Bis zu ein Jahr Pause

Nach Sturz: Thomas Aasen Markeng schwer verletzt

Foto: GEPA

Bittere Diagnose für Thomas Aasen Markeng: Der Norweger, der am Wochenende in Klingenthal schwer gestürzt ist, wird mit einer schwierigen Verletzung bis zu ein Jahr ausfallen.

Der amtierende Junioren-Weltmeister, der beim Einzelspringen am Sonntag schwer gestürzt ist, hat sich einen Kreuzbandriss und Meniskusriss zugezogen. Für den 19-jährigen Skispringer aus Norwegen ist die Saison damit beendet.

Nach Angaben des norwegischen Verbandes könnte Markeng damit bis zu ein Jahr ausfallen. „Ich werde die Zähne zusammenbeißen und stärker zurückkommen“, sagte er bei einer Pressekonferenz in Oslo. Am Mittwochmorgen soll Markeng operiert werden.

Am Montag war Markeng von Deutschland zurück nach Oslo geflogen, nachdem im Krankenhaus in der Nähe von Klingenthal zumindest Knochenbrüche ausgeschlossen werden konnten. Nun die bittere Diagnose nach einer MRT-Untersuchung in seiner norwegischen Heimat.

Skispringen alarmiert: Schon wieder das Kreuzband

Es ist der nächste Kreuzbandriss, der die Skisprungszene beschäftigen wird: In der Vergangenheit kam es zu einer Vielzahl von schweren Knieverletzungen, die eine mehrmonatige Pause erfordern.

Deutschlands Skisprung-Ass Severin Freund kämpft sich aktuell nach gleich zwei Kreuzbandrissen in den Weltcup zurück. Daneben traf es in der deutschen Mannschaft auch Olympiasieger Andreas Wellinger und Nachwuchsstar David Siegel. Im Damen-Lager waren zuletzt Carina Vogt, Ramona Straub, Gianina Ernst und Svenja Würth betroffen

Auch interessant: Nach der Schock-Diagnose von Markeng ist die FIS gefordert, Lösungen zu finden. skispringen.com zeigt, welche Ansätze es gibt und wieso es so schwierig ist, das Problem endlich in den Griff zu bekommen.

Über Marco Ries 652 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende von RTL am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist.

4 Kommentare

  1. Wenn man die Stellung des Kniegelenks während der Landung ansieht, ist wohl klar dass bei hohem Druck Verletzungen vorprogrammiert sind. Jeder Arzt oder Physiotherapeut müsste aufschreien.
    Würde ein Leichtathlet (Weit, Drei, Hochspringer so ab- oder aufspringen, es wäre wahrscheinlich der letzte Sprung seiner Karriere.
    Dazu kommt dass die Sprungnationen immer mehr schwinden. Die “schwachen“
    Nationen kommen bei diesem Tuning nicht mit. Mit einer einheitlichen Lösung wäre dieses Problem vom Tisch.
    So bleiben in Zukunft nur mehr 5-6 Top Nationen mit großen Kadern und finanzieller Absicherung, übrig.
    Bedenkliche Entwicklung !

  2. Es ist skandalös, wie unverantwortlich die Funktionäre aber auch die Sportler und Trainer hier agieren. Warum geht keiner auf die Barrikaden?

    • Was sollen die Sportler / Trainer den machen?
      Die Bindung wurde von der FIS für als gültig erklärt. Damit kann sich jeder aussuchen ob er mit Stab oder anderem Bindungssystem an der Start geht.
      Die deutsche Mannschaft z.B. Springt ein eigenes Stab- System von FES (keine Ahnung ob dieses löst).
      Weiter kommen viele der Verletzungen auch davon das im Skisprung hauptsächlich die vordere Kette trainiert wird und das Verhältnis der Muskulatur vorderer Oberschenkel/ hinterer Oberschenkel nicht stimmt. (Der hintere Oberschenkel baut schneller Muskulatur auf was sich im Gewicht niederschlägt). Warum das Gewicht gering sein soll wissen hier ja wohl alle.
      Zu diesen Problemen kommt dann das Bindungssystem welches den Ski star am Bein fixiert, wenn der Stab gebogen ist wird auch das nach innen Knicken des Unterschenkels verlangt. Alles Faktoren.

      Aber solange sich aber kein Herstellern ran macht ein ähnlich gut funktionierendes System zu basteln wird man sich dieser Gefahr aussetzten. Die Zuschauer wollen ja die großen weiten und weiter weiter weiter. Sonst wäre ja auch das Skispringen der Nordischen Kombination beliebter – diese WK finden hauptsächlich auf der Normalschanze statt.

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