Der Sommer-Grand-Prix bleibt bei den Frauen in slowenischer Hand: Nika Vodan gewinnt das zweite Springen in Wisla. Das deutsche Team verpasst die Top Ten zwar erneut, zwei Springerinnen erzielen jedoch Bestleistungen.
Die Sommer-Grand-Prix-Springen der Frauen im polnischen Wisla bleiben fest in slowenischer Hand: Mit 129,5 und 122 Metern und 242,2 Punkten gewann Nika Vodan am Sonntagmittag das zweite Einzel der Saison 2026/2027 und sorgte damit fĂŒr den achten Sieg einer Slowenin im achten Grand-Prix-Wettbewerb. Zweite wurde die Japanerin Yuki Ito mit 124 und 123 Metern und 234 Punkten vor der Norwegerin Silje Opseth mit 119 und 1223 Metern und 227,8 Punkten.
„Ich bin sehr glĂŒcklich mit dem heutigen Wettkampf. Gestern hatte ich im ersten Sprung kein gutes GefĂŒhl, aber die SprĂŒnge heute waren wirklich gut. Jetzt habe ich einen Eindruck davon, wo ich aktuell stehe und kann weiter an mir arbeiten“, kommentierte Vodan ihren zehnten Grand-Prix-Sieg und ihren zweiten Erfolg in Wisla, der ihr auch die GesamtfĂŒhrung bescherte. Diese wird sie jedoch bei der nĂ€chsten Station nicht verteidigen: „Ich werde nicht in Courchevel starten, somit wird sich jemand anders ĂŒber das gelbe Trikot freuen.“
Trainer-Poker mit Kvandal geht nicht auf
Die Französin Josephine Pagnier bestĂ€tigte mit Platz vier ihre aktuelle Form und lieĂ auch Vortagssiegerin Ema Klinec, die im ersten Durchgang recht ungĂŒnstige WindverhĂ€ltnisse erwischte, hinter sich. Mit Maja Kovacic, die Zehnte wurde, landete auch die drittbeste Slowenin in den Top Ten.
Ein sprich- und wortwörtliches Auf und Ab erlebte unterdessen Eirin Maria Kvandal. Nachdem die Jury im ersten Durchgang noch zwei und ihr Trainer Jermund Lunder eine weitere Luke fĂŒr die Norwegerin verkĂŒrzt und ihr die Landung bei 121,5 Metern damit deutlich erleichtert hatte, ging sie als Zweitplatzierte ins Finale. Auch dort ging dann ihr Trainer einen Einstieg nach unten, allerdings verpasste Kvandal mit 120 Metern die notwendigen 95 Prozent fĂŒr die Punktgutschrift um satte sieben Meter und fiel somit auf Platz sechs zurĂŒck.
Die Chinesin Ping Zeng konnte ihr bestes Grand-Prix-Ergebnis auf Platz sieben verbessern und landete somit vor der besten Finnin Jenny Rautionaho und der besten Kanadierin Abigail Strate auf den Positionen acht und neun. Rautionahos Teamkollegin Oosa Thure holte als 26. ihre ersten Grand-Prix-Punkte ĂŒberhaupt.
Juliane Seyfarth erneut beste Deutsche
Beste Deutsche wurde wieder Juliane Seyfarth, die abermals Rang 15 belegte und die Top Ten um gute zehn Punkte verpasste. Alvine Holz konnte derweil als 20. ihr bestes Karriereresultat egalisieren, Anna-Fay Scharfenberg schnitt mit Platz 21 sogar so gut wie noch nie ab.
Anders als noch am Vortag erreichten Anne HĂ€ckel und Julina Kreibich das Finale diesmal nicht. Als 31. und 32. mussten sie mit dem vorzeitigen Aus Vorlieb nehmen. Derweil wurden nur 35 Athletinnen gewertet, nachdem die FĂŒnftplatzierte des Samstags, Ingvild Synnoeve Midtskogen, nicht an den Start ging. Norwegens Co-Trainer Sigurd Nymoen Soeberg gab in der Mixed-Zone an, dass sie sich unwohl gefĂŒhlt und daher zurĂŒckgezogen habe.
» Sommer-Grand-Prix 2026 (Frauen): Alle Termine im Ăberblick
Die nĂ€chste Station des Sommer-Grand-Prix 2026 ist Courchevel. Dort finden am kommenden Wochenende zwei weitere Einzelspringen auf der GroĂschanze statt (alles live bei skispringen.com).

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