Alexander Ospelt

Nach heftiger Kritik: FIS-Präsident verteidigt Pläne für jährliche Ski-WM

Trotz deutlicher Kritik hält FIS-Präsident Alexander Ospelt an nahezu jährlichen Weltmeisterschaften fest. Der Liechtensteiner verspricht finanzielle Vorteile für die Athleten und kontert die Warnung vor einer Entwertung der Titelkämpfe.

Die Pläne des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes (FIS) für nahezu jährliche Weltmeisterschaften sorgen weiter für heftige Diskussionen. Nun hat FIS-Präsident Alexander Ospelt ausführlich für die Reform geworben – und die Kritik an einer möglichen Entwertung der Titelkämpfe zurückgewiesen.

„Der WM-Titel bedeutet für Athleten auch finanziell sehr viel. Die Gespräche gab es schon lange, wir würden das jedenfalls zugunsten der Athleten machen“, erklärte Ospelt im Interview mit dem ‚ORF‘. Gleichzeitig gehe es um kleinere Länder, die durch häufigere Weltmeisterschaften neue Ziele erhalten könnten.

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Das FIS-Council hatte bei seiner Sitzung in Thun grundsätzlich dafür gestimmt, das Konzept weiterzuverfolgen. Demnach könnten ab 2032 in jedem nicht-olympischen Jahr Weltmeisterschaften stattfinden. Selbst eine Umsetzung ab 2028 steht im Raum. Endgültig beschlossen ist die Reform bislang allerdings nicht.

Ospelt sieht „mehr Pro als Kontra“

Nach Angaben Ospelts habe es bei einem Workshop weder von den Aktiven noch von deren Vertretern negative Rückmeldungen gegeben. „Dass es jetzt so heiß diskutiert wird, begrüße ich absolut“, sagte der Liechtensteiner. Er wolle „nichts falsch machen und alle in die neue Diskussion einbeziehen“ – auch mit Blick auf die scharfe Kritik, die unter anderem der Österreichische Skiverband (ÖSV) geäußert und vor einer „schleichenden Entwertung“ gewarnt hatte.

Ziel sei ein langfristig verlässlicher Weltcup-Kalender mit einer fest integrierten WM Anfang Februar. „Ich glaube, das wäre passend und stimmig. Aktuell gibt es dafür mehr Pro als Kontra“, erklärte der FIS-Präsident. Neben den Athleten könnten nach seiner Einschätzung auch kleinere Nationen und Veranstalter von der Reform profitieren. Darüber hinaus will die FIS neue Märkte erschließen. Ospelt nannte dabei ausdrücklich China, Japan und Südkorea.

FIS könnte auch finanziell profitieren

„Dort eine WM zu veranstalten und ihnen die Chance zu geben, Teil eines größeren Systems zu werden, ist für alle von Vorteil“, sagte er. Davon könnten auch Nationen profitieren, die bei Weltmeisterschaften vertreten seien, aber bislang keine regelmäßige Rolle im Weltcup spielten.

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Dass zusätzliche Weltmeisterschaften auch der FIS finanziell zugutekommen würden, stellte der 58-Jährige laut ‚ORF‘ nicht infrage. Bereits bei seiner Bewerbung um das Präsidentenamt hatte Ospelt die Idee jährlicher Titelkämpfe vorgestellt.

Am Mittwoch soll es in Innsbruck zu einem Treffen zwischen der FIS und der Spitze des ÖSV kommen. Dort will Ospelt die bislang nicht endgültig beschlossenen Pläne mit einem der größten Kritiker des Vorhabens besprechen.

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1 Kommentar

  1. Hoffentlich bleibt das nur Fantasie. Jedes Jahr eine WM finde ich sogar als absoluter Skisprung-Fan total fehl am Platz und überzogen. Die WM sollte etwas besonderes bleiben. Hoffentlich schließen sich weitere nationale Verbände der Kritik an.

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