Vierschanzentournee

Krisenstimmung bei Norwegens Skispringern nach historischer Pleite in Garmisch

Die norwegischen Skispringer legen die bislang schwächste Vierschanzentournee seit 24 Jahren hin. Nach dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen ist der Frust bei Johann Andre Forfang und Co. besonders groß.

Das traditionelle Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen markierte für die norwegische Mannschaft einen sportlichen Tiefpunkt, der in den Geschichtsbüchern weit zurückreicht. Während Domen Prevc mit seinem zweiten Sieg im zweiten Springen seine Vormachtstellung untermauerte, kämpften die norwegischen Adler mit ihrer Form und dem Material. Am Ende stand das schwächste Ergebnis bei einem Neujahrsspringen seit 24 Jahren zu Buche: Bester Norweger war Kristoffer Eriksen Sundal auf dem 16. Platz.

Ein solches Resultat gab es zuletzt im Jahr 2002, als Anders Bardal mit einem 43. Platz das beste norwegische Ergebnis erzielte. Selbst in schwächeren Jahren, wie 2012 oder 2019, reichte es immerhin für Top-Ten-Platzierungen. In diesem Jahr jedoch blieb die gesamte Mannschaft weit hinter den Erwartungen zurück. Johann Andre Forfang, der den 18. Rang belegte, fand nach dem Wettkampf deutliche Worte für seine Gemütslage.

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„Ich habe schon lustigere Neujahrsspringen absolviert. Es will sich nicht so richtig lösen. Es ist schwer. Man hat zwischendurch ein wenig Glauben, aber dann wird man immer wieder niedergeschlagen“, sagte er der norwegischen Tageszeitung ‚Dagbladet‘.

Für Forfang ist der Weg zurück an die Spitze ein mühsamer Prozess, der viel Geduld erfordert. Er betonte, dass er weiter hart arbeiten müsse, um sich in den Ergebnislisten wieder nach oben zu schieben. Auf die Frage, ob die Probleme am Material lägen, antwortete der Springer kurz und knapp: „Es geht immer um die Ausrüstung. So ist das in unserem Sport.“

Pedersen als einziger Lichtblick

Trotz der allgemeinen Enttäuschung gab es in den norwegischen Reihen auch kleine Lichtblicke. Robin Pedersen zeigte im ersten Durchgang einen Sprung auf 131,5 Meter und setzte sich damit im K.o.-Duell gegen Andreas Wellinger durch. Im Finale landete er lediglich einen halben Meter kürzer und beendete den Wettkampf auf Platz 17. Auch Marius Lindvik konnte sich im ersten Durchgang leicht steigern und machte einige Plätze gut, landete am Ende aber nur auf dem 22. Rang.

Der junge Isak Andreas Langmo, der als 29. gerade noch Weltcuppunkte sammelte, zeigte sich trotz der hinteren Platzierung demütig und beeindruckt von der Kulisse in Garmisch-Partenkirchen.

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„Es war an sich schon großartig, hier dabei zu sein und zwei Durchgänge beim Neujahrsspringen zu springen“, sagte er gegenüber der Presse. Während Langmo die Erfahrung genoss, bleibt für den Rest des Teams die Suche nach der verlorenen Form, bevor es zu den österreichischen Tournee-Stationen nach Innsbruck (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos) und Bischofshofen (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos) geht.

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7 Kommentare

      • Na immerhin, denn bei Ihnen warte ich vergeblich auf einen einzigen sinnvollen Kommentar. Sind Sie eigentlich deutscher Muttersprachler? In diesem Fall sollten Sie sich in Grund und Boden schämen. Schönen Tag noch

    • Nachtreten muss man aber auch nicht. Strafe musste sein, Strafe war, und wenn es jetzt hakt, ist es ggf. psychisch, weil sie sich als „ertappte“ noch immer i’wie unwohl fühlen. Da kein „einsetzen in den alten Stand“ (wie es Juristen nennen), sind sie eben geknickt und das trägt kaum zu guten Ergebnissen bei.

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