Der erste deutsche Heim-Weltcup beginnt mit einem Traumstart: Philipp Raimund gewinnt die Qualifikation in Klingenthal. Während sich seine Teamkollegen noch schwertun, zeigen die Österreicher ansteigende Form – und ein Kasache überrascht.
Dieser Sprung war zwar kein Gold Wert, dafür aber ganze 3.175 Euro Preisgeld: Mit der Durchgangsbestweite von 139,5 Metern und 143,5 Punkten sicherte sich Philipp Raimund am Freitagabend den Sieg in der Qualifikation beim Weltcup in Klingenthal. Der Deutsche distanzierte den Gesamtweltcupführenden Domen Prevc (135,5 m; 140,6 P.) um vier Meter und 2,9 Punkte. Dritter hinter dem Slowenen wurde der Japaner Ryoyu Kobayashi mit 137,5 und 138,1 Punkten.
„Ich habe normalerweise meine Schwierigkeiten in Klingenthal gehabt, aber heute lief es sehr gut, weil mein System auf einem ziemlich guten Niveau ist. Ich kann morgen auf jeden Fall mit einem sehr guten Gefühl an die Schanze gehen“, kommentierte Raimund seinen Erfolg. Sein Plan für morgen: „Ich stehe am Tisch einfach nur auf, das reicht mit dem Dampf in meinen Beinen. Dann besteht auch gar nicht die Gefahr, dass ich noch Extra-Bewegungen einbaue und das hilft mir, locker zu bleiben.“
Kasache Danil Vassilyev überrascht
Nach einem durchwachsenen Wochenende in Wisla präsentierten sich die Österreicher wieder stärker: Jan Hörl und Stefan Kraft, der nach der Geburt seiner Tochter zurück im Weltcup ist, landeten auf den Plätzen vier und fünf. Auch Stephan Embacher, Manuel Fettner und Jonas Schuster schnitten als Zehnter, Zwölfter und 14. gut ab, einzig Daniel Tschofenig konnte als 22. nicht überzeugen.
Für die größte Überraschung sorgte zweifellos Danil Vassilyev: Der Kasache düpierte mit seinem Satz auf 138,5 Meter Großteile des Feldes, führte das Klassement lange Zeit an und wurde schlussendlich Siebter – umgeben von den beiden besten Norwegern Johann Andre Forfang und Halvor Egner Granerud auf den Positionen sechs und acht. Die Top Ten komplettierten Prevc Landsmann Timi Zajc und Marius Lindvik auf Platz neun und zehn.
Andreas Wellinger mit Steigerung nach verpatztem Training
Felix Hoffmann wurde einmal mehr zweitbester Deutscher, konnte mit Rang 17 allerdings nicht ganz an die Vorleistungen anknüpfen. Andreas Wellinger schaffte nach den Plätzen 62 und 65 im Training eine deutliche Steigerung und wurde 35., direkt vor Pius Paschke. Auch Luca Roth, der für Karl Geiger ins Team gerückt war, überstand die Quali als 43.
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Das Schweizer Team musste dagegen einen Verlust verkraften: Gregor Deschwanden, Sandro Hauswirth und Simon Ammann landeten geschlossen auf den Plätzen 38, 39 und 40 und auch der reinrotierte Killian Peier qualifizierte sich als 46. Felix Trunz verpasste dagegen als 56. den Sprung in den Wettkampf.
Am morgigen Sonntag steht in Klingenthal der erste Einzel-Wettbewerb des Wochenendes an. Die Probe beginnt um 14:45 Uhr, der erste Durchgang folgt um 15:45 Uhr (alles live bei skispringen.com).

Auch bei Hoffmann merkt man so langsam den Einfluss von Horngacher…. Der Pfeil zeigt immer mehr nach unten
Das Desaster geht weiter…. Roth und Wellinger mit den schlechtesten Sprüngen in der Probe… Der DSV muss sich komplett hinterfragen. Die Zukunft im Skispringen sieht einfach komplett düster aus. Klar macht Horngacher nen schlechten Job. Aber es kommt ja auch nichts von unten nach….
Woher kommt eigentlich der ganze Hate hier gegen Wellinger, kann mir das mal jemand erklären?
Wenn einer längst hätte gehen müssen, dann ist es Horngacher! Ein Trainer mit dem Enthusiasmus eines Wandschranks kann junge Leute sicher nicht motivieren…
@Lisa: um Ihre Frage zu beantworten: der Herr Wellinger ist halt eben nicht everybody’s darling, so woe die Medien das gerne hätten. Es gibt viele Skisprungfans,die ihn arrogant überheblich und selbstverliebt empfinden.Ich persönlich mag ihn auch nicht,er kommt mir in Interviews einfach absolut unsymphatisch rüber…
Andreas Wellinger und nur wurde 35?? DA sind die Norwegern viel besser gewesen!! Aber Norwegen Bashen wie Welli das machte,jaa da ist er einfach nur Besser,Sorry!!!
Raimund überdeckt ein desaströses deutsches Team.
Nur noch ein paar Monate Horngacher…. Es gibt ein Licht ganz am Ende des Tunnels
Und das könnte wie heißen?
Schaut man mal auf sein Station in Polen, dann hat er auch nur von der goldenen Generation, Kubacki, Stoch, Zyla (erfolgreich) gelebt. Er hat seinen Stamm gehabt und es war fuer andere Springer sehr schwer nominiert zu werden. An gutem Nachwuchs ist da eigentlich lange Zeit nichts nachgekommen.
Erst jetzt faengt es in Polen an vorwaerts zu gehen.
Und wo ist unser Nachwuchs, der die ersetzt, die abtreten oder ausser Form sind?