Zwei Deutsche in den Top Ten

Nach Aufholjagd: Nika Prevc siegt in Oslo

Foto: imago / Lehtikuva

Mit einem beeindruckenden zweiten Sprung sichert sich Nika Prevc in Oslo ihren nächsten Sieg. Aber auch die deutschen Skispringerinnen machen im Finale einiges an Boden gut und landen zu zweit in den Top Ten.

Sie hat es wieder getan: Nika Prevc gewinnt zum 39. Mal in ihrer Karriere ein Weltcupspringen. Mit 118 und der Tagesbestweite von 127 Metern und 228,5 Punkten siegte die Slowenin am Samstagnachmittag in Oslo. Groß war ihr Vorsprung auf die Konkurrenz jedoch nicht. Nur 2,4 Punkte fehlten der Zweitplatzierten Nozomi Maruyama nach 124,5 und 122,5 Metern und 226,1 Punkten. Dritte wurde Local Hero Anna Odine Stroem, die mit 119,5 und 124 Metern und 224,1 Punkten nur 4,4 Punkte Rückstand auf die bereits feststehende Gesamtweltcupsiegerin hatte.

„Mit dem zweiten Sprung bin ich sehr glücklich, der war deutlich besser als der Erste, bei dem ich viel zu spät dran war. Das passiert mir sonst nicht oft, aber so ist Skispringen und auch dieser Teil daran macht Spaß“, sagte Prevc nach dem Wettkampf.

Ehe sie jedoch jubeln durfte, musste sie gleich vier Positionen im Finale gutmachen: „Ich wusste, dass ich noch einiges aufholen kann und hatte auch die Hoffnung, dass es mit einem starken Sprung noch reichen kann.“

Beeindruckende Aufholjagd von Agnes Reisch

Auf Platz vier landete mit Agnes Reisch die beste Deutsche. Sie war nach 114,5 Metern als 13. ins Finale gegangen und konnte bei immer besser werdenden Wetterverhältnissen mit einem Satz auf 125,5 Meter ganze neun Plätze gutmachen. In ähnlicher Manier kämpfte sich auch Selina Freitag nach 116 und 121 Metern von Platz acht auf elf vor und sorgte dafür, dass zwei Deutsche unter den besten Zehn landeten. Durch Sara Takanashi, die Neunte wurde, stellte auch Japan zwei Springerinnen in den Top Ten.

Diese wurden abseits davon mehrheitlich von den Gastgeberinnen dominiert: Silje Opseth, Heidi Dyhre Traaserud und Eirin Maria Kvandal landeten geschlossen auf den Positionen fünf, sechs und sieben. Den letzten Top-Ten-Platz sicherte sich Lisa Eder, die im Finale durch 123,5 Meter von Rang 15 auf zehn nach vorne sprang. Teamkollegin Julia Mühlbacher belegte Platz 17.

Katharina Schmid punktet lediglich einstellig

Drittbeste Deutsche wurde Juliane Seyfarth auf Platz 18, während Katharina Schmid und Anna Hollandt als 25. und 27. einstellig punkteten. Für Hollandt waren es vier weitere wertvolle Zähler im Kampf um eine Teilnahme am Skifliegen in Vikersund am nächsten Wochenende, bei dem die Top 30 der Gesamtweltcupwertung teilnehmen dürfen.

Die Schweizerin Sina Arnet schaffte es als 39. ebenso nicht ins Finale wie DSV-Springerin Julina Kreibich, die an ihrem zweiten Sprungtag am Holmenkollen 40. wurde.

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Am morgigen Sonntag steht das zweite Einzelspringen in Oslo an. Zunächst gibt es um 13 Uhr die Qualifikation, der erste Wertungsdurchgang folgt um 14:20 Uhr (alles live bei skispringen.com).

Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

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Über Luis Holuch 644 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und die Continentalcup-Finals der Nordischen Kombination.

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