Das Wetter spielt nicht mit

Wind in Tschaikowski: Qualifikation abgesagt

Das Training konnte noch planmäßig durchgeführt werden, in der Qualifikation ließ die Bedingungen dann keine Chance mehr: Die Jury sagt die Quali zum Sommer-Grand-Prix in Tschaikowski ab. Im Training zuvor überzeugten Lanisek und Gangnes.

Das haben sich alle anders vorgestellt: Wegen des starken Windes musste die Qualifikation für den ersten von zwei Wettbewerben an diesem Wochenende im Rahmen des Sommer-Grand-Prix abgesagt werden. Nachdem die Skispringerinnen ihre Sprünge auf der benachbarten Normalschanze wenige Stunden zuvor noch ohne größere Probleme durchführen konnten, zogen die Windgeschwindigkeiten im Laufe des Abends (Ortszeit) immer weiter an.

Nach zwei Trainingsdurchgängen war für die meisten Springer Schluss – nur 13 Athleten durften in der Qualifikation einen dritten Versuch wagen. Zum Zeitpunkt der Absage lag der Österreicher Matthias Steiner mit 125 Metern vor dem Norweger Andreas Stjernen in Führung.

Neuer Termin am Samstag

Die Qualifikation soll am Samstag anstelle des Probedurchgangs nachgeholt werden, neue Startzeit ist dann 12:30 Uhr (MEZ).

Großes Starterfeld, aber wenige Top-Athleten

Mit insgesamt 61 Athleten aus 17 Nationen fällt das Starterfeld größer aus als es im Vorfeld zu erwarten war – traditionell verzichten aber zahlreiche Top-Athleten auf die lange Reise nach Russland un ziehen stattdessen lieber die individuelle Saisonvorbereitung in der Heimat vor.

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So sind mit dem Slowenen Anze Lanisek, dem Norweger Kenneth Gangnes und dem Japaner Junshiro Kobayashi nur drei Athleten der besten zehn Athleten der aktuellen Gesamtwertung des Sommer-Grand-Prix in Russland am Start.

Forfang im Glück

Johann Andre Forfang feiert in Russland sein Saisondebüt. Der Norweger hatte sich zuletzt wegen anhaltender Knieprobleme geschont und zeigte im zuvor durchgeführten Training gleich wieder zwei ordentliche Sprünge.

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Ausgerechnet in der Qualifikation konnte der 22-Jährige das aber nicht bestätigen – mit schwachen 103 Metern hätte er den Wettkampf am Samstag verpasst und profitierte damit von der Absage.

Mit der Bestweite von 135 Metern (77,5 P.) setzte sich Anze Lanisek aus Slowenien im ersten Trainingsdurchgang gegen den überraschend starken Russen Mikhail Nazarov (132 m; 69,9 P.) und dem Norweger Robert Johansson (131,5 m; 69,8 P.) durch. Im zweiten Durchgang hatte dann Kenneth Gangnes mit 128 Metern und 70,5 Punkte die Nase vorn, dahinter landeten Lanisek (126 m; 70,3 P.) und Forfang (128,5 m; 69 P.).

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Am Samstag findet der erste von zwei Wettbewerben an diesem Wochenende statt: Nach der Qualifikation um 12:30 Uhr folgt um 14 Uhr (MEZ / alles live bei skispringen.com) der Wettkampf.

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