Domen Prevc bleibt auch vor dem Finale in Bischofshofen klarer Top-Favorit bei der Vierschanzentournee: In Bischofshofen gewinnt der Slowene auch die Qualifikation. Bester deutscher wird diesmal Philipp Raimund.
Mit einem Sprung auf 140 Meter sicherte sich Domen Prevc den Sieg in der Qualifikation fĂŒr das Finale der 74. Vierschanzentournee. Der slowenische GesamtfĂŒhrende der Vierschanzentournee erzielte am Montagabend in Bischofshofen insgesamt 159,2 Punkte und setzte sich damit gegen gegen die beiden Ăsterreicher Stephan Embacher (138 m; 153 P.) und Jan Hörl (137 m; 149,9 P.) durch.
Im Kampf um den Gesamtsieg hat Prevc damit abermals seine klare Favoritenrolle bestĂ€tigt: Obwohl er sich am Bergisel in Innsbruck am Sonntag knapp dem Japaner Ren Nikaido – heute ĂŒbrigens „nur“ Achter – geschlagen geben musste, startet er am Dreikönigstag morgen in bester Ausgangslage in das Finale. Mit einem Vorsprung von insgesamt 41,4 Punkten, umgerechnet 23 Metern, wird ihm der Sieg ohnehin kaum noch zu nehmen sein.
Raimund bester Deutscher: Hoffmann verpasst Top Ten
Spannend bleibt es aber auch morgen im Kampf um die weiteren PodestplĂ€tze der Gesamtwertung hinter ihm: Die deutschen Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf Felix Hoffmann, der nach drei von vier Springen immerhin FĂŒnfter ist und als einziger DSV-Adler noch realistische Chancen auf die Top-3 hat. Mit 128,5 Metern kam der ThĂŒringer diesmal aber nicht ĂŒber einen elften Platz in der Qualifikation hinaus.
Vor dem Tournee-Finale hat Hoffmann mit Knieproblemen zu kĂ€mpfen: „Wir haben das gestern Ă€rztlich besprochen und haben auch einen Plan, wie es weitergeht. Das sollte fĂŒr morgen kein Problem sein, aber er hat schon ein bisschen Schmerzen“, erklĂ€rte Bundestrainer Stefan Horngacher in der ‚ARD‘. Hoffmann selbst schlieĂt eine Wettkampfpause nach der Vierschanzentournee nicht aus.
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Bester Deutscher wurde unterdessen Philipp Raimund, der sich nach seinem zwölften Platz in Innsbruck (das zweitschlechteste Saisonergebnis des bisherigen Winters) mit 135 Metern und Platz sechs immerhin deutlich gesteigert hat.
„Wenn sie das FluggefĂŒhl auf dieser Schanze finden, ist morgen auch etwas drin“, sagte Horngacher mit Blick auf seine weiterhin stĂ€rksten Springer. Raimund ergĂ€nzte zu seinem Sprung: „Ich muss sagen, insgesamt ist mein Sprung heute gut durchgelaufen dafĂŒr, dass er eigentlich relativ frĂŒh war. Ich wĂŒrde sagen, grundsolide.“
Einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat Andreas Wellinger, der nach ordentlichen TrainingssprĂŒngen auch in der Qualifikation auf immerhin 127,5 Meter kam und mit Platz 23 noch vor Teamkollege Pius Paschke (25.) gelandet ist. Deutlich mehr Probleme hatte hingegen Karl Geiger, der mit Quali-Rang 44 aber ebenfalls morgen startberechtigt ist.
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Mit dem Slowenen Hektor Kapustik, dem Koreaner Heung Chul Choi und dem Kasachen Ilya Mizernykh wurden gleich drei Skispringer wegen irregulĂ€rer SprunganzĂŒge disqualifiziert.
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Am Dienstag startet um 15 Uhr zunÀchst der Probedurchgang, bevor um 16:30 Uhr (alles live bei skispringen.com) dann das Finale der Vierschanzentournee mit dem ersten Durchgang im K.o.-Modus startet.
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