Eirin Maria Kvandal ist auch beim letzten Springen vor Olympia nicht zu schlagen: Die Norwegerin wiederholt ihren Sieg bei schwierigen Bedingungen. Die deutschen Skispringerinnen verpassen das Podest hingegen knapp.
Mit Sprüngen auf 136 und 138,5 Meter sicherte sich Eirin Maria Kvandal den Sieg beim letzten Einzelspringen vor den Olympischen Winterspielen. Die Norwegerin erzielte am Sonntagmittag auf der Mühlenkopfschanze in Willingen insgesamt 251,8 Punkte und setzte sich damit gegen die Japanerin Nozomi Maruyama durch, die zweimal auf 138,5 Meter (243,9 P.) kam. Den dritten Platz belegte die Gesamtweltcup-Führende Nika Prevc mit 123 und 146 Metern (235,1 P.).
Stroem fällt im Finale weit zurück
Nach dem ersten Durchgang sah es noch nach einer anderen norwegischen Siegerin aus: Anna Odine Stroem lag nach dem ersten Durchgang überraschend in Führung, fiel bei den zunehmend schwierigeren Bedingungen im Finale dann mit nur 120 Metern aber noch auf den siebten Platz zurück.
Kvandal hingegen verbesserte sich mit ihrem zweiten Sprung noch vom vierten Platz und jubelte am Ende über ihren erst zweiten Saisonsieg. „Das ist wild. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll – das ist einfach verrückt. Es war heute sehr windig, aber ich habe es geschafft, mich auf meinen Sprung zu konzentrieren. Mit zwei Siegen zu den Olympischen Winterspielen zu fahren, gibt mir natürlich viel Selbstvertrauen“, sagte die 24-Jährige im Anschluss.
Freitag fällt zurück: DSV-Skispringerinnen verpassen Podest
Den deutschen Skispringern ist es bei der Olympia-Generalprobe auf der Mühlenkopfschanze hingegen nicht gelungen, den erhofften Podestplatz zu erzielen. Nach dem ersten Durchgang lag Selina Freitag mit 136,5 Metern noch an dritter Stelle, hatte im Finaldurchgang dann aber mit Windpech zu kämpfen und fiel mit 125,5 Metern noch auf den vierten Platz zurück. Direkt dahinter landete Teamkollegin Agnes Reisch mit 127,5 und 139,5 Metern auf dem fünften Platz.
Auch Katharina Schmid hatte bei ihrem letzten Sprung in Willingen mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen und fiel noch auf den elften Platz zurück. Mit Anna Hollandt (23.), Juliane Seyfarth (24.) und Emely Torazza (28.) konnten auch die übrigen Springerinnen von Bundestrainer Heinz Kuttin Weltcuppunkte sammeln, waren im Kampf um die vorderen Plätze aber erneut chancenlos.
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Nicht am Start war die Österreicherin Lisa Eder, die gesundheitlich angeschlagen ist und freiwillig auf die Teilnahme verzichtet hat.
Zahlreiche Mannschaften reisen unmittelbar von Willingen weiter zu den Olympischen Winterspielen von Mailand-Cortina: Bereits am Donnerstag stehen auf der Normalschanze in Predazzo die ersten drei Trainingsdurchgänge auf dem Programm. Ernst wird es für die Frauen bei den Titelkämpfen in Italien dann erstmals am Samstag, 7. Februar, mit der Einzel-Entscheidung auf der Normalschanze.
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