Raimund stark

Kein klarar Favorit: So lief das erste Olympia-Training auf der Großschanze

Foto: imago / GEPA

Von der Normalschanze zur Großschanze: Die Umstellung scheint einigen Top-Stars schwerzufallen, doch vor allem Philipp Raimund präsentiert sich am ersten Trainingstag erneut stark.

Zur zweiten Woche der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d’Ampezzo ziehen die Skispringerinnen und Skispringer von der Normalschanze auf die benachbarte Großschanze um. Wenige Tage nach dem überraschenden Olympiasieg von Philipp Raimund kann sich im ersten Training aber noch kein klarer Top-Favorit hervortun.

Drei Trainingsdurchgänge haben Frauen und Männer am Donnerstagabend jeweils absolviert: Bei den Skispringern war es zunächst Jan Hörl, der mit einem Satz auf 140,5 Meter die Konkurrenz hinter sich gelassen hat – doch in den weiteren Testreihen danach lagen dann der Japaner Ren Nikaido (139 m) und der slowenische Gesamtweltcup-Führende Domen Prevc (143,5 m) vorne.

Prevc markierte damit die Bestweite des Tages, nachdem er im Einzel auf der Normalschanze noch ohne Edelmetall geblieben ist. Bei der Olympia-Entscheidung der Männer am Samstag wird er trotz der noch wechselhaften Leistungen als klarer Top-Favorit an den Start gehen.

Die deutschen Hoffnungen werden dann einmal mehr auf Philipp Raimund ruhen: Nach seinem überraschenden Triumph auf der Normalschanze bestätigte der Skispringer vom SC Oberstdorf seine starke Form erneut.

Raimund bestätigt Form auch auf der größeren Schanze

Mit den Plätzen sechs, zwei und zwei bewies der 25-Jährige, dass sein Erfolg von der Normalschanze keine Eintagsfliege war: Raimund wirkt auf der Anlage im Val di Fiemme so ausgeglichen wie nie zuvor. „Das war grundsolide. Alle drei Sprünge waren auf einem relativ guten Niveau. Ich habe noch ein paar Fehler gespürt, was aber ganz gut ist – dann habe ich mir noch etwas vorzunehmen für das nächste Training, bin aber trotzdem guter Dinge“, sagte der frisch gekürte Normalschanzen-Olympiasieger, der sich von 132,5 Meter über 135,5 Meter bis hin zu 137 Meter im letzten Versuch gesteigert hat.

Auch Felix Hoffmann zeigte phasenweise, dass mit ihm zu rechnen ist. Nach den Rängen zehn und fünf in den ersten beiden Versuchen verlief der dritte Sprung mit Platz 22 allerdings weniger positiv.

Während Hoffmann und Raimund vorne mitmischten, kämpfte Andreas Wellinger mit den Plätzen 13, 13 und 14 noch um den Anschluss an die absolute Spitze, während Routinier Pius Paschke mit Rängen wie Platz 40 im ersten Durchgang noch sichtlich mit der Schanzencharakteristik der nach dem vergangenen Sommer-Grand-Prix modernisierten Schanzenanlage zu kämpfen hatte.

Auch bei den Frauen: Keine Prevc-Dominanz

Davor haben auch die Skispringerinnen ihr erstes Großschanzentraining in Predazzo absolviert. Mit der Japanerin Yuki Ito, der Norwegerin Eirin Maria Kvandal sowie de in dieser Saison bislang dominierenden Nika Prevc aus Slowenien gab es auch hier drei Siegerinnen in drei Durchgängen.

Selina Freitag war die konstanteste Kraft im Team und belegte im ersten Durchgang mit 107 Meter den achten Rang. In den weiteren zwei Runden reichte es für sie jeweils zum elften Platz. Katharina Schmid, die auf der Normalschanze noch zu den Favoritinnen gehörte, suchte mit den Plätzen 24, 27 und 23 noch nach dem richtigen Timing auf der neuen Anlage.

Die Entscheidung bei den Männern fällt am Samstag um 18:45 Uhr, während die Frauen tags darauf um ihre Medaillen springen. Wenn man die Ergebnisse des heutigen Trainings als Maßstab nimmt, wird in beiden Fällen vor allem die Tagesform über Gold, Silber und Bronze entscheiden.

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1 Kommentar

  1. warum ist er dann nicht mit diesen Skiern gesprungen? sie waren perfekt auf die Bedingungen abgestimmt. Und im Wettkampf hat er mit die langsamste Anfahrgeschwindigkeit. Eigensinnig hat er die Skier von seinem Goldcoup genommen, obwohl sie nicht präpariert waren und der Bundestrainer ihm den gut laufenden Ski gegeben hat Ich kann da wirklich nur den Kopf schütteln. Sich so um einen Erfolg zu bringen…. unverständlich. Hoffentlich hat er fürs Superteam daraus gelernt

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