Grünes Licht für Evgeniy Klimov

Umstrittene Entscheidung: FIS lässt weiteren Skispringer aus Russland zu

Die FIS hat die Liste der russischen Athleten mit neutralem Status erweitert: Neu darunter befindet sich der Skispringer Evgeniy Klimov, dessen Verhalten nach Beginn des russischen Angriffskrieges für erhebliche Kritik gesorgt hatte.

Die Internationale Ski- und Snowboardverband (FIS) hat am Donnerstag eine aktualisierte Liste der Athleten veröffentlicht, die als „Individual Neutral Athletes“ (AIN) an internationalen Wettbewerben teilnehmen dürfen. Bei den Skispringern finden sich fünf russische Namen, neu mit dabei ist Evgeniy Klimov.

Der Olympia-Zweite von Peking 2022 hatte vor allem in den Wochen nach Beginn des Krieges in der Ukraine mit seinem Verhalten für Kontroversen gesorgt. Später trat er bei einer Veranstaltung mit Russlands Präsident Vladimir Putin auf und zeigte ein Zeichen zur Unterstützung des Einmarschs in die Ukraine.

Strenge Kriterien für neutrale Athleten

Die Entscheidung kommt vor dem Hintergrund der von der FIS selbst formulierten Anforderungen an neutrale Athleten. Für die Saison 2026/2027 müssen russische und belarussische Sportler unter anderem eine Neutralitätserklärung unterschreiben. Zudem dürfen keine entsprechenden nationalen Symbole verwendet werden. Die Einhaltung der Vorgaben soll fortlaufend überprüft werden, wie die FIS mitteilte.

In den FIS-Regeln ist außerdem festgelegt, dass Athleten nicht freiwillig mit dem Militär oder anderen Sicherheitsbehörden Russlands oder Belarus‘ verbunden sein dürfen. Auch eine Unterstützung des Krieges gegen die Ukraine ist mit dem Neutralstatus nicht vereinbar.

Warum die FIS Klimov trotz seiner öffentlich dokumentierten Auftritte als neutral eingestuft hat, geht aus der veröffentlichten Mitteilung nicht hervor. Der Weltverband erklärte im Vorfeld lediglich, dass die Anträge individuell geprüft werden und dabei auch externe Prüfungen zur Grundlage der Entscheidung gehören.

Fünf russische Skispringer zugelassen

Neben Klimov erhielten auch Sadreev, Mankov, Nazarov und Nikolaev den Status. Damit ist der Kreis der russischen Skispringer mit internationaler Startberechtigung für die kommende Saison inzwischen auf fünf Athleten angewachsen.

Die Athleten dürfen allerdings nicht als russische Nationalmannschaft antreten. Die Teilnahme ist ausschließlich individuell und neutral vorgesehen. Mannschaftswettbewerbe sind für AIN-Athleten ausgeschlossen.

Auch interessant: Nach mehreren Jahren mit ‚Viessmann‘ bekommt der Skisprung-Weltcup einen neuen Titelsponsor: Der neue Partner übernimmt das Sponsoring für vier Jahre bis zur Olympia-Saison 2029/2030 – und steht nun offiziell fest.

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7 Kommentare

  1. Viele Schlafschafe haben nicht kapiert, dass nicht Russland die Kriegstreiber sind, sondern die EU.
    Und, was können die Sportler dazu, wenn Ihr Land permanent von der EU verbal und kriegerische attackiert werden, damit die EU Parasiten an ihre Bodenschätze wollen? Sie haben mit dem Krieg nichts zutun.
    Aber aus meiner Sicht, so leid es mir tut, sollten die unschuldigen Russen zuhause bleiben, bevor hier sufgegetzte Idioten ihnen noch einen Schaden zufügen.

    • Da geht mir doch gleich das Herz auf zu wissen dass man in drei Absätze so viel Idiotie packen kann wie ich es in meinen 33 Lebensjahren nicht geschafft habe zu emittieren.
      Da fühlt man sich zwischendrin wieder gebildet.

  2. Es ist wahnsinnig, das ein kriegstreibendes Land Athleten entsenden darf. Dabei ist es egal ob als“AIN* oder russischer Athlet

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