Nach seinem überraschenden Aus in der Qualifikation für das dritte Springen der Vierschanzentournee reist einer der bekanntesten Skispringer Norwegens vorzeitig ab – und widmet sich stattdessen dem Training. Der Verband schickt Ersatz.
Wie der norwegische Skiverband am Samstagabend im Anschluss an die Qualifikation zum dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos) offiziell bestätigt hat, wird Marius Lindvik vorzeitig aus Österreich abreisen und auch auf das Finale in Bischofshofen (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos) verzichten.
Lindvik kam in der Qualifikation am Bergisel nicht über 111,5 Meter hinaus und hat mit Platz 51 den Wettkampf denkbar knapp verpasst. Es ist so schlimm, dass es mir peinlich ist. Ich habe keine Ahnung, warum das passiert. Es ist einfach nur ärgerlich“, sagte er der norwegischen Tageszeitung ‚Dagbladet‘.
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Der 27-Jährige, der in der vergangenen Saison in den norwegischen Manipulationsskandal während der Nordischen Ski-WM in Trondheim verwickelt war und daraufhin vom Internationalen Skiverband (FIS) für insgesamt drei Monate suspendiert wurde, ist auch bei den deutschen Stationen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen mit den Plätzen 23 bzw. 22 hinter den Erwartungen geblieben.
Wie der Verband weiter mitteilte, soll sich Lindvik gemeinsam mit Co-Trainer Andreas Vilberg in Lillehammer dem Training widmen und sich auf die weiteren Wettkämpfe sowie die Olympischen Winterspiele vorbereiten.
Norwegischer Verband schickt Ersatz
Überhaupt läuft die diesjährige Vierschanzentournee für die Mannschaft von Cheftrainer Rune Velta noch nicht nach Plan: Nach zwei von vier Wettkämpfen belegt Kristoffer Eriksen Sundal als bester Norweger aktuell den zwölften Platz der Tournee-Gesamtwertung, Johann Andre Forfang ist 20. Beim zurückliegenden Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen erzielte das Team das schlechteste Ergebnis seit 24 Jahren.
Für Lindvik soll nun Benjamin Oestvold in die norwegische Mannschaft rücken. Der 24-Jährige hat zuletzt einen der beiden Continentalcup-Wettbewerbe im schweizerischen Engelberg gewonnen, die parallel zum Tournee-Auftakt in Oberstdorf ausgetragen wurden.
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„Ich freue mich, nach Bischofshofen zurückzukehren. An die Schanze habe ich extrem gute Erinnerungen und ich weiß, dass ich einige gute Trainingswochen hatte, die sich jetzt bezahlt machen“, sagte Oestvold, der im vergangenen Jahr beim Tournee-Finale immerhin Sechster wurde.

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