Beim Weltcup in Willingen

Dreister Diebstahl! Norwegens Skispringer kurz vor Olympia beklaut

Foto: imago / Newspix

Unbekannte Täter brechen beim Weltcup in Willingen in die Umkleide der Norweger ein. Die Polizei ermittelt, das Team muss bei der Olympia-Generalprobe improvisieren.

Die norwegischen Skispringer sind am Rande des Weltcups in Willingen offenbar Opfer eines Diebstahls geworden. Demnach haben sich offenbar unbekannte Täter Zugang zur Umkleidekabine der Mannschaft verschafft.

„Ich war bei der Polizei. Es gibt Ermittlungen, das volle Programm“, sagte Norwegens Sportdirektor Jan-Erik Aalbu gegenüber ‚Dagbladet‘. Besonders bitter: Gestohlen wurden unter anderem Helme, Jacken, Mützen, Handschuhe und Skibrillen. Sprungskier und Schuhe blieben hingegen unberührt.

Ausrüstung ausgeliehen: Improvisation am Sonntag

Der Vorfall habe sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwischen 23:30 und 24 Uhr ereignet. Als das norwegische Team dann am Sonntagvormittag an der Mühlenkopfschanze eingetroffen ist, sei schnell klar gewesen, dass eingebrochen worden war.

„Es ist viel Ausrüstung weg“, sagte Aalbu und erklärte weiter, dass seine Mannschaft für den Wettkampf am Sonntag improvisieren musste: „Wir haben die Olympia-Helme bekommen, einige nutzen sie nun als Reserve. Außerdem konnten wir uns hier vor Ort Ausrüstung leihen.“

Laut Aalbu habe die Polizei inzwischen Videoaufnahmen gesichtet – darauf seien Personen zu sehen, die die Umkleide betreten und diese später mit Helmen verlassen hätten – unter anderem mit denen von Johann Andre Forfang und Halvor Egner Granerud. Eine Identifizierung der Täter sei aber nicht möglich: „Die Bilder sind leider nicht besonders gut.“

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4 Kommentare

  1. @Peter Söffner:
    Ich teile Ihre Meinung, verstehe es aber nicht, warum der Veranstalter keine hochauflösenden Überwachungskameras einsetzt, welche heutzutage nicht mehr die Welt kosten. Das müsste doch das Budget hergeben, wenn man am ganzen Wochenende fast 50.000 zahlende Besucher hat.
    Es ist mal wieder ein Armutszeugnis, dass sowas in Deutschland, angeblich dem besten aller Zeiten, vorgefallen ist.
    Deshalb stimme ich Ihnen auch zu, dass ich es ebenfalls auch nicht verstehe, warum Bereiche mit teurem Equipment nicht noch zusätzlich mit Wachpersonal bestreift wird.
    Bleibt zu hoffen, dass der Veranstalter daraus Konsequenzen zieht und sowas oder ähnliches in Zukunft nicht mehr vorkommen wird.

  2. Motive usw. unwichtig: Norwegen hin/her, alles ist möglich, von Rache bis Habsucht. Verkaufen können die Diebe das eh nicht, max. in ihren Hobbykeller hängen.
    Aber es wirft ein typisch-„Licht auf D“: Wieder wird am lebenden Lohnempfänger gespart und die Technik für allseligmachend gehalten. Und die? Ja genau! Weder verhindert sie a) den Einbruch samt Diebstahl (die Schließanlagen offb. auch nur nicht!), noch ist sie sonderlich aussagefähig in der Identifizierungsqualität. Stelle mir (nicht „für einen Freund“) immer wieder die Frage, ob nicht eine 3-Mann-Patrouille mit 3 Stöckchen und 3 Wauwau da erfolgreicher gewesen wäre… So bleibt (für mich) wieder Dreck am Veranstalter, den auch 22.000 zahlende Jubler nicht wegwischen.

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