Nach der Vierschanzentournee

Marius Lindvik springt beim Weltcup in Bischofshofen zum Sieg

Foto: imago / Sven Simon

Marius Lindvik springt beim ersten Weltcup nach der Vierschanzentournee zu vierten Weltcupsieg seiner Karriere und führt damit einen norwegischen Doppelsieg an. Die deutschen Skispringer erleben in Bischofshofen hingegen ein kleines Debakel.

Mit Sprüngen auf 133,5 und 139 Meter sicherte sich Marius Lindvik den Sieg beim Weltcup in Bischofshofen. Der Norweger erzielte am Samstagabend auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen insgesamt 291,7 Punkte und setzte sich damit gegen seinen Landsmann Halvor Egner Granerud durch, der auf 133,5 und 136 Meter (287,7 P.) kam. Den dritten Platz belegte der Österreicher Jan Hörl mit 131,5 und 137,5 Metern (285,7 P.).

Keine 24 Stunden nach dem Finale der 70. Vierschanzentournee sah es noch danach aus, als könnte erneut ein österreichischer Skispringer einen Heimsieg bejubeln. Philipp Aschenwald führte das Feld zur Halbzeit noch vor Ryoyu Kobayashi und Halvor Egner Granerud an. Doch im Finale verpatzte ausgerechnet Vierschanzentournee-Sieger Kobayashi mit 133,5 Metern und fiel auf den vierten Platz zurück. Der Halbzeit-Führende Aschenwald reihte sich mit 131,5 Metern im zweiten Durchgang dahinter auf dem fünften Platz ein.

DSV-Adler springen hinterher: Nur Geiger unter den Top Ten

Nicht viel zu holen gab es für die deutschen Skispringer, die nach dem verpassten Podium in der Gesamtwertung bei der Vierschanzentournee in Bischofshofen erneut chancenlos waren: Nach dem ersten Durchgang noch an neunter Stelle gelegen, belegte der Tournee-Vierte Karl Geiger mit zwei Sprüngen auf jeweils 132 Meter zumindest den achten Platz. Markus Eisenbichler, zur Halbzeit als zweitbester Deutscher immerhin noch 15., wurde nach seinem zweiten Sprung aufgrund eines irregulären Anzugs disqualifiziert.

Daneben sammelten nur Andreas Wellinger (19.), Stephan Leyhe (22.) und Pius Paschke (28.) weitere Weltcuppunkte. 128 Meter hätten Severin Freund eigentlich problemlos ausgereicht, um das Finale der besten 30 zu erreichen und damit weitere Weltcuppunkte zu sammeln. Doch der Wahl-Münchener verkantete bei der Landung mit seinen Skiern, kam zu Sturz und ist mit entsprechenden Punktabzügen und Platz 44 ausgeschieden.

Österreich im Aufwärtstrend

Die Gastgeber aus Österreich haben ihren Aufwärtstrend nach einem enttäuschenden Start in die diesjährige Vierschanzentournee konsequent fortgesetzt. Einen Tag nach dem ersten Weltcupsieg seiner Karriere belegte Daniel Huber auf seiner Heimschanze den fünften Platz. Daneben landete auch Daniel Tschofenig als Zehnter unter den Top Ten, die Manuel Fettner (11.) und Clemens Aigner (12.) nur knapp verpasst haben. Zumindest aus mannschaftlicher Sicht war die Alpenrepublik beim ersten Weltcup nach der Vierschanzentournee also die dominierende Nation.

Neben Freund sind mit dem Norweger Robert Johansson (34.), dem Japaner Naoki Nakamura (39.) und dem Tournee-Siebten Lovro Kos aus Slowenien (41.) weitere namhafte Athleten vorzeitig ausgeschieden.

