Naoki Nakamura hat sich beim Sommer-Grand-Prix in Rasnov selbst das wohl schönste Geburtstagsgeschenk gemacht: Der Japaner feierte am Samstag an seinem 30. Geburtstag einen überlegenen Sieg und steht damit vorzeitig als Gesamtsieger fest.
Mit Sprüngen auf 93 und 96 Meter setzte sich Nakamura auf der Normalschanze in Rasnov mit insgesamt 234,1 Punkten deutlich gegen Jason Colby durch. Der US-Amerikaner kam mit 89 und 90,5 Metern auf 215,2 Punkte und verwies Kristoffer Eriksen Sundal aus Norwegen (89 und 89,5 m; 214,7 P.) mit gerade einmal 0,5 Punkten Vorsprung auf den dritten Platz.
Schon nach dem ersten Durchgang hat Nakamura das Feld klar angeführt. Zur Halbzeit lag der Japaner 7,6 Punkte vor dem zu diesem Zeitpunkt noch zweitplatzierten Sundal. Im Finale legte Nakamura dann nach, mit 96 Metern gelang ihm der weiteste Sprung des Tages und setzte sich mit satten 18,9 Punkten Vorsprung gegen die Konkurrenz durch.
Für den Japaner war es nach seinem Doppelsieg zum Auftakt in Wisla bereits der dritte Grand-Prix-Erfolg dieses Sommers. In Courchevel war Nakamura zudem Dritter und Achter geworden.
Damit ist ihm auch der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. Vor Rasnov hatte Nakamura die Gesamtwertung mit 292 Punkten bereits deutlich vor Daniel Tschofenig (200), Gregor Deschwanden (181) und Philipp Raimund (160) angeführt. Mit den zusätzlichen 100 Punkten für den Sieg ist die Entscheidung nun schon vor den verbleibenden Wettbewerben gefallen.
Colby überrascht – Kesseli und Mizernykh in den Top fünf
Hinter dem überragenden Japaner sorgte vor allem Jason Colby für eine Überraschung. Der US-Amerikaner verbesserte sich mit 90,5 Metern noch vom dritten auf den zweiten Platz und fing Sundal ab, der nach 89 und 89,5 Metern Dritter wurde.
Juri Kesseli aus der Schweiz belegte den vierten Platz, unmittelbar dahinter folgte der Kasache Ilya Mizernykh. Kaimar Vagul wurde Sechster vor Hektor Kapustik und Adrian Thon Gundersrud.
Pawel Wasek arbeitete sich im Finale noch auf den neunten Platz nach vorne. Dawid Kubacki musste sich hingegen mit Rang 18 begnügen.
DSV verzichtet auf Rasnov
Deutsche Skispringer waren beim Grand-Prix in Rasnov nicht am Start. Der DSV hatte bereits im Vorfeld angekündigt, das komplette Wochenende in Rumänien auszulassen. „Wir sind mittendrin in der Vorbereitung auf den Winter und lassen den Grand Prix in Rasnov aufgrund der aktuell intensiven Trainingsbelastung und der Trainingssteuerung aus“, hatte Bundestrainer Andreas Mitter die Entscheidung erklärt: „Diese Ausrichtung hatten wir von vornherein so geplant. Die Saisonvorbereitung läuft gut soweit.“
Bereits am Sonntag steht in Rasnov der zweite Einzel-Wettbewerb auf dem Programm: Um 14 Uhr steht zunächst die Qualifikation auf dem Programm, bevor um 16 Uhr (alles live bei skispringen.com) dann der erste Durchgang beginnt.
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