Letzter Wettkampf am Samstag

Rücktritt! Mackenzie Boyd-Clowes beendet Karriere bei den Olympischen Winterspielen

Nach über anderthalb Jahrzehnten im Weltcup und fünf Olympischen Spielen ist Schluss: Der kanadische Skispringer Mackenzie Boyd-Clowes verkündet während den Olympischen Winterspielen seinen Rücktritt.

Der kanadische Skispringen verliert seinen profiliertesten Vertreter der letzten Jahre: Mackenzie Boyd-Clowes hat angekündigt, seine Karriere unmittelbar nach den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo zu beenden. Die Einzel-Entscheidung auf der Großschanze am Samstag soll sein letzter Wettkampf sein.

„Ich habe schließlich entschieden, dass fünf Olympische Spiele genug für mich sind, um es einen echten Rücktritt zu nennen. Ich werde mich nach den Olympischen Spielen von diesem wilden Sport verabschieden, der mir Geschichten und Erinnerungen für mehrere Leben geschenkt hat“, erklärte der 34-Jährige am Freitag.

204 Weltcup-Starts und eine Olympia-Medaille

Die Laufbahn des Kanadiers war geprägt vom Kampf gegen schwindende Strukturen in seinem Heimatland. Sein größter Triumph war zweifellos der Gewinn der Bronzemedaille im umstrittenen Mixed-Teamspringen bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking – die erste und bislang einzige Olympia-Medaille Kanadas im Skispringen.

Sein Debüt im Weltcup hat Boyd-Clowes im Januar 2009 – seitdem bestritt er 204 Weltcup-Wettbewerbe. Trotz Olympia-Edelmetall sollte ein sechster Platz in Engelberg (Dezember 2020) sein bestes Ergebnis im Weltcup bleiben. Schon vor der Saison 2023/2024 kündigte der Kanadier dann eine Karrierepause an, kehrte aber im 2025 zurück in den Weltcup.

Fünfte Olympia-Teilnahme: „Ich bin stolz darauf, dass ich das geschafft habe“

„Ich bin vor etwa sieben Monaten von einem Punkt zurückgekehrt, an dem ich eigentlich schon fertig war, um euch alle noch ein letztes Mal bei den Olympischen Spielen zu repräsentieren, und ich bin stolz darauf, dass ich das geschafft habe“, erklärte er weiter.

Er zeigte sich „dankbar für alles, was der Sport mir gegeben hat, und für die erstaunlich geduldigen Menschen in meinem Leben, die mir die Zeit gelassen haben, diese Entscheidung zu treffen, hinter der ich jetzt zu 100 Prozent stehe.“ Für die Zeit danach hat der auch wegen seines Humors beliebte Skispringer konkrete Vorstellungen: „Ihr findet mich auf einer Parkbank in eurer Nähe.“

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Über Marco Ries 996 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist und Autor (u.a. das Buch „Unnützes Skisprungwissen“).

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