Domen Prevc macht es nach zehn Jahren seinem Bruder gleich und sichert sich den Gesamtsieg der 74. Vierschanzentournee. Beim Finale in Bischofshofen muss sich der Slowene nur Titelverteidiger Daniel Tschofenig geschlagen geben.
Mit Sprüngen auf 137 und 140,5 Meter sicherte sich Daniel Tschofenig den Sieg beim letzten der vier Tournee-Springen in Bischofshofen. Der Gesamtsieger der letztjährigen Vierschanzentournee erzielte am Dienstagabend in Bischofshofen insgesamt 303,9 Punkte und setzte sich damit gegen Domen Prevc durch, der auf 138 und 138,5 Meter (299,8 P,) und sich damit den ersten dritten slowenischen Gesamtsieger sicherte. Den dritten Platz belegte der Japaner Ryoyu Kobayashi mit 137 und 138 Metern (299,6 P.).
Mit am Ende „nur“ zwei Tagessiegen konnte sich der schon im Vorfeld favorisierte Prevc also in die Geschichtsbücher eintragen – genau zehn Jahre nach seinem älteren Bruder Peter Prevc triumphiert der 26-Jährige ebenfalls bei der Traditionsveranstaltung rund um den Jahreswechsel.
DSV-Skispringer verpassen Spitzenplatzierungen erneut
Für die deutschen Skispringer gab es zum Abschluss der Vierschanzentournee hingegen nicht viel zu holen: Bester Deutscher wurde erneut Felix Hoffmann, der mit 133 und 137 Metern im Kampf um die Podestplätze diesmal aber chancenlos war und nur Zehnter wurde. „Für mich war es definitiv eine coole Tournee, auch wenn es heute nicht ganz zufriedenstellend war. Dass ich mit diesen Sprüngen am Ende noch Platz zehn erreiche, zeigt, dass einige Sachen gut funktionieren“, analysierte Hoffmann, der in Oberstdorf für den einzigen deutschen Podestplatz gesorgt hat.
Neben ihm war es Philipp Raimund, der die deutschen Fahnen während der Vierschanzentournee hochgehalten hat. Doch dem Skispringer aus Oberstdorf ist es gesundheitlich angeschlagen beim abschließenden Wettbewerb nicht gelungen, an seine Leistungen von Beginn des Winters anzuknüpfen und musste sich wie schon vor zwei Tagen in Innsbruck mit dem zwölften Platz zufrieden geben.
„Ich war aus Engelberg schon krank, habe das irgendwie mit reingeschleppt und dann auch in Garmisch nach dem Silvesterabend wieder krank geworden. Heute morgen hat es mich dann richtig zerlegt, ich fühle mich absolut beschissen“, erklärte der 25-Jährige, der die Tournee aber dennoch positiv bewerten kann: „Ich hätte vielleicht ein bisschen mehr mitmischem und ums Podium mitspringen können. Aber nichtsdestotrotz bin ich Achter der Gesamtwertung – das ist meine beste Tournee.“
Wellinger und Geiger erneut ausgeschieden
Bundestrainer Stefan Horngacher bilanzierte nach dem letzten Springen eine „etwas weniger“ gute Situation seiner Springer: „Weil wir einfach ein bisschen angeschlagen war. Es war heute klar, dass es schwer wird. Die anderen haben es viel besser gemacht und das müssen wie so akzeptieren.“
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Neben den beiden aktuell stärksten Skispringern aus Deutschland schaffte nur Pius Paschke (24.) den Sprung in den Finaldurchgang. Andreas Wellinger und Karl Geiger sind hingegen auch bei der letzten Station der Vierschanzentournee ohne Weltcuppunkte geblieben und belegten die enttäuschenden Plätze 35 bzw. 45.
Trotz der weiterhin akuten Formschwäche zieht Stefan Horngacher für beide offensichtlich keine Wettkampfpause in Erwägung. „Sie werden definitiv nach Zakopane mitgehen, sofern sie das auch selbst wollen. Ich will das durchziehen im Wettkampf. Sie haben kleine Schritte vorwärts gemacht, auch wenn Karl nicht ganz so zurecht gekommen sind wie am Bergisel“, erklärte der Bundestrainer.
