Lange wurde hinter den Kulissen gepokert, doch nun ist es fix: Stefan Horngacher kehrt nach seinem Abschied als Bundestrainer nach Polen zurück. Doch seine Rolle dort ist völlig neu definiert.
Die offizielle Präsentation von Stefan Horngacher als neuer Koordinator des polnischen Skisprung-Systems markiert das Ende einer langwierigen und zeitweise komplizierten Verhandlungsphase. Wie Adam Malysz, Präsident des polnischen Skiverbandes, nun einräumte, begannen die diskreten Gespräche mit dem Österreicher bereits vor rund zwei Monaten.
Dabei verlief der Prozess keineswegs reibungslos. Malysz offenbarte, dass die Verhandlungen zunächst von Mitgliedern des Vorstandes ausgebremst wurden, bevor man schließlich einen Konsens über die neue Struktur finden konnte.
Malysz: „Haben die gesamte Struktur aufgebaut“
„Die Verhandlungen haben wirklich lange gedauert. Wir haben die Gespräche mit Stefan Horngacher etwa zwei Monate zuvor begonnen und die gesamte Struktur aufgebaut – zusammen mit Maciej Maciusiak und Michal Dolezal“, erklärte Malysz gegenüber ’skijumping.pl‘.
Besonders Cheftrainer Maciusiak habe den Prozess proaktiv unterstützt. Laut Malysz erkannte Maciusiak schnell den Mehrwert, den ein Fachmann von Horngachers Kaliber für die Weiterentwicklung des eigenen Stabes bedeutet: „Maciej hat sofort gesagt, dass er eine solche Zusammenarbeit durchaus sieht und sich darüber freuen würde. Er sieht selbst, wie anspruchsvoll die Führung einer Nationalmannschaft ist. Und ich denke, daher rührte sein großer Enthusiasmus gegenüber Stefans Kommen. Er wusste, wie viel er noch von ihm lernen kann und wie sehr ihm eine solche Zusammenarbeit helfen könnte.“
Cheftrainer Macusiak: „Stefan ist ein Garant“
Die Rolle, die Horngacher in Polen übernimmt, unterscheidet sich grundlegend von seinem früheren Engagement als Cheftrainer. Er soll als Mentor und strategischer Berater fungieren, während die Athleten weiterhin von ihren persönlichen Trainern wie Maciusiak, Dolezal oder Krzysztof Mietus betreut werden.
„Stefan soll eher als Trainer agieren, aber in der Rolle des Koordinators des gesamten Ausbildungssystems. Jemand, der über allem steht und Hinweise gibt, während die Springer ihre direkten Trainer haben“, erläuterte Malysz die Rolle des ehemaligen Bundestrainers.
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Auch Maciej Maciusiak betonte die Notwendigkeit dieser Personalie, insbesondere um technologische Lücken zur Weltspitze zu schließen. „Das ist ein Trainer mit sehr viel Erfahrung und großen Erfolgen. Er kann uns wirklich sehr helfen. Vor allem in Materialfragen. Wir wollen uns weiterentwickeln, und Stefan ist dafür ein Garant“, erklärte Macusiak gegenüber dem Portal ‚Interia‘.
Horngacher erhält zunächst Ein-Jahres-Vertrag
Der Cheftrainer hegt dabei langfristige Hoffnungen für das Projekt: „Ich hoffe, dass er lange bei uns bleibt. Ich wünsche mir, den Springern und allen, dass wir die nächsten vier Jahre zusammenarbeiten.“
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Doch die vertragliche Gestaltung der Zusammenarbeit wirkt auf den ersten Blick zumindest vorsichtig: Wie inzwischen bestätigt wurde, erhält Horngacher zunächst einen Vertrag über zwölf Monate mit der Option einer Verlängerung. „Beide Seiten haben sich für eine solche Lösung entschieden. Stefan zeigt uns auf diese Weise, dass es keinen Grund zur Sorge gibt. Die entsprechenden Bestimmungen erlauben es, den Vertrag zu verlängern. Wir haben keinen Zweifel, dass dies eine Zusammenarbeit über Jahre sein wird, nicht nur für ein Jahr“, kommentierte Vorstandsmitglied Rafal Kot.
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Das freut uns Fans natürlich sehr! Wir Fans drücken den polnischen Springer alle Daumen und mögen sie wieder zur Weltspitze werden! Gruß an alle euer Peter-Karl
Und in zwei Jahren darf man dann wieder Schlagzeilen über die erfolglosen Polen lesen, bei denen dann Horngacher als Ursache identifiziert wurde.
Außerdem mehr Garantler als Garant, meiner Empfindung nach….
Jemand, der über allem steht – das wird dem Herrn Horngacher sicher gefallen. Bin gespannt auf die neue polnische Anzugfarbe 🙂