüger weiterhin bei der FIS im Einsatz ist. Dieser Mann hat schon des öfteren seinen Hass gegen deutsch Sportler kundgetan.

  4. Betrug von vorn bis hinten .Der Norw.Punktrichter scheint völlig inkompetent oder betrügerisch zu sein .wenn man das Mal nachvollziehen siehta. Den Betrug!

    • Dieser Meinung waren wir auch. Dieser norwegische Punktrichter gehört lebenslang gesperrt. Von den Experten kam auch kein Kommentar. Wenn Menschen entscheiden!!!!

    • Schlechter Verlierer, was?
      So ein Unsinn. Kraft hat von dem Norweger sogar bessere Noten erhalten als seine Landsleute.Ebenso Eisenbichler im ersten Durchgang bessere als Lindvik.
      Eisenbichlers zweiter Sprung war ja wirklich keine Augenweide,
      Unruhig in der Luft, wackelige Landung mit unruhiger Ausfahrt.
      Die Noten konnten nicht höher sein, immer schön sauber bleiben !!

    • An Urmel :
      Schlechter Verlierer,was ??
      So ein Unsinn,Kraft z.B.hat vom Norweger bessere Note bekommen als seine Landsleute und Eisenbichler im ersten Durchgang eine bessere als Lindvik.
      Eisenbichlers zweiter Sprung war echt nicht gut.
      Unruhig in der Luft,unsicher beim Aufsprung und der Ausfahrt.
      Das hat nicht nur der norwegische Kampfrichter so gesehen.
      Ihm Betrug zu unterstellen ist eine Frechheit und totale Fehleinschätzung.
      Frust kann man haben, aber sauber bleiben !!
      .

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