Selina Freitag beste Deutsche

Mit Tagessieg in Lahti: Nika Prevc ist vorzeitig Gesamtweltcupsiegerin

Foto: SC Willingen

Mit ihrem 14. Saisonsieg macht Nika Prevc bereits in Lahti ihren Triumph im Gesamtweltcup klar. Während eine lang vermisste Teamkollegin Prevc‘ ihr Comeback feiert, wird Selina Freitag beste Deutsche.

Falls es noch einen Beweis für die Dominanz von Nika Prevc gebraucht hätte, hat sie diesen am Donnerstagabend (Ortszeit) in Lahti geliefert. Mit 128,5 und 124,5 Metern und 296,7 Punkten gewann die Slowenin bereits zum 14. Mal in dieser Saison und steht damit bereits sechs Springen vor Saisonende als Gesamtweltcupsiegerin fest. Zweite wurde Doppel-Olympiasiegerin Anna Odine Stroem mit 123 und 121,5 Metern und 282,5 Punkten. Den dritten Platz belegte Nozomi Maruyama mit 123,5 und 120,5 Metern und 270,8 Punkten.

„Ich bin super glücklich heute. Ich habe sehr gute Erinnerungen an Lahti und bin mit richtig guter Laune an die Schanze gekommen. Ab dem zweiten Trainingssprung, der sehr gut war, lief es einfach und jetzt konnte ich den Tag mit dem Gesamtweltcupsieg abschließen. Besser hätte es nicht laufen können“, sagte die sichtlich zufriedene dreifache Gesamtweltcupsiegerin.

Selina Freitag beste Deutsche

Die weiteren Top-Ten-Plätze waren derweil Zeugnis von der Stärke der Norwegerinnen: Eirin Maria Kvandal wurde Vierte, während Gyda Westvold Hansen als Sechste erstmals unter den besten Zehn landete und damit ein neues bestes Karriereresultat erzielte. Zudem landete Silje Opseth auf Rang neun. Die Siegerin des letzten Springens in Hinzenbach, Lisa Eder, wurde als Fünfte abermals beste Österreicherin, Teamkollegin Julia Mühlbacher kam als 21. nicht so gut mit der anspruchsvollen Schanze zurecht.

Japan brachte mit Yuki Ito und Sara Takanashi auf den Positionen acht und zehn zwei weitere Athletinnen in die Top Ten, in denen aus dem deutschen Team einzig Selina Freitag landete. Sie teilte sich den sechsten Rang punktgleich mit Westvold Hansen. Nach siebzehn Top-Ten-Ergebnissen in Serie kam Agnes Reisch diesmal nicht über Rang 17 hinaus, wurde damit aber immer noch zweitbeste Deutsche. Juliane Seyfarth und Katharina Schmid blieben mit den Plätzen 19 und 25 ebenfalls unter den Erwartungen, während Anna Hollandt mit Platz 28 heute erstmals im Saisonverlauf in die Top 30 der Gesamtweltcupwertung einzog.

Keine Weltcuppunkte für die Schweiz – Ema Klinec punktet bei Comeback

Mit Hannah Wiegele (34.) und Emely Torazza (38.) blieb je eine Springerin aus Österreich und Deutschland ohne Weltcuppunkte. Ein Weltcup-Comeback im Skispringen nach sechseinhalb-jähriger Abstinenz gab unterdessen Tara Geragthy-Moats. Die inzwischen 32-jährige US-Amerikanerin geht bei diesen Lahti Ski Games parallel im Spezialspringen und der Nordischen Kombination an den Start und wurde heute 40.

Für das Schweizer Trio gab es ebenfalls keine Weltcuppunkte. Sina Arnet und Simone Buff belegten im Wettkampf die Positionen 31 und 39. Die dritte Eidgenössin Rea Kindlimann schied als 41. nach der Qualifikation aus und war damit neben der Tschechin Klara Ulrichova die einzige Athletin, die den Wettkampf verpasste.

Mit Spannung wurde zudem das Weltcup-Comeback von Ema Klinec erwartet. Die Slowenin hatte nach einer Weisheitszahn-Operation im September mit einer Infektion und weiteren langanhaltenden gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und wollte ursprünglich bereits zur Two-Nights-Tour zurückkehren, musste aber stattdessen in einer Klinik behandelt werden. Nun nahm sie erstmals seit dem Sommer-Grand-Prix in Val di Fiemme an einem internationalen Wettkampf teil und belegte mit 102,5 und 120 Metern Platz 26.

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Am morgigen Sonntag steht in Lahti für die Skispringerinnen der zweite Einzel-Wettbewerb an. Dieser beginnt um 9:45 Uhr mit allen gemeldeten 42 Teilnehmerinnen (alles live bei skispringen.com).

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Über Luis Holuch 644 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und die Continentalcup-Finals der Nordischen Kombination.

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