Generalprobe für Vierschanzentournee

Ryoyu Kobayashi erobert Gelbes Trikot in Engelberg zurück

Ryoyu Kobayashi sichert sich den Sieg bei der Generalprobe zur Vierschanzentournee. Der Japaner setzt sich in Engelberg klar gegen die Konkurrenz durch und erobert das Gelbe Trikot zurück. Karl Geiger schrammt knapp am Podium vorbei.

Mit seinem zweiten Sieg in dieser Saison sichert sich Ryoyu Kobayashi das Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden zurück, das er am Samstag noch an Stefan Kraft abgeben musste. Der Japaner erzielte am Sonntagnachmittag beim zweiten Einzelspringen im schweizerischen Engelberg Weiten von 132,5 und 134 Meter und sicherte sich damit den 15. Weltcupsieg seiner Karriere.

Der Japaner kam beim letzten Wettkampf vor der anstehenden Vierschanzentournee auf insgesamt 272 Punkte und setzte sich damit gegen den Slowenen Peter Prevc durch, der auf 123,5 und 127,5 Meter (263,1 P.) kam. Dritter wurde der österreichische Newcomer Jan Hörl (134 und 136,5 m; 262 P.) durch.

Der zweite Wettkampftag in der Zentralschweiz war geprägt von starkem Rückenwind und Dauerregen. Die Qualifikation im Vorfeld ist dem Wind zum Opfer gefallen und auch im Wettbewerb waren mehrere Top-Athleten bei den wechselhaften Bedingungen chancenlos und mussten sich enttäuscht in die Weihnachtsfeiertage verabschieden.

Nur drei DSV-Skispringer in den Punkten

Auch für die deutsche Mannschaft war es ein durchwachsener Tag. Selbstvertrauen für den anstehenden Saisonhöhepunkt konnte einzig Karl Geiger tanken. Nach dem ersten Durchgang mit 133 Meter noch auf dem dritten Platz gelegen, fiel der Oberstdorfer im Finale mit 125 Metern auf einen dennoch starken vierten Rang zurück. „Ich gehe jetzt entspannt in die Weihnachtstage und vertraue darauf, dass ich gut in Form bin. Ich freue mich auf die Vierschanzentournee“, sagte Geiger.

Neben Geiger schafften es nur Stephan Leyhe (10.) und Pius Paschke (13.) in den Finaldurchgang. „Wir geben nicht auf und arbeiten weiter. Bei der Vierschanzentournee wollen wir uns weiter steigern“, bilanzierte Bundestrainer Stefan Horngacher im ‚ZDF‘.

Top-Athleten kämpfen mit schwierigen Bedingungen

Markus Eisenbichler war wie viele andere Athleten bei deutlichem Rückenwind chancenlos. Mit 107,5 Metern ist der dreimalige Weltmeister ebenso wie seine Mannschaftskollegen Moritz Baer (32.) und Constantin Schmid (48.) nach dem ersten Durchgang ausgeschieden.

Auch Richard Freitag kommt weiter nicht in Form und enttäuschte als 61. „Ich habe in den letzten Tagen viel probiert, aber nichts davon hat funktioniert. Das ist natürlich extrem ärgerlich“, so der Sachse sechs Tage vor dem Start der Vierschanzentournee.

Auch die beiden Polen Piotr Zyla (33.) und Dawid Kubacki (47.), der Österreicher Michael Hayböck (34.) und Norwegens Daniel-André Tande (58.) mussten im Finaldurchgang zuschauen. Vierfach-Olympiasieger Simon Ammann (63.) enttäuschte vor heimischem Publikum als Letzter.

Stefan Kraft mit Sturz im Finale

Stefan Kraft verabschiedete sich mit einem Sturz in die Weihnachtspause. Nach dem ersten Durchgang noch aussichtsreich an vierter Stelle gelegen, konnte der Österreicher seinen zweiten Sprung auf 125,5 Meter nicht stehen und fiel auf den 18. Platz zurück. Glück im Unglück: Kraft stand direkt wieder auf den Beinen und hat sich keine Verletzungen zugezogen.

Aus mannschaftlicher Hinsicht war es dennoch ein starker Tag der Österreicher: Neben Hörl landeten auch Daniel Huber (5.) und Philipp Aschenwald (6.) weit vorne. Die besten Norweger Marius Lindvik und Robert Johansson belegten dahinter die Plätze sieben bzw. acht. Vortagessieger Kamil Stoch wurde Neunter.

Kobayashi in Gelb nach Oberstdorf

Mit insgesamt 440 Punkten führt Ryoyu Kobayashi den Gesamtweltcup vor Kraft (369) und Geiger (347) an und reist wie im vergangenen Jahr im Gelben Trikot zum Tournee-Auftakt nach Oberstdorf.

» Weltcup-Kalender 2019/2020: Alle Termine im Überblick

Dort starten die Skispringer am kommenden Wochenende in den ersten Saisonhöhepunkt. Bereits am Samstag stehen im Allgäu das offizielle Training und die Qualifikation auf dem Programm, am Sonntag folgt dann das Auftaktspringen.

Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

Auch interessant: Severin Freund muss sein Comeback erneut verschieben. Der ehemalige Weltmeister verpasst die anstehende Vierschanzentournee, wie Bundestrainer Stefan Horngacher in Engelberg bestätigt hat.

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Über Marco Ries 644 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

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