Sommer-Grand-Prix

Kamil Stoch siegt in Hinterzarten, Karl Geiger Zweiter

Auch beim zweiten Einzelspringen des Sommers ist Kamil Stoch nicht zu bezwingen. Der polnische Gesamtweltcup-Sieger setzt sich in Hinterzarten gegen den starken Oberstdorfer Karl Geiger durch.

Kamil Stoch bleibt das Maß aller Dinge im Skispringen. Eine Woche nach dem Auftaktsieg in seiner polnischen Heimat Wisla gewinnt der 31-Jährige auch das zweite Einzelspringen der Saison in Hinterzarten. Mit Weiten von 110 und 106,5 Metern erzielte Stoch insgesamt 271,1 Punkte und setzte sich damit gegen den Oberstdorfer Karl Geiger durch, der 104 und 99 Meter (256,3 P.) weit gesprungen ist. Der Schweizer Killian Peier jubelte mit 104 und 100,5 Metern (255,8 P.) über den dritten Platz und landete damit erstmals in der höchsten Wettkampfebene des internationalen Skispringens auf dem Podium.

Vor 5.000 Zuschauern im Adler-Skistadion – unter ihnen auch der ehemalige britische Skispringer „Eddie the Eagle“ – führte Stoch das Feld schon zur Halbzeit souverän an. Bei bedecktem Himmel und angenehmen 20 Grad Celsius folgten schon nach dem ersten Durchgang Geiger und Peier hinter dem Polen auf den Plätzen zwei und drei.

„Trotz eines stressigen Frühjahrs hatte ich eine gute Saisonvorbereitung. Mit meinen Sprüngen auf dieser Schanze war ich sehr zufrieden“, erklärte der siegreiche Stoch im Anschluss. Auch Karl Geiger war vollends zufrieden – und freut sich nun auf eine kurze Wettkampfpause: „Ich bin froh, dass ich die gute Form von Wisla mit nach Hinterzarten bringen konnte. Wir werden die kommende Station in Einsiedeln auslassen und eine Woche Pause machen. Ich hoffe, danach in Courchevel wieder vorne mit dabei zu sein.“

Alle DSV-Adler im Finale, Wank Neunter

In Abwesenheit von Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler sammelten alle sieben DSV-Skispringer weitere Grand-Prix-Punkte. Neben Geiger machte vor allem Andreas Wank auf sich aufmerksam, der mit 101,5 und 97,5 Metern als Neunter ebenfalls unter den Top Ten landete.

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Der frisch gekürte deutsche Meister David Siegel belegte bei seiner ersten Wettkampfteilnahme in diesem Sommer den 13. Platz vor dem Sachsen Richard Freitag. Auch Stephan Leyhe (21.), Constantin Schmid (29.) und Pius Paschke (30.) schaffen den Sprung ins Finale der besten 30.

Fünf Polen unter den ersten Zehn

Aus mannschaftlicher Sicht war Team Polen wieder einmal eine Klasse für sich – jeder zweite Springer unter den Top Ten ein Pole: Hinter Killian Peier schrammte Piotr Zyla als Vierter nur knapp am Podium vorbei. Aus der Mannschaft von Stefan Horngacher landeten außerdem Stefan Hula (6.), Jakub Wolny (8.) und Vorjahressieger Dawid Kubacki (10.) unter den besten Zehn.

Überraschend stark präsentierten sich am Samstagnachmittag außerdem Evgeniy Klimov aus Russland als Fünfter sowie der Japaner Naoki Nakamura auf Platz sieben.

Zajc bester Slowene, Österreicher springen hinterher

Ohne den verletzten Peter Prevc gab es für Team Slowenien nicht viel zu holen – noch hinter dem Italiener Alex Insam (11.) belegte Timi Zajc als beste Slowene den zwölften Platz.

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Auch die Österreicher konnten im Kampf um die vorderen Plätze nicht mitmischen, Stefan Kraft wurde als bester Athlet aus der Alpenrepublik gerade einmal 16.

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Der Sommer-Grand-Prix wird am kommenden Wochenende im schweizerischen Einsiedeln fortgesetzt. Am Freitag findet zunächst die Qualifikation statt, bevor am Samstag dann das dritte Einzelspringen der Saison folgt.

13 Kommentare

  1. Ich fand Eurosport schon immer unerträglich, erstens wegen der Moderation und zweitens wegen der vielen Werbung.

    Wenn ich Skispringen schaue, dann interessiert mich natürlich nichts brennender als Hebebühnen für Autowerkstätten oder ein PC-Spiel, und dies pro Springen unzählige Male.

    Wenn ein Springen also bei ARD oder ZDF und Eurosport gezeigt wird, dann ist für mich klar, auf welchem Kanal ich mir das anschaue, Eurosport kommt für ich nur als Notnagel in Frage, wenns gar nicht anders geht.

  2. Eurosport macht den ganzen Sommer Grand Prix für Zuschauer kaputt. Erst senden sie den ersten Durchgang in Wisla nicht live, jetzt lassen sie den Wettbewerb in Hinterzarten komplett aus. Danke, weiter so …
    Das Fechten im Aufzeichnung war wirklich sehr spanned

    • Soviel zu EUROSPORT: Hannawald und Bielek sind ohnehin schwer zu ertragen, sie schwatzen dauernd unnötiges Zeug und vergessen, die Springer anzusagen (mitunter gleich 3 hintereinander),sie verfügen nur über wenig Hintergrundwissen, geben sich wenig Mühe, albern rum und wirken lustlos! Wann merkt das endlich auch EUROSPORT und zieht die Konsequenzen?

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