Fast zwölf Monate nach ihrer schweren Verletzung ist Eva Pinkelnig auf die Skisprungschanze zurückgekehrt. Die ersten Sprünge stimmen die 38-Jährige und ihren Trainer zuversichtlich.
Fast auf den Tag genau ein Jahr nach ihrer schweren Verletzung hat Eva Pinkelnig den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zu ihrem Comeback gemacht. Die Österreicherin absolvierte am Donnerstag in Tschagguns ihre ersten Trainingssprünge seit knapp zwölf Monaten.
Pinkelnig hatte sich am 18. September 2025 beim Sommer-Grand-Prix in Predazzo schwer verletzt. Nach einer langen Rehabilitation sammelte die mittlerweile 38-Jährige in den vergangenen Monaten zunächst erste Flugerfahrungen im Windkanal. Anschließend gewöhnte sie sich bei Testfahrten im Auslauf wieder an Material, Geschwindigkeit und Anfahrt.
„Emotional und einfach richtig schön“
Nun wagte Pinkelnig erstmals wieder den Absprung von einer Schanze. Das Training verlief nach Angaben des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) erfreulich. Auch das verletzte Knie habe bislang keine negativen Reaktionen gezeigt.
„Das war heute ein ganz besonderer Moment für mich. Danke an alle, die mich dabei unterstützt haben. Nach so langer Zeit wieder oben auf der Schanze zu sitzen und tatsächlich loszufahren, war emotional und gleichzeitig einfach richtig schön“, sagte Pinkelnig.
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Ganz ohne Anspannung ging ihr Comeback allerdings nicht über die Bühne: „Natürlich war auch Respekt dabei, aber mit jedem Sprung ist das Vertrauen zurückgekommen. Vor allem bin ich sehr froh, dass mein Knie alles gut mitgemacht hat.“
Kein Zeitdruck beim weiteren Aufbau
Einen konkreten Zeitpunkt für die Rückkehr in den Wettkampf nennt Pinkelnig noch nicht. Die nächsten Belastungen sollen weiterhin kontrolliert erfolgen. „Jetzt geht es darum, Schritt für Schritt weiterzumachen und nichts zu überstürzen“, betonte die Österreicherin.
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Auch Damen-Cheftrainer Thomas Diethart wertet die ersten Sprünge als bedeutenden Meilenstein. „Eva hat in den vergangenen Monaten extrem konsequent gearbeitet und sich diesen Tag hart erarbeitet“, erklärte der frühere Vierschanzentournee-Sieger.
Entscheidend sei nun, wie Pinkelnigs Körper in den kommenden Tagen auf die Belastung reagiere. „Wenn weiterhin alles so positiv verläuft, können wir die nächsten Schritte setzen. Der heutige Tag stimmt uns jedenfalls sehr zuversichtlich.“
Wadsak legt Wettkampfpause ein
Andere Nachrichten gibt es unterdessen von Meghann Wadsak. Die 19-jährige Österreicherin wird bis auf Weiteres eine Wettkampfpause einlegen und in der bevorstehenden Saison nicht starten. Demnach wolle sich Wadsak in den kommenden Monaten verstärkt ihrer Gesundheit widmen. Eine spätere Rückkehr in den Leistungssport hält sie sich offen.
„Die Gesundheit unserer Sportlerinnen und Sportler ist das allerhöchste Gut. Wir werden Meghann so gut es geht unterstützen und hoffen, dass sie bald in den Leistungssport zurückkehren kann“, sagte Florian Liegl, Sportlicher Leiter beim ÖSV.

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