Neuer Bundestrainer gesucht

Trainer-Coup bei deutschen Skispringern? Gerüchte um Horngacher-Nachfolge

Foto: imago / Ardan Fuessmann

Während die Olympischen Winterspiele auf Hochtouren laufen, spekulieren norwegische Medien über die Nachfolge von Bundestrainer Stefan Horngacher. Zu einem Namen äußert sich nun auch Sportdirektor Hüttel.

Während die Skisprung-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo ihren sportlichen Höhepunkt erreichen, rückt abseits der Schanzen im italienischen Predazzo die Zukunftsplanung des Deutschen Skiverbandes (DSV) in den Fokus.

„Ich werde das nicht kommentieren“

Die zentrale Frage nach der Nachfolge von Bundestrainer Stefan Horngacher, der sein Amt nach der laufenden Saison niederlegen wird, sorgt für zunehmende Spekulationen. Wie die norwegische Tageszeitung ‚Dagbladet‘ berichtet, gile der langjährige norwegische Erfolgstrainer Alexander Stöckl als Top-Favorit auf den Posten.

Der 52-jährige Österreicher, der Norwegen von 2011 bis 2024 zu zahlreichen Erfolgen führte, reagierte auf direkte Nachfrage zurückhaltend. „Ich werde das nicht kommentieren“, soll Stöckl per SMS mitgeteilt haben.

Nach seinem kontroversen Abschied in Norwegen war Stöckl zuletzt als Sportdirektor in Polen tätig, beendete dieses Engagement jedoch bereits im Februar 2025 nach Unstimmigkeiten mit Verbandspräsident Adam Malysz. Aktuell ist er als Berater für den kasachischen Verband sowie in einem Coaching-Projekt tätig.

Hüttel dementiert Einigung

Stöckl gilt als Vertrauensperson von DSV-Sportdirektor Horst Hüttel. Berichten zufolge soll es bereits Treffen zwischen beiden Parteien gegeben haben. Hüttel selbst bemühte sich am Dienstagmorgen gegenüber dem ‚SID‘ um eine Einordnung der Gerüchte und dementierte, dass bereits eine Einigung mit einem neuen Trainer bestehe.

Vielmehr befinde man sich weiter in Gesprächen mit einem möglichen Kandidaten für das Amt des Bundestrainers. Im Vorfeld der Olympischen Winterspiele hat er mitgeteilt, dass eine Entscheidung vor dem Weltcup-Finale in Planica Ende März fallen sollte.

„Ich bin jetzt schon deutlich weiter mit meiner Position, wie ich gewisse Dinge sehe, als es noch bei der Tournee war“, sagte der Sportdirektor und erklärte weiter: „Ich will vermeiden, dass das ein oder andere durchsickert. Sonst heißt es im Nachhinein, man hat hier schon eine gewisse Unruhe in das ein oder andere Team gebracht.“

Auch interessant: Nach seinem überraschenden Olympiasieg auf der Normalschanze spricht Philipp Raimund auch über das Verhältnis zu den norwegischen Skispringern, die durch den Betrugsskandal im letzten Jahr in Kritik geraten sind.

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5 Kommentare

  1. Sie sagen es uns nun mal halt nicht. Es heizt zwar die Gerücheküche an, aber eine Verkündung hat auch Zeit bis zur Verkündung. Jemand wird kommen. Und wer das ist, werden wir erfahren. Geduld und warten sind mancher Leute Stärke offb. nicht. An Postschaltern, Supermarkt-Kassen und Wartezimmern geht’s doch auch ^^ .

  2. Es kann nur einen geben: Thomas Thurnbichler. Stöckl hat mit Sicherheit auch bei Material usw schummeln lassen. Jedenfalls nehme ich mir das Recht heraus, meine Meinung entsprechend zu äußern.

    • Unter Stöckl waren die Norweger eine Macht.
      Aber im DSV ist langer Atem gefragt. Die 2. Reihe muss unbedingt oben ankommen, sonst ist in ein paar Jahren der Ofen aus.
      Ein Cheftrainer allein wird es auch nicht schaffen. Da müssen viele mitziehen. Lysso, Tittel, Roth usw. Talente sind vorhanden. Doch wer macht aus Talenten Erfolgsspringer?

      Und Thurnbichler: was für Erfolge hat der vorzuweisen? In Polen war das ja überschaubar…

  3. Ich finde es sehr schade, daß die norwegischen Medien hier schon wieder die Gerüchteküche anheizen. Dieses „Störfeuer“ empfinde ich als Armutszeugnis für den Journalismus.
    Der Fokus sollte auf den Wettkämpfen und den Athleten liegen.
    Auch hier wäre ein olympischer Frieden wünschenswert, daß aktuelle Tagesgeschehen weltweit ist schon irre genug.

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