Die FIS will in Zukunft deutlich häufiger Weltmeisterschaften austragen. Der ÖSV stellt sich jedoch klar gegen das Konzept – und warnt vor einer Entwertung der WM-Titel sowie negativen Folgen für den Weltcup.
Die Pläne der FIS für Weltmeisterschaften in nahezu jedem nicht-olympischen Jahr stoßen auf deutlichen Widerstand. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) lehnt das Konzept geschlossen ab und warnt vor einer Entwertung der Titelkämpfe sowie negativen Folgen für den Weltcup.
ÖSV reagiert „mit Überraschung“
Der ÖSV habe die Mitteilung „mit Interesse und einer gewissen Überraschung“ zur Kenntnis genommen. Die vorläufige Machbarkeitsstudie, auf deren Grundlage sich der FIS-Vorstand auf das Konzept verständigt hat, liege dem österreichischen Verband nach eigenen Angaben nicht vor.
Zudem weist der ÖSV darauf hin, dass bislang noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei. Es gebe einen „wesentlichen Unterschied zwischen der grundsätzlichen Prüfung eines Konzepts und einer endgültigen FIS-Vorstandsentscheidung über einen neuen WM-Zyklus“. Die FIS müsse deshalb in ihrer Kommunikation klar zwischen der konzeptionellen Einigung und einem formellen Beschluss unterscheiden.
Einstimmige Ablehnung in Österreich
Inhaltlich hat der ÖSV bereits eine eindeutige Position bezogen. Seine Präsidentenkonferenz sprach sich am 26. August „nach intensiver Diskussion einstimmig gegen Weltmeisterschaften in jedem Nicht-Olympiajahr“ aus. Diese Haltung sei dem FIS-Präsidenten noch vor der Sitzung in Thun persönlich mitgeteilt worden.
Für den Verband handelt es sich um eine „sportpolitische Grundsatzentscheidung“. Ein nahezu jährlicher WM-Zyklus sei aus sportlicher und strategischer Sicht nicht sinnvoll: „Eine Weltmeisterschaft muss etwas Besonderes bleiben“, betont der ÖSV. Durch die häufigere Austragung drohe eine „Inflationierung und damit eine schleichende Entwertung des sportlichen Stellenwerts einer Weltmeisterschaft und eines WM-Titels“.
ÖSV warnt vor Schwächung des Weltcups
Die neue Struktur würde sich auch unmittelbar auf das Skispringen auswirken. In fast jedem Winter stünde dann entweder eine Nordische Ski-WM oder ein olympischer Wettbewerb im Mittelpunkt. Damit könnte der Gesamtweltcup mit seinen traditionellen Veranstaltungen weiter in den Hintergrund geraten.
„Der Weltcup ist die zentrale jährliche Wettkampfserie unseres Sports und muss entsprechend stark positioniert bleiben“, erklärt der ÖSV. Wenn es beinahe in jeder Saison Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften gebe, bestehe die Gefahr, „dass die Bedeutung einzelner Weltcup-Saisonen und Weltcup-Veranstaltungen geschwächt wird“.
Darüber hinaus würden zusätzliche Weltmeisterschaften weitere feste Termine in einem ohnehin anspruchsvollen Kalender schaffen. Dabei benötigen die FIS und die nationalen Verbände nach Ansicht der Österreicher ausreichend Flexibilität, um neue Austragungsorte zu entwickeln, zusätzliche Märkte zu erschließen und innovative Wettkampfformate zu ermöglichen.
Nicht nur zusätzliche Einnahmen berücksichtigen
Der ÖSV fordert nun Einblick in die von der FIS erwähnten Studien und Analysen. Bei der Bewertung dürften nicht nur „mögliche zusätzliche Erlöse oder mediale Effekte“ berücksichtigt werden.
Entscheidend sei vielmehr die „Gesamtwirkung auf den Sport“ – unter anderem auf die Athleten, Weltmeisterschaften, den Weltcup, die Veranstalter und bestehende Austragungsorte. Während der endgültige Beschluss der FIS noch aussteht, ist die österreichische Position damit bereits klar: Eine Weltmeisterschaft soll ein besonderes Großereignis bleiben und nicht zum beinahe jährlichen Bestandteil des Winters werden.

So wird das Skispringen kaputt gemacht und am Ende wertlos!!
Prima idee! Einen etwas kleineren, kompacten Weltcup in kombination mit jedes Jahr WM und WM fliegen wäre super.
Es ist 2026! Sport ist einfach Vermarktung und Geld.