Horngacher verzockt sich bei Karl Geiger

Dawid Kubacki gewinnt Qualifikation in Zakopane

Dawid Kubacki sichert sich am Freitagabend den Qualifikationssieg in Zakopane und lässt die Massen schon zum Auftakt des Wochenendes jubeln. Alle DSV-Skispringer qualifizieren sich für das Einzel, doch Bundestrainer Horngacher verzockt sich bei Karl Geiger.

Mit einem Sprung auf 140,5 Meter sicherte sich Dawid Kubacki den Sieg in der Qualifikation für das Einzelspringen in Zakopane. Der Pole erzielte am Freitagabend auf der Wielka Krokiew insgesamt 159,9 Punkte und setzte sich damit gegen Ryoyu Kobayashi (139,5 m; 153 P.) durch. Den dritten Platz belegte Stefan Kraft mit 141 Metern (151,9 P.).

Schon zur Qualifikation herrschte an der berühmten „Wielka Krokiew“ im Süden Polens beste Stimmung mit rund 17.000 Zuschauern. Das traditionell stimmungsvolle Wochenende im Süden Polens könnte nach dem Doppelsieg von Vierschanzentournee-Sieger Kubacki in Titisee-Neustadt kaum besser gelegen sein.

Verzockt: Karl Geiger ohne Bonuspunkte

Die deutsche Mannschaft hat sich geschlossen für das Einzel am Sonntag qualifiziert. Allen voran Stephan Leyhe bestätigte sich mit 135 Metern stark. Der Willinger bestätigte mit dem siebten Platz als bester DSV-Skispringer in der Qualifikationswertung seinen Aufwärtstrend von Titisee-Neustadt.

Ausgerechnet beim Gesamtweltcup-Führenden Karl Geiger hat sich Stefan Horngacher verzockt: Der Bundestrainer ließ nach den weiten Sprüngen von Kubacki und Kraft den Anlauf verkürzen, doch mit 132 Metern ist Geiger an der nötigen Weite für die Punktegutschrift gescheitert. Mit dem elften Platz hat sich der Oberstdorfer aber dennoch locker für den Wettkampf qualifiziert.

Nach einer Pause sind Markus Eisenbichler und Richard Freitag wieder in den Weltcup zurückgekehrt. Der dreimalige Weltmeister Eisenbichler belegte mit 129,5 Metern den 15. Platz, hinter ihm meldete sich Freitag als 16. wiedererstarkt zurück. Daneben haben sich aus der deutschen Mannschaft auch Pius Paschke (13.) und Constantin Schmid (21.) qualifiziert.

Österreich glänzt mannschaftlich

Gute Chancen für das Teamspringen am Samstag können sich die Österreicher ausrechnen. Neben dem drittplatzierten Kraft überzeugten auch Philipp Aschenwald und Daniel Huber als Vierter bzw. Achter.

Kamil Stoch belegte vor heimischer Kulisse einen starken fünften Platz vor Timi Zajc aus Slowenien (6.). Daneben haben auch der Norweger Johann Andre Forfang (9.) und Roman Koudelka aus Tschechien (10.) den Sprung unter die Top Ten geschafft.

» Weltcup-Kalender 2019/2020: Alle Termine im Überblick

13 der insgesamt 63 Athleten wurden in der Vorausscheidung aussortiert. Drei der insgesamt neun heimischen Skispringer aus Polen – darunter Stefan Hula (53.) und Jakub Wolny (56.) – sowie der Kanadier Mackenzie Boyd-Clowes (52.) müssen am Sonntag zuschauen.

Am Samstag steht in Zakopane zunächst der Team-Wettbewerb auf dem Programm. Um 15:15 Uhr startet der Probedurchgang, um 16:15 Uhr (alles live bei skispringen.com) folgt dann der Wettbewerb.

Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

Auch interessant: Weiterhin muss die deutsche Mannschaft auf Severin Freund verzichten. Der ehemalige Weltmeister ist inzwischen wieder auf die Schanze zurückgekehrt und arbeitet weiterhin an seiner Rückkehr in den Weltcup – so sieht sein Comeback-Plan aus!

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Über Marco Ries 648 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

10 Kommentare

  1. Wiedermal erstklassige Kommentatoren Leistung von „Sven“ und „Matze“ bei Eurosport. Fehlte nur noch das Chips-Geknusper im Hintergrund.
    Kann echt nicht verstehen wie es diese beiden Pfeifen zu Kommentatoren bei so einem Sender geschaft haben.
    Da ist ja das Niveau bei jedem Youtube Live-Channel höher.

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