Schmid sorgt für erstes deutsches Podest

Nika Prevc dominiert zweites Springen in Engelberg

Foto: imago / GEPA

Das Wechselspiel im Frauen-Weltcup geht weiter, Nika Prevc gewinnt das zweite Springen in Engelberg. Die deutschen Frauen erleben ein Wechselbad der Gefühle: Katharina Schmid sorgt für das erste Podium, Selina Freitag kommt zu Sturz.

Das Spitzenduell im Gesamtweltcup bei den Skispringerinnen spitzt sich weiter zu: In überlegener Manier gewann Nika Prevc am Sonntagmittag das zweite Springen in Engelberg. Mit 128,5 und 136 Metern und 284,1 Punkten setzte sich die Slowenin ganze 16,7 Punkte gegenüber der zweitplatzierten Norwegerin Anna Odine Stroem ab, die auf 132,5 und 125 Meter und 267,4 Punkte kam. Den dritten Platz belegte Katharina Schmid mit 127 und 134,5 Metern und 247,9 Punkten, damit sorgte sie für das erste Podestresultat für die deutschen Skispringerinnen im Olympia-Winter.

„Der erste Sprung war nicht besonders gut und die Landung sogar sehr schlecht. Deswegen bin ich umso glücklicher, dass der zweite Sprung umso besser und auch schön gelandet war“, kommentierte Prevc ihren 26. Weltcupsieg. Schmid strahlte nach ihrem Podestplatz über beide Ohren: „Es fühlt sich richtig gut an, dass ich es endlich geschafft habe, zwei gute Wettkampfsprünge zu machen und endlich wieder auf dem Podium zu stehen.“

Selina Freitag stürzt im Kampf ums Podium

Auch Agnes Reisch sprang einen starken Wettkampf und landete nur 0,4 Punkte hinter Schmid auf Position vier. Mit Selina Freitag mischte sogar noch eine dritte DSV-Springerin im Kampf ums Podium mit: Sie sprang mit 138 Meter sogar die Tagesbestweite, stieg sich aber bei der Landung auf die Skienden und kam dadurch zu Sturz, der aber glimpflich ausging. Auch ihr Resultat war mit Rang neun noch sehr ordentlich. Selbiges galt auch für Juliane Seyfarth, die als 13. viertbeste Deutsche wurde. Erstmals in dieser Saison konnte auch Emely Torazza das Finale erreichen, sie wurde schlussendlich 27.

Beste Japanerin wurde etwas überraschend Yuka Seto auf Rang fünf. Direkt hinter ihr landete die Weltcupgesamtführende Nozomi Maruyama, die sich nach einem durchwachsenen ersten Sprung im Finale noch um acht Plätze nach vorne kämpfen konnte. Abigail Strate und Lisa Eder wurden ihren Teamleaderrollen in Kanada und Österreich einmal mehr gerecht und wurden Siebte und Achte. Die zweite Österreicherin Julia Mühlbacher belegte Platz 18.

Die Top Ten komplettierte Stroems Teamkollegin Heidi Dyhre Traaserud. Bemerkenswert war zudem das beste Weltcupergebnis der Tschechin Anezka Indrackova, das sie vor allem durch einen neuen Landesrekord von 129 Metern im zweiten Durchgang bewerkstelligen konnte. In eben jenem zweiten Durchgang wurde die Rumänin Daniela Vasilica Toth wegen eines Verstoßes gegen die Vorschriften der Skibreite disqualifiziert, sodass alle Springerinnen im Ergebnis einen Platz aufrückten.

Diesmal keine Punkte für Local Hero Sina Arnet

Lokalmatadorin Sina Arnet verpasste als punktgleiche 32. den Finaldurchgang um 2,6 Punkte, war jedoch abermals die einzige Eidgenössin im Wettkampf. Ebenfalls einzige Vertreterin ihres Landes im Wettbewerb war die Slowakin Kira Maria Kapustikova, die mit Rang 34 ihr bestes Weltcupergebnis erzielen konnte. DSV-Athletin Alvine Holz überstand die Qualifikation diesmal zwar, kam jedoch nicht über Position 39 hinaus.

Keine 24 Stunden nach ihrer ersten Disqualifikation erwischte es Tamara Mesikova erneut: Wieder leistete sie sich in der Qualifikation ein Vergehen, diesmal waren ihre Ski zwei Zentimeter zu kurz für ihr Körpergewicht. Durch diese zweite gelbe Karte erhielt sie als zweite Skispringerin nach der Kasachin Veronika Shishkina, die heute nach abgesessener Sperre wieder mitwirken durfte, eine rote Karte. Die Sperre der Slowakin gilt für die anstehende Two-Nights-Tour.

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Nach der kurzen Weihnachtspause geht es für die Skispringerinnen mit eben dieser Two-Nights-Tour weiter. Bei dieser finden je ein K.o.-Springen in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf statt (alles live bei skispringen.com).

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Über Luis Holuch 630 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und die Continentalcup-Finals der Nordischen Kombination.

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