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In Zakopane stehen am Wochenende ein Team- sowie ein Einzel-Wettbewerb auf dem Programm, schon am Freitag finden das offizielle Training und die Qualifikation statt.
Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

Gratulation an Felix und an Reimund beide haben eine super Tournee abgeliefert aber danach was ist da los im DSV, kein Nachwuchs wo sind die Sportler vom C-Kader? Ich wunder mich nicht, bei der deutschen Meisterschaft sind die jungen Sportler 3-4Lucken höher weggefahren als der Rest, da hat man kein Leistungsvergleich mehr und die jungen skispringer denken hmmm ich spring ja super genauso weit wie unsere Topathleten hmmmm aber mit 2KMH mehr. Unsere Top Talente wie der Sohn vom Bundestrainer oder Kullmann oder Daimel oder Holz die müssen sich auch immer wieder im Training mit unseren Top Athleten messen aber nicht mit 3 KMH mehr Anlauf Geschwindigkeit. Hier läuft was falsch kein Leistungsgedanke. So läuft es seit Jahren, darum wird es nicht besser.
Super Domen! Herzliche Gratulation!
Erstmal herzlichen Glückwunsch an Domen Prevc, den Österreichern und Nikaido Ren. Tolle Tournee von euch.
Auch Hoffmann und Raimund haben es in ihren Möglichkeiten gut gemacht.
Ansonsten kann man zum DSV nur sagen: HILFE. Die Krise die sich in den letzten Jahren schon andeutet das sie kommen wird ist schon früher da als erhofft.
Man oh man in allen Bereichen hinkt man hinterher. Es gibt nirgendwo Hoffnung.
Die Verantwortlichen müssen sich einfach fragen, was alles schief läuft und warum man mit offenen Augen so da rein läuft. Es sind doch alle Möglichkeiten vorhanden. Warum nutzt man sie nicht? Schaut doch mal zu den Ösis oder Slowenen. Schaut was die da so viel besser machen. Es sind unsere Nachbarn, wir haben überall Österreicher als Trainer usw. Warum klappt es nicht?
Hoffe es werden endlich Schlüsse gezogen und nicht immer nur geredet. Erster Schritt: Horngacher weg. Frischer Wlnd…. Das ist schon mal sehr gut. Und dann muss man schauen was an der Basis schief läuft.
Macht die Augen auf und trefft auch unangenehme Entscheidungen. In der Hoffnung, dass wir vielleicht in 5 bis 10 Jahren wieder Konkurrenzfähig sind. Vorher werden wir durch ein großes Tal müssen.
Wenn sich Raimund geshtl. schon über Weihnachten geschleppt hat, sich unwohl statt wohl gefühlt hat, ist umso anerkennenswerter, dass er dennnoch sich an jedem Tourneetag den beruflichen Anforderung gestellt hat. Da muss man eben einsehen, dass er trotzdem versucht hat, so viel wie möglich zu leisten.
Bei Domen war es abzusehen, dass er sich und uns etwas bietet! Schön, dass es geklappt hat.
Wer denkbar auch etwas mit sich hadern wird, ist der Krafti: Er konte diesmal auch nicht so recht an frühere Tage anknüpfen. Auch wenn er fast immer ohne Wackler und Zappler einfach einen grandiosen Flugstil bietet.
Warum zeigen die Österreicher zu beiden Siegerehrungen nicht ihre Skier-sie halten nur einen Fake-Ski in die Kameras!! Sehr seltsam!
Auch die österreichischen Anzüge schlabbern optisch mehr als die anderen Starter. Aber es wird ja angeblich alles wertfrei kontrolliert.
Zudem sind die Wertungsrichter immer auf Seiten Österreichs. Egal, ob der der Telemark geschummelt oder der Flug in der Luft wackelig war. So ergibt es sich, dass 7 Österreicher unter den ersten 10 sind.
Danke Miri –.– sehr gute worte und jaa ich geh mit
Super Domen! Herzliche Gratulation!