» Weltcup-Kalender 2021/2022: Alle Termine im Überblick

Der Skisprung-Weltcup wird morgen an selber Stelle fortgesetzt: Dann steht in Bischofshofe

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Über Marco Ries 768 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

53 Kommentare

  1. Das heutige Mannschaftsspringen wir wohl dazu führen,
    das die Führung in der Nationen Wertung futsch ist und
    Deutschland auf Rang 3 abrutschen wird.In weiterer Folge
    dann auf 4.Z.Zt.ist eben der Wurm drin.Und diese Wertung
    sagt nach meiner Meinung viel aus,über Stärkr der Teams.
    Aber jetzt gleich den Trainerrauswurf zu fordern ist wohl
    auch nicht ganz richtig,weil wer sollte es machen und auf die Schnelle
    Erfolg haben?Allerdings wundere ich mich auch über die heutige Aufstellung
    mit Wellinger/Schmid.Aber der Trainer weiss natürlich mehr…..

  2. Mensch, diese Experten hier immer, die auch sicher selber Profi-Skispringer sind. Habe ja großen Respekt vor diesen ganzen Leuten, die hier sicherlich wirklich aus Erfahrung sprechen und SICHER nicht nur zuhause auf ihrer Couch hocken.
    Wäre ja erbärmlich davon zu sprechen, dass etwas erbärmlich ist, wenn man nicht selber Erfahrung damit hat…hm?
    Sicher steht ihr alle auch seit 10 Tagen unter der Dauerbelastung gute sportliche Leistungen zu erzielen und müsst euch von irgendwelchen möchtegern Kenner-Leuten im Internet….Ähm ich meine natürlich Experten runterreden zu lassen. Ihr werdet natürlich auch täglich von den Medien inner Luft zerissen, wenn was nicht hinhaut.

    Ich hoffe, da der Großteil der Kommentarspalte ja solche Profis sind, dass ich ja bald mal ihr Springer oder Trainer Debüt mitbekomme.
    Wäre ja schade solch einwandfreies Wissen und Kenntnisse über den Sport zu verpassen.
    Und wenn der Horngacher denn weg sein sollte, steht ihnen ja der Weg frei sich zu bewerben 🙂 Team Deutschland müsste unter ihnen ja AUFBLÜHEN!
    pfff..

  3. Hallo ihr lieben warum must mann Immer auf Trainer Stefan Horngacher immer Rum Haken die Deutsche Mannschaft ist Gut und die sind schon wieder lange Unterwegs und bis China ist noch Weit Weg und bis da hin Ist noch ein Langer Weck und es ist Klaube ich Noch Pa Pausen

  4. Ich bin auch kein Freund von Horngacher
    ABER: Werner Schuster hat die Tournee eben auch nie gewonnen, obwohl er ein wirklich guter, emphatischer Trainer war.
    Titel und Medaillen in Peking-und schon ist alles wieder in Ordnung.

    • Der beste Trainer bisher war Reinhard Hess, aber der war Ossi und mußte weg, wie nach und nach alles aus dem Osten. Die Alpenländler schaffen sowieso keinen Tourneesieg.Der Einzige bisher war Max Bolkart aus Oberstdorf vor ewiger Zeit. Der andere aus westlichen Gefilden war Dieter Thoma aus dem Schwarzwald. Alle anderen Tourneesieger ( 12 !! ) kamen aus Thüringen, Erzgebirge und Vogtland.Da träumen die Bayern davon, obwohl sie jedes Jahr 2 Springen auf ihren Hausschanzen haben.
      Große Klappe inclusive Trainer und Medien, aber Skispringen ist nun mal kein Wunschkonzert.

  5. Vielleicht sollte man auf der Schanze eine Rodelbahn errichten, welche im Zick-Zackkurs nach unten führt. Zwischen Schanzentisch und Aufsprung baut man einen Übergang. Das scheint ja der einzige Wintersport zu sein, den die Deutschen können.

  6. Glückwunsch an Lindvik, die coole Socke! Sehr ausgeschlafen heute. Und tolle Österreicher, ich freu mich auf den Teamwettkampf morgen.

  7. Hallo,hallo
    da haben wir ja echt super Sportler die bestimmt schon mal fast unfallfrei vom 30 cm Hocker gehüpft sind. Ich möchte nicht in ihre Hosen schauen, wenn sie mal oben am Schanzentisch gestanden sind.

