Ein reumütiger Dieb hat die Beute aus der norwegischen Kabine zurückgegeben. Doch die Ermittlungen der Polizei sind damit noch nicht abgeschlossen.
Der Trubel rund um den dreisten Diebstahl bei der norwegischen Mannschaft am Rande des Weltcups in Willingen nimmt kein Ende: Inzwischen hat der Fall eine überraschende Wendung genommen.
Nachdem sich der mutmaßliche Täter schon nach den ersten Medienberichten bei Norwegens Teamchef Jan-Erik Aalbu telefonisch gemeldet hatte, erhielt der Skiclub Willingen nun per Postsendung ein Paket, das das Diebesgut beinhalten soll, begleitet von einem schriftlichen Geständnis. Das vermeldete das Polizeipräsidium Nordhessen per Pressemitteilung.
„Anhand von Videoaufnahmen konnte nachvollzogen werden, dass zwei unbekannte Männer in die offenbar unverschlossene Kabine eingedrungen waren und anschließend Skisprunghelme und anderes Skisprung-Equipment gestohlen hatten“, teilte die Polizei mit.
Für die Athleten war dies ein herber Schlag, da es sich um Spezialanfertigungen handelte. „Das ist ziemlich teure Ausrüstung. Die Helme sind für jeden Sportler eigens designt“, erklärte Sportdirektor Jan-Erik Aalbu die prekäre Situation.
Besonders kurios: Der Absender legte offensichtlich noch Beute aus einem weiteren Streifzug bei. In dem Paket befand sich neben der Ausrüstung „eine silberne Blechbox mit Feinwerkzeug, einem Multitool, Sicherungen und Schrauben im Wert von über 100 Euro“, das einem Kameramann aus einem Aufwärmraum der Mühlenkopfschanze gestohlen wurde.
Trotz der Rückgabe ist der Fall für die Ermittler noch nicht erledigt. Während das Equipment nun gesichtet wurde und dem norwegischen Team „zeitnah ausgehändigt“ werden soll, fehlt vom zweiten Täter noch jede Spur. Die Beamten hoffen weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung.
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