Österreichs Skisprung-Star optimistisch

Gregor Schlierenzauer: „Will wieder ganzes Potenzial abrufen“

Gregor Schlierenzauer zieht eine positive Zwischenbilanz der Vorbereitungen auf die anstehende Olympia-Saison. Der Rekord-Weltcupsieger aus Österreich ist optimistisch – und erklärt, dass er „wieder ganz oben“ stehen will.

Auf seiner Homepage äußerte sich Gregor Schlierenzauer ausführlich zu den Vorbereitungen auf die nächste Wintersaison. Rückblickend auf die vergangene Saison, als der Tiroler wegen seines Kreuzbandrisses erst im November in das Sprungtraining einsteigen konnte, spricht er nun von besseren Voraussetzungen. „Nach einer vollen Vorbereitung will ich natürlich wieder das ganze Potenzial abrufen“, so der 27-Jährige.

Der 53-fache Weltcupsieger, der am kommenden Wochenende beim Continentalcup in Stams startet, setzt sich entsprechend große Ziele: „Wenn mir das gelingt, wird die Folge daraus ein gutes Resultat sein. Im Idealfall stehe ich sogar wieder ganz oben.“ Dabei wolle er nicht vergessen, „die Sprünge und den Sport an sich zu genießen“.

„Im Skispringen hat sich irrsinnig viel getan“

Dass es in der jüngeren Vergangenheit für ihn nicht ganz so rund lief, führt Gregor Schlierenzauer auch auf Veränderungen im Skispringen zurück. „In der Entwicklung des Skisprungsports hat sich irrsinnig viel getan. Sowohl in der Entwicklung der Technik als auch beim Material, was auch immer eine Frage des Reglements ist. Mit einem Siegsprung von vor fünf Jahren bist du mittlerweile nicht mehr vorne mit dabei“, urteilt Schlierenzauer, dessen letzter Weltcupsieg vom 6. November 2014 datiert.

Schlierenzauer glaubt nicht ein Material-Revolution

Aktuell arbeite er daran, dem „perfekten Sprung“ möglichst nahe zu kommen. Dafür findet Schlierenzauer in Innsbruck beste Bedingungen vor: Die Bergiselschanze ist mit einer Eisspur ausgestattet, die es auch bei sommerlichen Temperaturen erlaubt, wie im Winter anzufahren. „Diesen Service auf meiner Heimschanze zu haben, erleichtert vieles. Natürlich kann man im Sommer noch nicht alles perfekt simulieren, was im Winter passieren wird. Der Ski biegt sich in der Hitze anders als bei Kälte, der Anzug sitzt noch ein wenig anders und auch die Luft fühlt sich anders an.“

An eine technische Revolution in der anstehenden Olympia-Saison, wie es sie vor vier Jahren mit der sogenannten Stabbindung des Schweizers Simon Ammann gab, glaubt Schlierenzauer indes nicht. „Das sehe ich derzeit nicht und wenn, dann würde ich es nicht verraten“, so der Österreicher: „Ganz ehrlich, meiner Meinung nach wird es darauf ankommen, auf perfekt eingestelltem Material seine besten Sprünge abzurufen.“

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