  8. Ich kann mir nur anschließen zu dem was @Thomas sagt. Training auslassen (als einzige Mannschaft, wie überheblich) und dann keine Leistung: der Trainer hat versagt…

  9. Horngacher kann ja zurück nach Polen denn da lief es ja. Aber seinen Auftritt in bischofshofen gibt zu denken. In Deutschland wird man ihn nicht so schnell vermissen

  10. Die Talente die sich derzeit langsam vorbereiten, Lisso? Hoffmann?, wird man beim ersten Erfolg jubelnd auf den Sockel heben, um sie dann umgehend wieder zu zerschmettern. Schließlich formt der Anspruch die Athleten – und nicht etwa umgekehrt…

    • Typisch deutsch. Erst Tourneesieg herbeischreien, danach draufhauen weil sie dem Druck nicht mehr standhalten.

      Aber trotzdem erbärmlich was wir hier abgeliefert haben bei dieser Tournee

      • Na ja, wenn Platz 4 und 5 erbärmlich ist…
        dann weiß ich auch nicht mehr.
        Geh auf die Schanze und spring selber mal runter.
        Vielleicht änderst du dann deine Meinung über erbärmlich und so…
        Typisch deutsch ist das rumhacken auf Sportler und Trainer und Besserwisserei von vielen Sofa-Sportlern.

        • Ich war Leistungssportlerin, ok nicht skispringen. Aber ich verstehe die Prinzipien grundsätzlich. Es war die erste Tournee seit einigen Jahren, bei denen die Deutschen Springer schon nach Oberstdorf chancenlos waren. Und das ist nun mal ein Rückschritt.

          • Als ehemalige Leistungssport lern solltest du aber wissen, daß Platz 4 oder 5 nicht erbärmlich ist.
            Natürlich war es Ziel um den Tournee-Sieg mitzuspringen, aber kann man sowas einfach mal so planen?
            Da muß einfach alles passen und die andere Springer machen ja auch noch mit.

      • Sehr geehrte Anne,
        ich gebe den Herrn Silvio recht das der 4 und 5 Platz nicht erbärmlich sind sondern eine gute Leistung ist, da sie nicht viele Punkte vom 3 Platz entfernt waren. Außerdem finde ich es respektlos von das sie die deutschen Skispringer so kritisieren, da sie so viel Leisten, immer Hohe Erwartungen an die Skispringer sind,sie über längere Zeit von ihrer Familie sind und das kann auch mal Mental Zuviel werden. Und außerdem gibt es so viel auf das sie achten müssen. Und das beste am Sport ist doch Dabeisein,Spaß haben,jede Minute genießen und fehr zu sein. Und als ehemalig Leistungssportlerin ist sowas sehr gemein,da sie ja wissen müssen wie es ist, aber das müssen sie ja selber wissen. Ich betreibe auch Leistungssport und ich habe riesigen Respekt vor allen Sportlern und Sportlerinnen, da sie so starke Leistungen leisten und auch wenn es mal net gut läuft weiß man das es auch wieder besser ist, aber das aller wichtigste am Sport ist das man Spaß dran hat. Nehmen sie sich das mal zu Herzen.
        LG

