Courchevel: Kubacki macht den Hattrick perfekt

Drittes Einzelspringen der Saison, dritter Sieg für Dawid Kubacki: Der Pole ist auch in Courchevel das Maß aller Dinge und setzt sich gegen Teamkollege Kot durch. Ein Russe überrascht, Leyhe verpasst das Podium nur knapp.

Die polnischen Skispringer dominieren das Geschehen beim diesjährigen Sommer-Grand-Prix weiterhin praktisch nach Belieben. Nach überlegenen Siegen in Wisla und in Hinterzarten ist Dawid Kubacki auch in der Skiregion Courchevel in den französischen Alpen nicht zu bezwingen. Der 27-jährige Pole erzielte mit Sprüngen auf 133,5 und 127 Meter insgesamt 274,2 Punkte und sicherte sich damit überlegen seinen dritten Sieg in Folge. Kubackis Teamkollege Maciej Kot folgte hinter ihm mit 130,5 und 126,5 Metern (266 P.) auf dem zweiten Platz. Denis Kornilov sorgte am Samstagabend für eine echte Überraschung – mit Sprüngen auf 130,5 und 126,5 Metern landete der 30-jährige Russe erstmals seit über acht Jahren wieder auf dem Podest. Mit insgesamt 262,4 Punkten musste sich Kornilov den dritten Platz mit dem punktgleichen Tschechen Roman Koudelka (126,5 und 127,5 m) teilen.

Schon nach dem ersten Wertungsdurchgang führte Kubacki das Feld mit einem deutlichen Vorsprung von 7,9 Punkten vor Kot und Kornilov an. Trotz des zunehmenden Rückenwinds während des Finaldurchgangs verteidigten die beiden Polen ihren Vorsprung und feierten erneut einen überlegenen Doppelsieg.

Top-Weite im Finale: Leyhe wieder bester Deutscher

In Abwesenheit von Wellinger, Eisenbichler und Freitag wurde der Willinger Stephan Leyhe erneut bester Deutscher. Zur Halbzeit lag der deutsche Skispringer noch auf dem siebten Platz, mit der Bestweite von 131,5 Metern im Finaldurchgang konnte er sich noch auf den fünften Platz nach vorne schieben.

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Der Oberstdorfer Karl Geiger musste sich nach zuletzt starken Leistungen mit dem 21. Platz zufrieden geben, Team-Olympiasieger Andreas Wank wurde 25. Erste Punkte sammelte aus der deutschen Mannschaft außerdem der 17-jährige Constantin Schmid (27.).

» Gesamtwertung: Aktueller Stand des Sommer-Grand-Prix 2017

Moritz Bär und Felix Hoffmann sind am zuvor ausgetragenen Qualifikationsdurchgang, den der Slowene Anze Lanisek überraschend für sich entschieden hat, gescheitert – sie mussten beim Wettkampf zuschauen.

Polen auch mannschaftlich überragend

Nicht nur in der Spitze, auch in der Breite sind die Polen weiterhin eine Klasse für sich: Aus der Mannschaft von Cheftrainer Stefan Horngacher landeten neben Kubacki und Kot auch Piotr Zyla als Sechster und Stefan Hula als Neunter unter den Top Ten, Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch belegte Platz 14.

Robert Johansson belegte nach guten Trainingssprüngen als bester Norweger den siebten Platz vor Manuel Fettner aus Österreich. Gesamtweltcup-Seiger Stefan Kraft belegte bei seiner zweiten Teilnahme in dieser Saison den zehnten Platz.

Ähnlich im Aufwärtstrend wie der Russe Kornilov befinden sich die Italiener, die seit der vergangenen Saison vom ehemaligen polnischen Cheftrainer Lukasz Kruczek trainiert werden. Mit Davide Bresadola (12.) und Sebastian Colloredo (14.) schafften es gleich zwei italienische Skispringer in die Punkteränge.

Kubacki baut Vorsprung weiter aus

Mit der Maximalausbeute von 300 Punkten liegt Dawid Kubacki nach den ersten drei Stationen des Sommer-Grand-Prix in der Gesamtwertung weiterhin vorne. Dahinter folgen Maciej Kot (210) und Stephan Leyhe (154).

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Der Sommer-Grand-Prix wird am 26. und 27. August im japanischen Hakuba mit den nächsten beiden Einzel-Wettbewerben der Saison fortgesetzt.

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