Schmid setzt deutsche Podestserie fort

Nika Prevc feiert erneuten Heimsieg in Ljubno

Foto: imago / GEPA

Im Geduld- und Nervenspiel beim zweiten Springen in Ljubno hat Nika Prevc erneut die Oberhand. Während ihr Vorsprung diesmal nur einen Punkt beträgt, setzt Katharina Schmid die Serie der deutschen Podestplätze fort.

Fast zwei Stunden dauerte das Geduld- und Nervenspiel an diesem Sonntagmittag in Ljubno – und doch steht Nika Prevc am Ende wieder ganz oben: Mit 85 und 92 Metern und 271,1 Punkten gewann sie auch das zweite Springen bei ihrem Heimweltcup. Nur einen Punkt hinter ihr landete erneut Lisa Eder (87,5 und 90,5 m; 270,1 P.) auf Platz zwei. Katharina Schmid sorgte mit 90 und 89,5 Metern und 252,9 Punkten und Platz drei für den fünften Podestplatz für Deutschland in Folge.

„Die Bedingungen waren wirklich schwierig und ich hatte auch mit meinen Sprüngen zu kämpfen. Ich habe versucht, mein Bestes gegeben, auch wenn die Sprünge nicht so besonders waren. Trotzdem bin ich zufrieden und dankbar für alle, die in Ljubno an der Schanze waren und diese besondere Atmosphäre erzeugt haben“, sagte Prevc nach dem Wettkampf. Durch ihren 31. Weltcupsieg rangiert sie nun auf Platz zwei der Bestenliste und ließ die dreifacher Gesamtweltcupsiegerin Maren Lundby (30) hinter sich. Somit liegt nur noch Sara Takanashi (63) vor ihr.

Daniela Vasilica Toth sorgt für bestes rumänisches Weltcupergebnis

Die wechselhaften Windverhältnisse stellten die Springerinnen vor Herausforderungen und sorgten für einige unerwartete Ergebnisse. Am wenigsten überraschend waren dabei noch der vierte und sechste Platz der Chinesin Ping Zeng und Prevc‘ Teamkollegin Nika Vodan, die allerdings im Finale ganze acht Plätze nach vorne gespült wurde. Noch extremer war es bei Zengs Landsfrau Bing Dong, die als Neunte ihr bestes Karriereresultat erzielen konnte. Selbiges galt auch für die US-Amerikanerin Annika Belshaw, die Siebte wurde und damit vor Juliane Seyfarth landete, die als Achte zweitbeste Deutsche wurde.

Sogar das beste Weltcupergebnis für ihr Land holte die Rumänin Daniela Vasilica Toth mit Position zehn. Das beste Saisonergebnis für Finnland ersprang Jenny Rautionaho mit Position fünf – und das, nachdem sie im ersten Durchgang bei ihrem Versuch auf 72 Meter ganze 40 Pluspunkte für die Windkompensation erhielt – ein Rekord, der in Ljubno womöglich für die Ewigkeit bleibt. Mit Sofia Mattila (14.) und Julia Äikiä (26.) landeten auch zwei ihrer Teamkolleginnen in den Top 30, für beide war es das beste Karriereresultat, für Äikiä die ersten Weltcuppunkte überhaupt.

Selina Freitag im Windpech – Ukrainerin Karina Kozlova schreibt Weltcup-Geschichte

Und damit der Bestleistungen noch nicht genug: Die Slowenin Jerica Jesenko, die der nationalen Gruppe angehörte, wurde starke Zwölfte. Die Wienerin Meghann Wadsak verbesserte ihr bestes Weltcupergebnis um einen Platz und wurde 25., damit drittbeste Österreicherin nach Julia Mühlbacher auf Rang elf. Weltcup-Geschichte schrieb derweil die erst 16-jährige Karina Kozlova, die als 28. als erste Ukrainerin in die Punkte sprang.

Kein Glück hatte dagegen Selina Freitag: In beiden Durchgängen musste sie auf ihren Start warten und erwischte noch dazu schlechte Verhältnisse, bei denen sie gar nicht besser abschneiden konnte als Platz 19. Damit wurde sie viertbeste Deutsche hinter Anna Hollandt, die solide 13. wurde. Auch Emely Torazza konnte mit Rang 27 erneut punkten. Im Finale wurde unterdessen noch die Italienerin Martina Zanitzer disqualifiziert, weil die Spitze ihrer Ski zu flach war.

ÖSV-Springerin Hannah Wiegele verpasste den Sprung ins Finale als 31. um 3,1 Punkte, auch Teamkollegin Chiara Kreuzer konnte als 38. keine Weltcuppunkte holen. Selbiges galt aus dem Schweizer und dem deutschen Team auch für Rea Kindlimann und Julina Kreibich, die die Positionen 34 und 36 belegten. Mit Simone Buff (44.) und Sara Pokorny (54.) schieden je eine Schweizerin und Österreicherin bereits in der Qualifikation aus.

» Weltcup-Kalender 2025/2026 (Frauen): Alle Termine im Überblick

Am kommenden Wochenende steht mit Zhangjiakou die erste Übersee-Station im Weltcup der Skispringerinnen an. Dort bestreiten sie am Freitag und Samstag erstmals zwei Einzelspringen auf der Großschanze (alles live bei skispringen.com).

skispringen.com-Newsletter

Aktuelle Nachrichten, spannende Hintergrund-Informationen und Veranstaltungs-Hinweise per E-Mail abonnieren. Weitere Informationen zum Newsletter und Datenschutz

Über Luis Holuch 644 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und die Continentalcup-Finals der Nordischen Kombination.

1 Kommentar

Kommentar schreiben

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Bitte beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


*