      • Sehr geehrte Anne,
        wie bereits der Herr Silvio schon erwähnt hat ist 4 und 5 Platz nicht erbärmlich, ja okay vielleicht ärgern sich die Sportler das es nicht bis aufs Podest gereicht hat, aber es ist trotzdem eine gute Leistung da andere Sportler halt eben mal besser sind. Trotzdem gönnt man es ihnen, weil sie es sich ehrlich verdient haben. Es wäre doch auch langweilig wenn immer der selbe gewinnt oder nd? Außerdem als ehemalige Leistungssportlerin müssten sie doch wissen des is gewinnen nd immer des wichtigste is. Vor allen finde ich es sehr Respektlos die Sportler so zu kritisieren.Wissen sie auf was die Skispringer alles achten müssen? Nämlich auf vieles wie z.B. den Wind, auf ihre Bindung, Ausrüstung etc. und wenn da ein Fehler ist,ist die Technik des Skispringers gefährdet und das kann sehr schlimm ausgehen. Und des wegen ist das wichtigste am Sport Spaß zu haben, nach vorne schauen und nd die ganze Zeit in der Vergangenheit rumhocken da wir im hier und jetzt sind. Und das ist wichtig in der Realität des Geschehens zu bleiben, da die Skispringer auch Mental viel Leisten müssen. Denn sie sind längere Zeit von ihrer Familie getrennt, auf ihren Schultern lastet der ganze drück, sie versuchen immer ihr bestes zu geben und wenn es halt ein mal nd so gut wird ,wird gleich wieder wie verrückt auf ihren herum gehackt und auf Dauer kann das a mal Mental zu viel werden. Doch es ist nd schlimm da wir alle nur Menschen sind und Fehler machen. Und als ehemalige Leistungssportlin ist so was echt gemein, da sie es ja am besten wissen und sie werden ja wohl kaum immer alles Perfekt gemacht haben und vielleicht haben a welche immer auf ihnen rumgehackt haben und sie mochten es nd und wenn das der Fall ist sollte man selber erstmal bei seiner eigenen Haustür anfangen zu kehren, da so was echt sehr gemein und unhöflich is, aber das müssen sie ja selber entscheiden is nur so ein Rat neben bei.
        Es tut mir leid wenn ich etwas unhöflich und gemein zu ihnen war aber das ist eben meine Ansicht ( als jetzige Leistungssportlerin) auf ihre Meinung.
        LG

    • Ach ja. Ich vergaß: die „Talente“ die selbst in der nationalen Gruppe schon versagt haben in Garmisch. Ehrlich, wir stehen vor der nächsten Hannawald/Schmitt-Ära, die nach ein paar spärlichen Erfolgen medial überhyped waren und danach jahrelang am Boden lag!

  11. Horngacher raus! Während der Tournee fand ich das noch übertrieben aber beim Training heute wurde klar das es berechtigt ist. Wie kann er mit seiner kompletten Mannschaft das Training auslassen und dann diese erbärmliche Leistung anbieten.

    Ist er vielleicht doch noch nebenbei in Polen unter Vertrag und will denen zuliebe weitere deutsche Erfolge verhindern? Anders kann ich mir das nicht erklären!

    Ab ins Training!!!! Olympia kommt bald! Horngacher raus!

    • Die Jungs stehen seit zehn Tagen unter Dauerbelastung. Sehr gute Entscheidung von Horngacher, mal halblang zu machen und nicht auch noch Trainingsstürze wegen nachlassender Konzentration zu riskieren. Geh Fussball gucken, wenn du Trainer rausschmeißen willst…

      • Ich gönn es den Österreichern! Es macht Spaß, da zuzusehen, Ich freu mich auf dem Teamwettkampf morgen. Die werden richtig einen raushauen 🙂

      • Ist aber auch die Heim- und Lieblings-Schanze der Österreicher.
        Kann nächste Woche in Zakopane schon wieder ganz a ders aussehen.

        Ich bleib weiterhin optimistisch. Die Formkurve bei den Deutschen Springern zeigt zwar momentan nach unten, aber sie wird auch wieder nach oben gehen.

        • Oh Gott Zakopane, da kann die Deutsche Mannschaft gleich ausslassen, bei den mießen Ergebissen die dort in in den letzen Jahren rauskammen.

  12. Gibt es eigentlich im DSV so etwas wie talentierte Nachwuchstalente/Hoffnungsträger? Vielleicht sollte man die mal für den Weltcup nominieren. Mit den aktuellen Dilletanten wird aufjedenfall auf laaange Sicht nix mehr mit einen Tournee- oder Weltcupsieg. Gleich kommen aber bestimmt auch wieder hier die Schönfärber, welche an Wellingers (Aufwind)sieg bei Olympia oder die Siege bei der WM erinnern. Dies sind aber nun einmal alles nur Einzelwettkämpfe die statt „Weltcupspringen“, „Olympia“ oder „WM“ vorweg anführen. Es geht hier darum, dass keine KONSTANTE Leistung bei den DSV-Springern vorhanden ist, die man nun einmal braucht um eine Tournee oder den Weltcup zu gewinnnen.

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